Januar 13, 2025

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Januar 13, 2025

Doha auf Wachstumskurs: Hamad International Airport verzeichnet Rekordzahlen

Der Hamad International Airport in Doha meldet für das Jahr 2024 neue Rekorde bei Passagier- und Frachtzahlen. Mit 52,7 Millionen Passagieren stieg das Aufkommen um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, womit der Flughafen die Vorkrisenwerte von 2019 deutlich übertraf. Auch bei den Flugbewegungen und dem Frachtvolumen wurden zweistellige Wachstumsraten verzeichnet: 279.000 Flugbewegungen (plus 10 Prozent) und 2,6 Millionen Tonnen Fracht (plus 12 Prozent). Besonders stark war der Zuwachs im Verkehr nach Asien, wo das Passagieraufkommen nach China um 87 Prozent anstieg. Auch Länder wie Indonesien, Malaysia und Vietnam zeigten starkes Wachstum. Gleichzeitig bleibt der Markt für europäische Airlines herausfordernd. Lufthansa etwa musste ihre Strecke Frankfurt–Peking aussetzen, da Umfliegungen des russischen Luftraums und Konkurrenz durch Nahost-Carrier und chinesische Airlines die Rentabilität erschweren. Qatar Airways als Hauptakteur am Drehkreuz Doha baute 2024 ihr Streckennetz auf 197 Ziele aus und nahm unter anderem Osaka, Hamburg, Lissabon und Toronto in ihr Programm auf. Diese Expansion wird durch das Luftfahrtabkommen CATA zwischen der EU und Katar erleichtert, das seit Jahren in der Kritik steht. Europäische Airlines wie Lufthansa und Air France-KLM werfen Qatar Airways vor, mit massiver Unterstützung aus Doha den Markt zu dominieren und Wettbewerbsvorteile zu nutzen, die den europäischen Konkurrenten verwehrt bleiben.

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FAA ordnet umfassende Inspektionen für Boeing 767-Flugzeuge an

Die Federal Aviation Administration (FAA) hat am 8. Januar 2025 eine weitreichende Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive, AD) für bis zu 574 Boeing 767-Flugzeuge in den Vereinigten Staaten herausgegeben. Die Maßnahme betrifft sowohl Passagier- als auch Frachtversionen der Modelle 767-200, 767-300 und 767-300F. Auslöser war ein Vorfall, bei dem es nach der Wartung eines Hauptfahrwerks (MLG) zu einem Zusammenbruch des Fahrwerks kam. Die Inspektionen sollen mögliche Hitzeschäden an den Außenzylindern der Fahrwerke feststellen und beheben. Die FAA begründet die Anweisung mit einem Zwischenfall, bei dem eine unsachgemäß eingestellte Schleifmaschine während der Wartung der Fahrwerkszylinder Hitzeschäden verursacht haben könnte. Diese Schäden könnten die strukturelle Integrität der betroffenen Fahrwerke beeinträchtigen und unter Umständen zu einem Kollaps führen. Die Konsequenzen eines solchen Versagens wären gravierend: Ein Versagen des Hauptfahrwerks könnte den Kontrollverlust über das Flugzeug zur Folge haben und das Risiko eines Abkommens von der Landebahn erhöhen. Technische Details der Maßnahme Im Februar 2024 hatte Boeing ein Alert Requirements Bulletin veröffentlicht, das auf mögliche Hitzeschäden hinwies und eine Überprüfung der Fahrwerkszylinder empfahl. Das Bulletin sieht vor, dass Betreiber von Boeing 767 innerhalb von 30 Monaten prüfen müssen, ob ihre Flugzeuge Außenzylinder mit bestimmten Seriennummern besitzen. Sollte dies der Fall sein, sind die betroffenen Bauteile innerhalb von 30, 46 oder 130 Monaten nach dem Ausgabedatum des Bulletins auszutauschen, abhängig von der spezifischen Seriennummer und dem Grad der potenziellen Beeinträchtigung. Die Lufttüchtigkeitsanweisung der FAA, die am 12. Februar 2025 in Kraft tritt, verlangt von den Betreibern, die von Boeing festgelegten Inspektions- und Austauschmaßnahmen vollständig umzusetzen. Damit stellt

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Flughafen Hahn setzt weiterhin auf Ryanair

Der Flughafen Hahn sieht die Zusammenarbeit mit Ryanair auch in Zukunft als entscheidenden Faktor für den Standort. Geschäftsführer Rüdiger Franke erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die irische Fluggesellschaft aufgrund der kurzen Wege, schnellen Drehzeiten und geringen Gebühren am Hahn fest verankert sei. „Es ist ein Marktplayer, der sehr dominant ist, aber der Low-Cost-Markt insgesamt gehört zu den Wachstumsbringern“, so Franke. Er äußerte sich optimistisch, dass Ryanair ihre Aktivitäten am Hahn sogar ausweiten könnte. Kritisch betrachtet Franke hingegen die allgemeine Entwicklung des Luftfahrtmarktes in Deutschland. Während andere europäische Länder das Vor-Corona-Niveau längst übertroffen hätten, sei der Markt hierzulande noch rückläufig. Als Hauptgründe nannte er die hohen Standortkosten und die Luftverkehrssteuer, deren Abschaffung er fordert, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Laut Franke könnte eine Steuerentlastung zu einem Wachstum führen, das die Steuereinnahmen langfristig wieder ausgleicht. Die irische Airline Ryanair, die seit Jahren ein bedeutender Partner des Flughafens Hahn ist, könnte mit einer möglichen Aufstockung ihrer Flugverbindungen den Standort weiter beleben. Ob sich die Luftverkehrsbranche in Deutschland jedoch stabilisiert, bleibt angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen unklar.

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