April 8, 2025

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April 8, 2025

Dortmund erreicht Passagierrekord und verbessert Jahresbilanz deutlich

Der Flughafen Dortmund blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück. Mit rund 3,1 Millionen Passagieren im Jahr 2024 wurde ein neuer Höchstwert erzielt. Dieser Passagierrekord wirkte sich positiv auf die wirtschaftliche Bilanz aus: Der Jahresfehlbetrag konnte von 3,6 Millionen Euro auf 1,8 Millionen Euro gesenkt werden – laut Geschäftsführung das beste Ergebnis seit 25 Jahren. Auch die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen entwickelten sich erfreulich. Das operative Ergebnis (EBITDA) ohne hoheitliche Kosten stieg von 1,9 auf 5,1 Millionen Euro. Das sogenannte EU-EBITDA – ein Indikator, der den wirtschaftlichen Erfolg im Einklang mit den Leitlinien der Europäischen Kommission misst – erhöhte sich auf fast 9 Millionen Euro. Flughafengeschäftsführer Ludger van Bebber betonte, man sei dem Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses deutlich nähergekommen. Zudem wurden mehrere Infrastrukturprojekte weitergeführt oder abgeschlossen. Ende 2024 wurde der Umbau der Ausreisekontrollstelle vor den Gates 11 und 12 abgeschlossen. Im Bereich der Fahrzeugflotte sollen im Laufe des Jahres 2025 mehrere elektrisch betriebene Flugzeugschlepper und mobile Fluggasttreppen in Betrieb genommen werden. Dies ist Teil einer längerfristigen Strategie zur Modernisierung des Fuhrparks. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Selbstbedienung beim Check-in. Nach der Einführung von zwei sogenannten Self-Bag-Drop-Schaltern im Mai 2024 und einer erfolgreichen Testphase wird derzeit der Umbau von acht weiteren Schaltern vorbereitet. In naher Zukunft sollen Passagiere ihr Gepäck an insgesamt zehn Stationen eigenständig aufgeben können.

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Führungswechsel bei Air Baltic: Martin Gauss tritt ab

Nach 14 Jahren an der Spitze der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic hat Martin Gauss überraschend seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender erklärt. Diese Entscheidung wurde am 7. April 2025 bekanntgegeben und markiert das Ende einer Ära, in der Gauss das Unternehmen durch zahlreiche Herausforderungen und Transformationen geführt hat. Martin Gauss übernahm im November 2011 die Leitung von Air Baltic in einer Zeit, in der die Fluggesellschaft mit erheblichen finanziellen und operativen Schwierigkeiten konfrontiert war. Unter seiner Führung durchlief Air Baltic einen umfassenden Restrukturierungsprozess, der die Modernisierung der Flotte, die Einführung neuer Strecken und die Verbesserung der wirtschaftlichen Stabilität umfasste. Ein bedeutender Meilenstein während Gauss‘ Amtszeit war die Entscheidung, die gesamte Flotte auf den Airbus A220-300 zu vereinheitlichen, um Betriebskosten zu senken und den Passagieren ein verbessertes Flugerlebnis zu bieten. Finanzielle Herausforderungen und Beteiligung der Lufthansa Trotz der erzielten Fortschritte stand Air Baltic weiterhin vor finanziellen Herausforderungen. Im Februar 2024 wurde bekannt, dass die Fluggesellschaft innerhalb von sechs Monaten 200 Millionen Euro aufbringen müsse, um Anleihegläubiger aus dem Jahr 2019 auszuzahlen. Gauss äußerte sich damals zuversichtlich, dass das Unternehmen die erforderlichen Mittel beschaffen könne. Eine staatliche Unterstützung wurde nicht ausgeschlossen, wobei auch internationale Partnerschaften als mögliche Lösung ins Spiel gebracht wurden. Im Januar 2025 wurde schließlich bekannt, dass die Lufthansa Group eine Beteiligung an Air Baltic in Höhe von zehn Prozent erwirbt. Die Investition in Höhe von rund 14 Millionen Euro sollte die europäische Präsenz der Lufthansa stärken und Air Baltic zusätzliche finanzielle Mittel für Wachstums- und Expansionspläne sichern. Im Rahmen der Vereinbarung

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Ryanair fordert umfassende Senkung der Luftverkehrssteuer

Ryanair übt Druck auf die deutsche Regierung aus, die Luftverkehrssteuer vollständig abzuschaffen und die Flugsicherungs- sowie Sicherheitsgebühren deutlich zu senken. Die Fluggesellschaft argumentiert, daß die hohen Kosten den deutschen Luftverkehr im Vergleich zu anderen europäischen Ländern erheblich benachteiligen. Laut Ryanair liegt der deutsche Luftverkehr derzeit 20 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, während andere EU-Staaten bereits wieder ein vollständiges Wachstum verzeichnen. Die Fluggesellschaft führt dies auf die hohen Steuern und Gebühren in Deutschland zurück, die seit der Covid-Krise deutlich gestiegen sind. Ryanair fordert daher eine vollständige Abschaffung der Luftverkehrssteuer und eine Halbierung der Flugsicherungs- und Sicherheitsgebühren, um die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Luftverkehrs wiederherzustellen. Andreas Gruber von Ryanair betont, daß eine Senkung der Kosten nicht nur den Luftverkehr, sondern auch die Tourismusbranche ankurbeln würde. Er fordert die Regierung auf, entschlossen zu handeln, um Deutschland wieder attraktiver für Fluggesellschaften und Reisende zu machen.

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