Februar 4, 2026

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Februar 4, 2026

B787-9: Sicherheitsüberprüfung nach technischem Vorfall bei Air India

Die indische Fluggesellschaft Air India hat eine Boeing 787-8 Dreamliner vorerst aus dem aktiven Flugbetrieb genommen, nachdem die Besatzung Unregelmäßigkeiten an einem kritischen Schalter der Triebwerkssteuerung gemeldet hatte. Der Vorfall ereignete sich am 2. Februar 2026 nach der Landung einer Maschine aus London-Heathrow am Flughafen Bengaluru. Da der gemeldete Defekt am Kraftstoffkontrollschalter Ähnlichkeiten zu den vorläufigen Untersuchungsergebnissen eines schweren Flugunglücks aus dem Vorjahr aufweist, hat die Airline umgehend die nationale Luftfahrtbehörde sowie den Hersteller Boeing informiert. Die vorsorgliche Stilllegung der Maschine mit der Registrierung VT-ANX verdeutlicht die gesteigerte Sensibilität innerhalb der indischen Luftfahrtbranche hinsichtlich potenzieller technischer Fehlfunktionen im Cockpit moderner Langstreckenjets. Details zum Vorfall auf dem Flug AI132 Die betroffene Maschine startete am 1. Februar 2026 um 19:19 Uhr Ortszeit in London und erreichte Bengaluru planmäßig am darauffolgenden Vormittag um 11:54 Uhr. Während des regulären Fluges traten nach vorliegenden Informationen keine Probleme auf. Die Komplikationen wurden erst nach der Landung beim Abstellen beziehungsweise beim erneuten Vorbereiten der Triebwerke bemerkt. Laut Berichten der Safety Matters Foundation zeigte der Kraftstoffkontrollschalter des linken Triebwerks ein anormales Verhalten. In zwei aufeinanderfolgenden Versuchen soll der Schalter nicht in der vorgeschriebenen Betriebsposition eingerastet sein. Statt in der Stellung Run zu verbleiben, bewegte sich das Bauteil selbstständig in Richtung der Position Cutoff. In dieser Stellung wird die Kraftstoffzufuhr zum Triebwerk unmittelbar unterbrochen, was am Boden zum Abstellen und in der Luft zu einem Triebwerksausfall führt. Obwohl der Vorfall am Boden dokumentiert wurde, warnen Flugsicherheitsexperten davor, dass eine solche Fehlfunktion unter spezifischen Flugbedingungen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen könnte,

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Usbekistan wird erster zentralasiatischer Betreiber des Militärtransporters Embraer C-390

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat am 3. Februar 2026 auf der Singapore Airshow bekannt gegeben, dass die Republik Usbekistan der bislang anonyme Kunde für eine Bestellung des Transportflugzeugs C-390 Millennium ist. Damit ist Usbekistan die erste Nation in Zentralasien, die sich für dieses moderne Modell entscheidet. Die usbekische Luftwaffe beabsichtigt, die Maschinen primär für Transportaufgaben und humanitäre Missionen einzusetzen, um ihre militärische Mobilität grundlegend zu modernisieren. Bosco da Costa Junior, Präsident von Embraer Defense & Security, betonte die Bedeutung dieses Abschlusses für die Erschließung neuer Märkte in der strategisch wichtigen Region Zentralasien. Die C-390 Millennium gilt als technologisch fortschrittlichster Militärtransporter ihrer Klasse. Mit einer Nutzlast von 26 Tonnen übertrifft sie viele Konkurrenzmodelle bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit von bis zu 470 Knoten. Das Flugzeug ist für eine Vielzahl von Einsatzszenarien konzipiert, darunter der Abwurf von Truppen und Ausrüstung, medizinische Evakuierungen sowie Such- und Rettungseinsätze. Ein besonderes Merkmal ist die Fähigkeit, von unbefestigten oder provisorischen Pisten aus zu operieren, was für die geografischen Gegebenheiten Usbekistans von großem Vorteil ist. In der Konfiguration als KC-390 kann das Flugzeug zudem für die Luftbetankung genutzt werden. Parallel zur Bekanntgabe des usbekischen Auftrags vermeldete Embraer Fortschritte bei der Produktion für die südkoreanische Luftwaffe (ROKAF). Das erste für Südkorea bestimmte Flugzeug befindet sich in der Endmontage und wird in Kürze in die Testflugphase übergehen. Südkorea hatte die C-390 im Rahmen des „Large Transport Aircraft (LTA-II)“-Programms ausgewählt. Die Kooperation mit koreanischen Zulieferern stärkt laut Embraer die globale Lieferkette und unterstreicht die Reife der Produktionslinie. Der Konzern forciert derzeit

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Historische Reminiszenzen zum einhundertjährigen Bestehen der Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa begeht im Jahr 2026 ihr einhundertstes Gründungsjubiläum und nutzt diesen historischen Meilenstein für eine umfassende visuelle Neugestaltung ausgewählter Flugzeuge ihrer Flotte. Im Zentrum der Feierlichkeiten steht die Verbindung von technischer Tradition und moderner Luftfahrttechnologie. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Rückkehr klassischer Designelemente, die die Ära der Propellerflugzeuge in die heutige Zeit transferieren. Durch die Lackierung verschiedener Flugzeugtypen in historischen und speziellen Jubiläumsfarben schafft das Unternehmen eine sichtbare Brücke zwischen der Pionierzeit der zivilen Luftfahrt und dem aktuellen Betrieb an den Drehkreuzen Frankfurt und München. Neben der Präsentation dieser Sonderlackierungen bereitet die Fluggesellschaft die Eröffnung eines neuen Repräsentationszentrums vor, das als dauerhafter Ort für die historische Sammlung dienen soll. Ankunft des Airbus A321 im historischen Parabeldesign Am heutigen Dienstag steht der Frankfurter Flughafen im Zeichen einer besonderen Ankunft. Ein Airbus A321-200 mit der Registrierung D-AISZ wird am Nachmittag gegen 14.45 Uhr aus dem englischen Norwich erwartet. Das Flugzeug, das unter der Sonderflugnummer LH9898 operiert, wurde in den vergangenen Wochen aufwendig umgestaltet. Es trägt nun das legendäre Parabeldesign, das in den 1950er Jahren die visuelle Identität der Lufthansa prägte. Dieses Design zeichnet sich durch eine markante, geschwungene Linie aus, die dem damaligen Zeitgeist der Stromlinienform entsprach und Dynamik sowie Fortschritt symbolisieren sollte. Die Parabel war ursprünglich untrennbar mit der Lockheed L-1649A Super Star verbunden, die ab 1957 als Flaggschiff der Langstrecke galt. Die Entscheidung, eine Maschine des Typs A321 für dieses Retro-Design zu wählen, ist strategisch begründet. Als Arbeitstier der europäischen Kurz- und Mittelstrecke wird die D-AISZ

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