Die Beziehung zwischen Boeing und seinen Arbeitnehmern ist auf einem kritischen Tiefpunkt angelangt. Boeing will nun den streikenden Mitarbeitern die Krankenversicherung streichen. Die Gewerkschaft zeigt sich empört. Der seit Wochen anhaltende Streik von rund 33.000 Beschäftigten des US-Flugzeugherstellers in den Bundesstaaten Washington, Kalifornien und Oregon wurde durch eine umstrittene Entscheidung der Unternehmensleitung weiter angeheizt: Boeing kündigte an, den Krankenversicherungsschutz der streikenden Belegschaft auszusetzen. Diese Maßnahme führte zu massiven Protesten der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM), die die Streikenden vertritt. Hintergrund des Streiks und die Forderungen der Arbeitnehmer Der Streik, der im September 2024 begann, ist das Resultat gescheiterter Verhandlungen über Lohnerhöhungen und Rentenpläne. Zu den Hauptforderungen der IAM-Gewerkschaft gehört eine 40-prozentige Lohnerhöhung sowie die Wiederherstellung des Rentenplans, der vor rund zehn Jahren abgeschafft wurde. Trotz mehrerer Verhandlungsrunden und eines Schlichtungstreffens Ende September konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Die Beschäftigten sind entschlossen, ihre Rechte durchzusetzen, doch Boeing zeigt sich hartnäckig. Die Entscheidung des Unternehmens, den Krankenversicherungsschutz für die Streikenden und ihre Familien ab dem 30. September 2024 auszusetzen, wenn keine Einigung erzielt wird, hat den Konflikt verschärft. Diese Maßnahme stößt nicht nur auf heftigen Widerstand der Gewerkschaft, sondern sorgt auch in der Öffentlichkeit für Empörung. Die Reaktion der Gewerkschaft Die IAM-Gewerkschaft bezeichnete die Entscheidung von Boeing, den Krankenversicherungsschutz auszusetzen, als „Fehler“. In einer am 1. Oktober 2024 veröffentlichten Erklärung kritisierte Brian Bryant, der internationale Präsident der IAM, die Maßnahme scharf. Er betonte, dass die Gesundheit von 33.000 Familien gefährdet sei, und verurteilte die Boeing-Führung für ihre