
Busfahrer-KV-Streit: Ab Anfang März 2025 wird wieder verhandelt
Nach den österreichweiten Warnstreiks im Februar spitzt sich die Lage im österreichischen Busgewerbe zu. Die Gewerkschaft Vida nimmt am 5. März 2025 die Verhandlungen mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für die rund 12.000 Beschäftigten im Kollektivvertrag für private Autobusunternehmen wieder auf. Die Gewerkschaft fordert spürbar bessere Arbeitsbedingungen, sieht jedoch wenig Entgegenkommen seitens der Arbeitgeber. Markus Petritsch, Vorsitzender des Vida-Fachbereichs Straße, bedauert, dass die Arbeitgeber nicht zu einem früheren Verhandlungstermin bereit waren. Die Gewerkschaft arbeitet derzeit die Streikmaßnahmen vom 20. Februar mit den Beschäftigten und Betriebsräten auf. Unterstützung erhält die Gewerkschaft von Klimaaktivisten der Organisationen Fridays For Future und System Change, Not Climate Change!, die eine klimagerechte Mobilitätswende ohne attraktivere Arbeitsbedingungen für Busfahrer als nicht realisierbar sehen. Petritsch kritisiert das bisherige Angebot der Arbeitgeber als „Verhöhnung der Beschäftigten“. 50 Cent mehr für eine Stunde Nachtarbeit seien angesichts der teils prekären Arbeitsbedingungen, wie fehlende Toiletten während der Dienstausübung, völlig unzureichend. Zudem werfen der Gewerkschafter den Arbeitgebern vor, geforderte Entlastungsmaßnahmen, wie die Verkürzung der langen Dienstschichten von bis zu 15 Stunden, mit Verschlechterungen in anderen Punkten aufwiegen zu wollen. Sollte in der kommenden Verhandlungsrunde kein substanziell verbessertes Angebot vorliegen, droht die Ausweitung der Streikmaßnahmen.





