November 12, 2024

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November 12, 2024

Französische Linienpiloten planen Streik gegen Steuererhöhung auf Flugtickets

Die französische Piloten-Gewerkschaft SNPL hat für den 14. November 2024 einen eintägigen Streik angekündigt. Mit dem Protest wenden sich die Piloten gegen die geplante Verdreifachung der Steuer auf Flugtickets, welche die Regierung zur Haushaltskonsolidierung einführen will. Die zusätzlichen Abgaben sollen den französischen Staatshaushalt stabilisieren und rund eine Milliarde Euro jährlich einbringen. Die Gewerkschaft befürchtet jedoch Wettbewerbsnachteile für französische Fluggesellschaften, da die höheren Steuern von den Airlines vollständig auf die Ticketpreise umgelegt werden könnten. Einige Air France-Piloten äußerten Kritik an der Streikmaßnahme, da auch ein Streik die Airlines in Frankreich belasten könnte. Der Einfluss des Streiks auf den Flugverkehr und insbesondere auf Verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland ist bislang unklar, da nur französische Fluggesellschaften betroffen sind. Frankreichs Parlament arbeitet aktuell an einem Sparhaushalt, der mit Steuererhöhungen und Einsparungen rund 60 Milliarden Euro einbringen soll.

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Air Arabia Maroc unter Druck: Krtischer Blick auf Flugplanungspraktiken und Müdigkeitsmanagement

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat sich geweigert, auf die jüngsten Berichte zu reagieren, die schwere Sicherheitsbedenken bei der marokkanischen Billigfluggesellschaft Air Arabia Maroc aufzeigen. Einem Bericht von Morocco World News zufolge wurden bei einem Audit der EASA im September 2024 mehrere schwerwiegende Sicherheitsverstöße bei der Airline festgestellt. Insbesondere ging es um angebliche Verstöße gegen die Vorschriften für Flug- und Dienstzeitbeschränkungen sowie das unzureichende Management der Ruhezeiten, was den Flugbetrieb und die Flugsicherheit gefährden könnte. Ein solcher Vorfall hat nicht nur die Aufmerksamkeit der internationalen Luftfahrtbranche auf sich gezogen, sondern auch die Notwendigkeit einer detaillierteren Untersuchung und einer umfassenden Antwort der zuständigen Behörden hervorgehoben. EASA hält sich zurück: Keine Stellungnahme zu den Ergebnissen Die EASA ist dafür zuständig, sicherzustellen, dass alle Fluggesellschaften, die in Europa tätig sind oder Verbindungen zu europäischen Zielen unterhalten, die festgelegten Sicherheitsstandards erfüllen. Doch in diesem Fall verweigerte die Agentur eine direkte Stellungnahme zu den Sicherheitsbedenken, die in einem vertraulichen Bericht über Air Arabia Maroc aufgeführt waren. „Die EASA kommentiert in keiner Weise die Ergebnisse der Entscheidungen unserer Drittlandbetreiber (TCO) oder den Prozess, der zu einem bestimmten Ergebnis geführt hat“, erklärte eine Sprecherin gegenüber ch-aviation. Diese Haltung, sich nicht zu den spezifischen Ergebnissen der Inspektionen zu äußern, sorgt für Spekulationen darüber, ob die Agentur in ihrer Rolle als Aufsichtsbehörde tatsächlich genug tut, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards bei internationalen Fluggesellschaften zu gewährleisten. Die Vorwürfe: Sicherheitsverstöße und Missachtung von Vorschriften Laut den Berichten von Morocco World News wurden bei der EASA-Untersuchung im September 2024 acht gravierende

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Rückgang bei Übernachtungen im September 2024 trotz Zuwachs ausländischer Gäste

Im September 2024 verzeichneten deutsche Beherbergungsbetriebe laut Statistischem Bundesamt einen leichten Rückgang bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank um 1,6 Prozent auf insgesamt 48,7 Millionen. Dieser Rückgang ist insbesondere auf inländische Gäste zurückzuführen, deren Übernachtungen um 3,5 Prozent auf 40,4 Millionen abnahmen. Demgegenüber stieg die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 9,2 Prozent auf 8,4 Millionen. Im Zeitraum von Januar bis September konnten die deutschen Beherbergungsbetriebe jedoch insgesamt 388,1 Millionen Übernachtungen verbuchen, was einem Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dabei erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen von inländischen Gästen leicht um 0,6 Prozent auf 321,4 Millionen, während Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland mit einem Anstieg von 6,8 Prozent auf 66,7 Millionen stärker wuchsen.

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Lufthansa Group verlängert Flugstopp für Tel Aviv und Teheran

Die Lufthansa Group hat die Aussetzung ihrer Flüge von und nach Tel Aviv erneut verlängert. Die Flüge nach Israel bleiben nun bis mindestens 31. Dezember 2024 ausgesetzt. Ursprünglich sollte der Flugstopp nur bis zum 25. November gelten. Swiss, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, stellt ihre Flüge nach Tel Aviv vorerst bis zum 15. Dezember ein. Diese Entscheidung fällt angesichts der anhaltenden Sicherheitslage in der Region.  Die Aussetzung der Flüge betrifft auch andere Destinationen im Nahen Osten: Lufthansa-Flüge nach Teheran werden bis zum 31. Januar 2025 nicht bedient, während die Flüge nach Beirut bis mindestens Ende Februar 2025 eingestellt bleiben. Die Airline-Gruppenleitung beobachtet die Lage weiterhin genau, um die Sicherheit von Passagieren und Besatzung zu gewährleisten.

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Aerosucre: Boeing 727 streift ILS-Anlage in Bogotá

Ein ernstzunehmender Zwischenfall auf dem Flughafen El Dorado in Bogotá hat am 10. November 2024 wieder einmal die Sicherheitsstandards der kolumbianischen Frachtfluggesellschaft Aerosucre in den Fokus gerückt. Ein betagter Boeing-727-Frachter der Airline, der Flug A4-372, verfehlte im Startlauf die nötige Geschwindigkeit und Höhe und streifte mit Tragfläche und Fahrwerk eine der Antennen der ILS-Anlage (Instrument Landing System), die zur Unterstützung von Landungen bei schlechten Wetterbedingungen dient. Der Vorfall, der auf Video festgehalten wurde, erinnert an den tragischen Startunfall einer anderen Boeing 727 derselben Airline im Jahr 2016, bei dem fünf der sechs Insassen ums Leben kamen. Der Ablauf des Vorfalls Der Flug A4-372 startete am Morgen des 10. November in Richtung Valencia, Venezuela. Die Boeing 727-200, die Aerosucre für Frachtflüge einsetzt, kämpfte auf der Startbahn 14L des Flughafens Bogotá bereits früh mit mangelndem Auftrieb. Nach dem Verlassen der Startbahn schaffte es die Maschine nur mühsam, an Höhe zu gewinnen, und kollidierte etwa 300 Meter hinter dem Pistenende mit der ILS-Anlage. Die Kollision war so gravierend, daß die Piloten sich entschlossen, den Flug nach Venezuela abzubrechen. Um das Gewicht für eine sichere Landung zu verringern, kreiste die Maschine in Flughafennähe und ließ Treibstoff ab, bevor sie etwa eine Stunde später sicher auf derselben Startbahn landete. Laut Aufzeichnungen und Videoaufnahmen schien die Boeing 727 stark beladen zu sein, und Beobachter vermuten, daß auch der Umrüstungszustand der Maschine, die ursprünglich als Passagierflugzeug betrieben wurde, zum Problem der unzureichenden Startleistung beigetragen haben könnte. Der Flugbetrieb von Aerosucre wurde in den vergangenen Jahren häufig wegen

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Privatflüge tragen zunehmend zum CO₂-Ausstoß bei: Studie fordert Regulierung

Der CO₂-Ausstoß von Privatflügen ist zwischen 2019 und 2023 um 46 Prozent gestiegen und erreichte im vergangenen Jahr weltweit 15,6 Millionen Tonnen, wie eine Studie im Fachjournal Communications Earth & Environment zeigt. Die Untersuchung, die 18 Millionen Privatflüge auswertete, weist darauf hin, dass vor allem kurze Strecken unter 500 Kilometern per Privatflugzeug zurückgelegt wurden – Strecken, die auch mit dem Auto oder der Bahn bewältigt werden könnten. Ein erheblicher Teil der Flüge sei zudem Freizeit- oder Urlaubszwecken gewidmet, was die Diskussion über Regulierungsmaßnahmen in diesem Bereich neu entfacht. Kritiker betonen, dass nur ein winziger Teil der Weltbevölkerung – etwa 0,003 Prozent – Privatflugzeuge nutzt, deren Emissionen jedoch rund 1,8 Prozent der kommerziellen Luftfahrt ausmachen. Insbesondere bei sportlichen und kulturellen Großereignissen sowie politischen Treffen wie der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 war das Aufkommen an Privatjets besonders hoch. In den USA sind die meisten Privatflugzeuge registriert, gefolgt von Brasilien, Kanada und Deutschland. Pro Kopf verzeichnet Malta mit 46,5 Privatjets pro 100.000 Einwohner die höchste Dichte. Die Studienautoren fordern angesichts der Klimabelastung durch den Sektor eine stärkere Regulierung. Die steuerlichen Vorteile für Privatflugzeuge und die Freistellung von Emissionsabgaben sollten überprüft werden, da diese Luftfahrzeuge in den meisten Fällen von Energiesteuern und dem europäischen Emissionshandel ausgenommen sind. Die Studie legt nahe, dass eine Regulierung der Privatluftfahrt mit Blick auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit unumgänglich ist.

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Flughafen Frankfurt: Bündnis fordert drastische Erhöhung der Lärmzuschläge

Im Kontext der stetigen Auseinandersetzungen zwischen den Anwohnern rund um den Flughafen Frankfurt und der Flughafenbetreiberin Fraport erhebt sich ein neues Bündnis aus verschiedenen Frankfurter Bürgerinitiativen. Diese haben sich der Forderung der Fluglärmkommission (FLK) nach einer erheblichen Erhöhung der Lärmzuschläge angeschlossen. Insbesondere geht es um eine Erweiterung der nächtlichen Verspätungszuschläge sowie eine stufenweise Anhebung des lärmabhängigen Entgelts auf 30 Prozent. Die Forderungen richten sich gegen die geplante Genehmigung der Entgeltordnung, die ab Januar 2025 gelten soll. Der Frankfurter Flughafen, als einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas, ist nicht nur für seine Bedeutung im internationalen Flugverkehr bekannt, sondern auch für die Lärmproblematik, die die Anwohner in den umliegenden Stadtteilen belastet. Die Nachtflugbeschränkungen, die seit langem für das Zeitfenster zwischen 23:00 und 5:00 Uhr gelten, sind ein zentrales Thema in den Diskussionen. Diese Regelung soll den Lärmpegel in den nächtlichen Stunden reduzieren und die Lebensqualität der Menschen in den angrenzenden Stadtteilen schützen. Doch trotz der bestehenden Einschränkungen bleibt der Fluglärm für viele Anwohner eine permanente Belastung. Die Forderungen der FLK und des Bürgerbündnisses Die Fluglärmkommission hat in ihrer Stellungnahme an das hessische Wirtschaftsministerium eine deutliche Verschärfung der Lärmzuschläge gefordert. Insbesondere sollen nicht nur die Nachtflüge selbst, sondern auch die Flugbewegungen in den Stunden davor und danach stärker besteuert werden. Ein weiteres Anliegen der Kommission ist die Verteuerung von Flugbewegungen, die von älteren und lauteren Flugzeugen ausgehen. Diese Maschinen sind für einen erheblich höheren Lärmpegel verantwortlich als moderne, leiser konzipierte Flugzeugtypen. Die Bürgerinitiativen und die FLK setzen sich für eine stufenweise Anhebung des lärmabhängigen

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UN-Klimakonferenz COP29 in Baku: Deutsche Flughäfen fordern Förderung für Klimaneutralität

Die UN-Klimakonferenz 2024 (COP29), die vom 11. bis 24. November in Baku stattfindet, widmet sich intensiv der Klimafinanzierung und den neuen Rahmenbedingungen nach Auslaufen des Pariser Abkommens im Jahr 2025. Der Verband Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) betont anlässlich des Gipfels die Notwendigkeit klarer Investitionen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen an Flughäfen und fordert staatliche Unterstützung für den ökologischen Umbau. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, dass die Flughäfen durch nachhaltige Strategien zur Energieeffizienz und grüne Technologien ihre Emissionen kontinuierlich senken. Konkret streben deutsche Flughäfen den Einsatz erneuerbarer Energien, die Modernisierung ihrer Gebäude sowie die Nutzung alternativer Antriebe für Betriebsfahrzeuge an. Zwischen 2010 und 2023 konnten sie ihre Emissionen bereits um knapp 60 Prozent reduzieren. Für eine langfristige Klimaneutralität bis 2045 fordert der Verband jedoch zusätzliche öffentliche Mittel sowie die Senkung von Steuern und Gebühren. Zu den spezifischen Forderungen des ADV gehören:

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Wasserflugzeuge: Spicejet plant Revival in abgelegenen Regionen

Die indische Billigfluggesellschaft SpiceJet hat bekannt gegeben, dass sie ihren Wasserflugzeugbetrieb im Jahr 2025 wiederaufnehmen möchte. Dies ist ein bedeutender Schritt, um abgelegene Gebirgshöhlen und Küstenregionen, die bislang schlecht an den Luftverkehr angebunden sind, besser zu vernetzen. Die Wiederbelebung des Projekts wurde am 9. November 2024 nach einer erfolgreichen Demonstration von SpiceJets CEO Avani Singh angekündigt, bei der ein Wasserflugzeug einen Demonstrationsflug zwischen zwei Dämmen in Andhra Pradesh absolvierte. SpiceJet verfolgt mit diesem Vorhaben nicht nur das Ziel, regionale Verbindungen zu verbessern, sondern auch den Tourismus in Indiens abgelegenen Gegenden zu fördern. In Zusammenarbeit mit De Havilland, dem renommierten Hersteller von Wasserflugzeugen, plant die Airline die Einführung von zehn neuen Wasserflugzeugen bis Ende des Jahres 2024, mit einer Expansion der Strecke bis 2025. Die Fluggesellschaft hat sich die Rechte an 20 potenziellen Wasserflugzeugstrecken gesichert, wobei der Betrieb starten soll, sobald die erforderliche Infrastruktur in den betroffenen Regionen vorhanden ist. Dieser Schritt ist ein bedeutender Bestandteil der Strategie von SpiceJet, insbesondere nach der schwierigen Zeit der COVID-19-Pandemie, als viele ihrer Flugpläne, einschließlich der ersten Wasserflugzeugverbindungen im Jahr 2020, eingestellt werden mussten. Diese initialen Dienste verbanden den Sabarmati-Fluss in Ahmedabad mit der Statue der Einheit in Kevadia, Gujarat. Leider wurde der Betrieb damals aufgrund der Pandemie und der daraus resultierenden Unsicherheiten gestoppt. Die geplante Wiederaufnahme des Wasserflugzeugbetriebs zielt darauf ab, touristische und wirtschaftliche Lücken zu schließen, die durch die begrenzte Erreichbarkeit abgelegener Regionen entstehen. Laut SpiceJets CEO wird der neue Dienst nicht nur die Mobilität der Bevölkerung in abgelegene Gegenden verbessern, sondern

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Projekt „Trails of Love“: Freiwillige setzen Wanderwege in Tschechien instand

Das tschechische Freiwilligenprojekt „Trails of Love“, eine Initiative des Tschechischen Touristenklubs (KČT), Kofola und RegioJet, verzeichnet nach anderthalb Jahren eine positive Bilanz. Seit Beginn im Mai 2022 arbeiteten fast 700 Freiwillige in insgesamt 33 Veranstaltungen an der Sanierung von Wanderwegen und Naturgebieten in ganz Tschechien. Bisher wurden auf diese Weise rund 45 Kilometer Wanderwege erneuert. Die Projekte wurden von den Organisatoren strategisch auf die Regionen Beskiden, Riesengebirge und Erzgebirge verteilt und beinhalteten herausfordernde Bedingungen, wie die höchste Brigade auf dem Kahlberg oder die wetterbedingte Arbeit im Riesengebirge. Die Freiwilligen treffen sich an den Projektwochenenden, übernachten in Wanderhütten und übernehmen am nächsten Tag die Instandsetzung der Wege. Finanziert werden die Aufenthalte und Verpflegung der Teilnehmer von den Partnern, und die Organisatoren bieten darüber hinaus ein Rahmenprogramm. Für das nächste Jahr ist eine Fortsetzung der Initiative geplant. Schon am 30. November können sich Interessierte an einer vorweihnachtlichen Aktion im Erzgebirge beteiligen, die auch einen Weihnachtsbaum für jeden Teilnehmer bereithält.

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