
MTU stellt Entwicklung des Water Enhanced Turbofan ein – Fokus auf andere Technologien
Die MTU Aero Engines, ein führender Hersteller von Flugzeugtriebwerken, hat entschieden, die Entwicklung ihres Water Enhanced Turbofan (WET) zu beenden. Dies berichtete das Fachmagazin „Flug Revue“ in seiner neuesten Ausgabe. Laut MTU-Chef Lars Wagner hat das Triebwerk in der geplanten Bauweise trotz der Nutzung aller verfügbaren Technologien nicht die gewünschten Treibstoffeinsparungen erzielt. Die Entwicklung des Triebwerks werde daher gestoppt, um sich auf andere Technologien zu konzentrieren, die mehr Potenzial zur Effizienzsteigerung versprechen. Die Entscheidung, das WET-Projekt einzustellen, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch andere Unternehmen der Luftfahrtindustrie mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sehen. Erst kürzlich gab es von Seiten von Airbus und ATR Ankündigungen, ihre eigenen Pläne für klimafreundlichere Luftfahrttechnologien entweder zu pausieren oder zu verschieben. MTU reagiert auf diese Entwicklungen, indem das Unternehmen seine Strategie anpasst und künftig verstärkt auf die Nutzung von Wärmeenergie setzen möchte, um den thermischen Kreislauf in Flugzeugtriebwerken zu optimieren. Das Water Enhanced Turbofan: Ein ambitioniertes Projekt Das Water Enhanced Turbofan war eine vielversprechende Technologie, die darauf abzielte, die Effizienz von Flugzeugtriebwerken durch die Einspritzung von Wasserstoff oder Wasser zu steigern. Die Theorie hinter der Technologie war, dass die Zugabe von Wasserdampf die Verbrennungstemperatur senken und so die Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx) sowie die Bildung von Kondensstreifen verringern könnte. Diese Technologien sind im Hinblick auf die Reduzierung der Umweltauswirkungen der Luftfahrt von besonderem Interesse. Doch trotz aller technologischen Ansätze und Innovationen blieb das WET-Triebwerk hinter den Erwartungen zurück, vor allem in Bezug auf die Treibstoffeinsparung. Das Gewicht und die Größe des Triebwerks, so Wagner,








