Die belgische Fluggesellschaft Air Belgium steht weiterhin vor einer ungewissen Zukunft, obwohl ein unverbindliches Übernahmeangebot von Privatinvestoren in letzter Minute eingegangen ist. Das Angebot reicht jedoch nicht aus, um den finanziellen Anforderungen des Sanierungsplans zu entsprechen, und lässt die Fluggesellschaft vor schwierigen Entscheidungen stehen. Insbesondere die wallonische Regionalregierung, die einen signifikanten Anteil an der Fluggesellschaft besitzt, zeigt wenig Bereitschaft, den finanziellen Rettungsversuch zu unterstützen. Die Lage bleibt angespannt, da die Zeit für Air Belgium knapp wird. Am 4. September 2024 kam es während einer Sitzung des Unternehmensgerichts in Nivelles, Wallonien, zu einem entscheidenden Moment: Ein unverbindliches Angebot von Privatinvestoren wurde vorgestellt, das die Übernahme von 75 % der Fluggesellschaft für 6 Millionen Euro vorsieht. Zusätzlich wurde eine Finanzspritze von 10 Millionen Euro durch die wallonische Regionalregierung vorgeschlagen, um die Airline zu stabilisieren. Doch das Angebot scheiterte an einer entscheidenden Hürde: Es deckt nicht die für den Erfolg des Sanierungsplans notwendigen 18 Millionen Euro ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass die wallonische Regierung weitere 10 Millionen Euro investiert, wird von Insidern als gering eingeschätzt. Die Region Wallonien, die 35 % der Fluggesellschaft besitzt, hat bisher keine Anzeichen gegeben, dass sie bereit ist, den Antrag der Privatinvestoren zu unterstützen. Das setzt Air Belgium weiter unter Druck, alternative Lösungen zu finden, bevor die Fluggesellschaft in ernsthafte Liquiditätsprobleme gerät. Das Verfahren zur gerichtlichen Sanierung: Ein Wettlauf gegen die Zeit Air Belgium befindet sich aktuell in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren (procédure de réorganisation judiciaire – PRJ), das darauf abzielt, die Schulden der Fluggesellschaft zu restrukturieren und eine Insolvenz