Januar 31, 2026

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Januar 31, 2026

Wien und Klagenfurt betroffen: Ryanair reduziert Flugangebot um eine Million Sitzplätze

Der irische Luftfahrtkonzern Ryanair leitet eine signifikante Neuausrichtung seines Engagements auf dem österreichischen Markt ein. Wie die Unternehmensführung im Rahmen eines Besuchs in Wien bestätigte, wird das Angebot im kommenden Sommerflugplan massiv zusammengestrichen. Insgesamt fallen neun Flugverbindungen weg, was einem Verlust von rund einer Million Sitzplätzen entspricht. Die Entscheidung ist die direkte Folge eines bereits angekündigten Abzugs von fünf stationierten Flugzeugen, wodurch die Flottenstärke an der Basis Wien-Schwechat von 19 auf 14 Maschinen schrumpft. In Klagenfurt fällt die Alicante-Strecke weg. Hintergrund dieser drastischen Maßnahme ist ein schwelender Konflikt zwischen der Billigfluggesellschaft und der österreichischen Bundespolitik über die Standortkosten, insbesondere die nationale Flugabgabe. Während das Unternehmen im Falle einer Gebührensenkung Milliardeninvestitionen und eine Verdopplung der Passagierzahlen in Aussicht stellt, führt die aktuelle Kostenstruktur zu einer Abwanderung von Kapazitäten in profitablere Märkte. Diese Entwicklung trifft nicht nur den Flughafen Wien, sondern zeigt auch Auswirkungen an den Regionalstandorten Linz, Salzburg und Klagenfurt. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und der Streit um die Ticketsteuer Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die österreichische Flugabgabe, die derzeit mit zwölf Euro pro Ticket auf der Kurzstrecke zu Buche schlägt. Für eine Airline, deren Geschäftsmodell auf extrem niedrigen Basispreisen und hoher Volumeneffizienz basiert, stellt diese Abgabe einen erheblichen Kostenfaktor dar. Michael O’Leary, Chef der Ryanair-Gruppe, sparte bei seiner Kritik nicht mit deutlichen Worten und bezeichnete die Steuer als Hindernis für das wirtschaftliche Wachstum des Standorts. Nach Berechnungen der Airline nimmt der Staat jährlich rund 170 Millionen Euro über diese Abgabe ein. O’Leary argumentiert jedoch, dass dieser Betrag im Verhältnis zum Gesamtbudget gering

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Österreich: Passagierzahlen und Frachtaufkommen steigen im Jahr 2025 deutlich an

Die österreichische Luftfahrtbranche blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück, das von einer stabilen Erholung und punktuellen Rekordwerten geprägt war. Wie die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) in ihrer aktuellen Jahresbilanz bekannt gab, fertigten die sechs Verkehrsflughäfen des Landes – Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt – insgesamt rund 36,5 Millionen Passagiere ab. Dies entspricht einer Steigerung von 2,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Bereich der Luftfracht, der als wichtiger Indikator für die konjunkturelle Dynamik gilt, verzeichnete ein deutliches Plus von rund drei Prozent auf über 390.000 Tonnen. Trotz dieser positiven Entwicklung stehen die Betreiber vor strukturellen Herausforderungen. Während die großen Standorte Wien und Salzburg ihre Position festigen konnten, weisen Branchenexperten darauf hin, dass die Gesamtzahl der Flugbewegungen noch immer deutlich hinter den Werten aus der Zeit vor der Pandemie zurückbleibt. In der politischen Debatte rückt zudem die nationale Flugabgabe verstärkt in den Fokus, die von Branchenvertretern als Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Standorten kritisiert wird. Wirtschaftsfaktor Luftfahrt: Wertschöpfung und Arbeitsmarkteffekte Die Bedeutung der Luftfahrt für den Wirtschaftsstandort Österreich lässt sich eindrucksvoll mit Zahlen belegen. Laut aktuellen Analysen der AÖV erwirtschaftet der Sektor direkt und indirekt eine jährliche Wertschöpfung von 25,1 Milliarden Euro. Dies entspricht etwa 4,9 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts. Besonders hervorzuheben ist die Funktion als massiver Beschäftigungsmotor: Über 241.500 Arbeitsplätze hängen bundesweit an der Luftverkehrswirtschaft. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG und Vizepräsident der AÖV, betont in diesem Zusammenhang, dass die Flughäfen als Infrastrukturknotenpunkte unverzichtbar für Industrie und Tourismus seien. Neben dem Personentransport spielt die Luftfracht eine entscheidende

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Lufthansa: Airbus A380 erhält neue Business Class

Die Deutsche Lufthansa AG hat den Startschuss für eine der umfangreichsten Modernisierungsphasen ihrer Unternehmensgeschichte gegeben. Im Zentrum dieser Bestrebungen steht die Aufwertung der bestehenden Langstreckenflotte, wobei dem Airbus A380-800 eine Schlüsselrolle zukommt. Ab Februar 2026 durchlaufen die acht verbliebenen Maschinen dieses Typs ein umfassendes Umrüstungsprogramm, in der Fachsprache als Retrofit bezeichnet, bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Kabinenprodukt an die neuesten Standards der Branche anzupassen und die Wettbewerbsfähigkeit auf den prestigeträchtigen Langstreckenrouten ab dem Drehkreuz München zu sichern. Kernstück der Erneuerung ist die Installation einer völlig neuen Business Class des Herstellers Thompson Aero Seating, die den Passagieren einen direkten Zugang zum Gang von jedem Platz aus sowie ein deutlich höheres Maß an Privatsphäre bietet. Parallel dazu werden auch die Boeing 747-8 und der Airbus A350-900 in das Modernisierungskonzept einbezogen, um eine konsistente Produktqualität über die gesamte Flotte hinweg zu gewährleisten. Technischer Durchbruch in der Kabinenkonfiguration Die Entscheidung für den Einbau der neuen Sitze im Airbus A380 folgt einer klaren wirtschaftlichen und operativen Logik. Während die Einführung des neuen Allegris-Kabinenprodukts bei werksneuen Flugzeugen aufgrund von Lieferverzögerungen bei den Herstellern und komplexen Zertifizierungsverfahren Zeit in Anspruch nahm, greift Lufthansa beim A380-Retrofit auf ein bewährtes Modell des Herstellers Thompson zurück. Ein entscheidender Vorteil dieser Wahl liegt in der bereits bestehenden Zulassung für diesen Sitztyp. Dadurch entfallen langwierige und kostenintensive Neuzertifizierungen durch die Luftfahrtbehörden, was eine ungewöhnlich schnelle Implementierung ermöglicht. Bereits im April 2026 soll die erste umgerüstete Maschine den Linienbetrieb ab München wieder aufnehmen. Die neue Business

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Discover Airlines baut Langstrecken-Kabinen umfassend um

Fünf Jahre nach ihrer Grundsteinlegung inmitten einer der schwersten Krisen der Luftfahrtgeschichte setzt die deutsche Ferienfluggesellschaft Discover Airlines ein massives Zeichen für ihre langfristige Marktpositionierung. Mit der größten Einzelinvestition seit Bestehen des Unternehmens wird die gesamte Langstreckenflotte, bestehend aus 16 Maschinen des Typs Airbus A330-300, einer vollständigen Kabinenerneuerung unterzogen. Dieser Schritt markiert den Übergang von einer jungen Start-up-Airline zu einem voll etablierten Premium-Ferienflieger innerhalb der Lufthansa Group. Das neue Kabinenkonzept, das unter dem Namen Ocean Blue firmiert, führt modernste Bordprodukte in allen drei Reiseklassen ein. Ab April 2027 wird das erste umgerüstete Flugzeug den Dienst aufnehmen, wobei der Abschluss des gesamten Modernisierungsprogramms für Mitte 2028 geplant ist. Mit Investitionen im dreistelligen Millionenbereich reagiert die Airline auf die gestiegenen Ansprüche im touristischen Hochwertsegment und harmonisiert gleichzeitig ihre Hardware mit den Standards der Muttergesellschaft, ohne dabei den eigenständigen Charakter als Urlaubsairline zu verlieren. Technologische Evolution und Designphilosophie der Ocean Blue Kabine Die Entscheidung für den Namen Ocean Blue ist weit mehr als eine rein ästhetische Wahl; sie stellt eine bewusste Verbindung zur Gründungsphase der Airline dar, die im Jahr 2020 unter dem Projekttitel Ocean ins Leben gerufen wurde. Noch heute nutzen die Piloten der Airline im internationalen Flugfunk die Kennung OCN. Das Design der neuen Kabine greift diese Historie durch tiefblaue Farbtöne und klare, elegante Linienführungen auf, die ein hochwertiges Ambiente schaffen sollen. Ziel ist es, das Urlaubsgefühl bereits beim Betreten des Flugzeugs zu vermitteln, während gleichzeitig die Zugehörigkeit zur Lufthansa Group durch die Qualität der Materialien und die Präzision der Verarbeitung

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AUA will nicht intervenieren: China Eastern kündigt Wien-Flüge an

China Eastern Airlines hat – mit abgewandelter Strategie – neuerlich Wien-Flüge angekündigt. Der letzte Versuch scheiterte aufgrund einer Intervention der Austrian Airlines im österreichischen Verkehrsministerium. Diesmal sieht die AUA für sich aber keinen Wettbewerbsnachteil. Eigentlich sollte China Eastern Airlines dann schon seit fast zwei Jahren Kurs auf Wien-Schwechat nehmen, doch dazu kam es bis dato nicht. Der Premierenflug, der für Juni 2024 geplant war, musste abgesagt werden, weil Austrian Airlines beim österreichischen Verkehrsministerium intervenierte. Daraus folgte, dass die damalige Bundesregierung dem chinesischen Luftfahrtunternehmen die Verkehrsrechte verweigerte. Nun hat China Eastern Airlines die Strategie geändert und Platzhirsch Austrian Airlines hält sich diesmal komplett raus. Im Jahr 2024 wollte das chinesische Luftfahrtunternehmen Flüge zwischen Shanghai und Wien aufnehmen. Damit wäre man in direkte Konkurrenz mit Austrian Airlines getreten. Der damalige Chief Commercial Officer sagte im Rahmen einer Presseveranstaltung auf dem Podium, dass man beim Verkehrsministerium schwere Bedenken deponiert habe. Kurzfassung: Es geht darum, dass chinesische Fluggesellschaften den russischen Luftraum nutzen (und das auch dürfen) während europäische Carrier wie Austrian Airlines erhebliche Umwege fliegen müssen. Dadurch sind die Kosten, beispielsweise aufgrund des zusätzlichen Treibstoffverbrauchs, deutlich höher. Somit hätte – im konkreten Fall China Airlines gegenüber Austrian Airlines – aus der Sicht des AUA-Managements einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gehabt. Zu dieser Ansicht scheint man auch im Verkehrsministerium gelangt zu sein, denn der chinesische Herausforderer hat die erforderlichen Verkehrsrechte nicht erhalten. Xi’an ist ein sekundäres Drehkreuz Nun will es China Eastern Airlines erneut wissen, hat jedoch die Strategie geändert. Man will Wien nicht mehr mit Shanghai

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