Immer mehr Fluggesellschaften verkleinern die Dimensionen des im Flugpreis inkludierten Handgepäcks. Waren es anfangs noch nur Ryanair und Wizzair, die sich vom IATA-Standardformat verabschiedet haben, sind es nun eine Vielzahl von Carriern, darunter auch Eurowings, Condor und Tuifly in den billigsten Tarifen. Das Europäische Parlament will dem nun einen Riegel vorschieben. Ryanair und Wizzair waren vor einigen Jahren die Pioniere von Zusatzgebühren für Handgepäckstücke im IATA-Standardformat. Beide Carrier erlauben nur eine sehr kleine Tasche und wer zusätzlich zum Beispiel einen Trolley dabei haben möchte, muss extra bezahlen. Nach und nach haben immer mehr Carrier dieses „System“ kopiert, denn direkt am Gate lässt sich mit Passagieren, denen die Regeln nicht bewusst sind oder aber glauben, dass man schon damit durchkommen wird, viel Geld verdienen. Diese Einnahmen sind fix eingeplant und zähneknirschend wird zumeist bezahlt, denn die Alternative lautet: Ausschluss vom Flug bzw. das Handgepäck muss zu Hause bleiben, was ungefähr gleichbedeutend ist, denn einfach den Trolley stehen lassen, ist so ziemlich die dümmste Idee, denn dies löst auch noch einen Polizeieinsatz aus. Das Europäische Parlament hat am 4. Oktober 2023 zur Thematik Handgepäck beraten und einen Entschließungsantrag beschlossen, in dem die EU-Kommission aufgefordert wird konkrete politische Maßnahmen gegen Preisaufschläge für Handgepäck vorzulegen. Konkret geht es dabei darum, dass gesetzliche Vorgaben für einheitliche Dimensionen und „angemessenes“ Maximalgewicht gemacht werden sollen. Was auf den ersten Blick als für Passagiere sehr freundlich gilt, ist aber nur ein Entschließungsantrag. In den komplizierten Mechanismen hat ein solcher noch überhaupt keine verbindliche Rechtswirkung, außer dass sich die