Februar 10, 2026

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Februar 10, 2026

Technische Störungen an den E-Gates verursachen massive Verzögerungen am Flughafen Brüssel

Am Flughafen Brüssel-Zaventem ist es am Samstagmorgen zu erheblichen Behinderungen bei der Einreise aus Nicht-Schengen-Staaten gekommen. Grund für die langen Warteschlangen war ein technischer Defekt an den automatisierten Passkontrollsystemen, den sogenannten E-Gates. Die Störungen traten bereits am Freitagabend auf und hielten bis in den nächsten Tag hinein an. Um den Passagierfluss während der Stoßzeiten notdürftig zu stabilisieren, sah sich die belgische Bundespolizei gezwungen, zusätzliches Personal für die manuelle Kontrolle abzustellen. Dennoch berichteten Reisende von Wartezeiten zwischen einer und zwei Stunden, was zu erheblichem Unmut in den Terminalbereichen führte. Die Infrastruktur am Flughafen Brüssel steht aufgrund solcher Vorfälle nicht zum ersten Mal in der Kritik. Bereits in der Vergangenheit kam es wiederholt zu Systemausfällen bei den automatisierten Grenzkontrollen, was die Anfälligkeit der aktuellen Technik unterstreicht. Obwohl Pläne zur Modernisierung und zum kompletten Austausch der E-Gate-Systeme laut Branchenberichten seit mehreren Jahren vorliegen, verzögert sich die Umsetzung der notwendigen Erneuerungen offenbar weiterhin. Die jüngste Panne verdeutlicht die Belastungsgrenzen des Standorts Zaventem, der als wichtiges europäisches Drehkreuz insbesondere bei Ankunftswellen aus Übersee auf funktionierende digitale Prozesse angewiesen ist. In den sozialen Netzwerken verbreiteten frustrierte Passagiere Bilder der überfüllten Ankunftshallen und kritisierten die mangelnde Effizienz der belgischen Behörden. Experten weisen darauf hin, dass die Zuverlässigkeit der Grenzinfrastruktur ein wesentlicher Faktor für die internationale Reputation eines Flughafenstandorts ist. Die Bundespolizei arbeitet zusammen mit den technischen Dienstleistern unter Hochdruck an einer dauerhaften Fehlerbehebung. Solange die E-Gates nicht vollständig einsatzbereit sind, muss weiterhin mit Verzögerungen bei der Einreisekontrolle gerechnet werden, da die manuelle Abfertigung durch Beamte deutlich zeitaufwendiger

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Wizz Air erwirbt Bürokomplex in Budapest

Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air hat offiziell den Erwerb des Buerokomplexes Millennium Tower I am Budapester Lechner Ödön fasor bestaetigt. Dieser Schritt markiert eine Zäsur in der Unternehmensgeschichte des vor über zwei Jahrzehnten gegruendeten Luftfahrtunternehmens. Bisher agierte die Gesellschaft in diesem Gebaeude lediglich als Mieter, doch das anhaltende Wachstum und die langfristige strategische Planung des Konzerns machten laut Unternehmensangaben den Aufbau eines eigenen, erweiterbaren Hauptquartiers im Herzen von Budapest notwendig. Mit dieser Investition unterstreicht das Unternehmen seine tiefe Verwurzelung in Ungarn und festigt die operative Basis, von der aus nicht nur das gesamte Streckennetz gesteuert wird, sondern auch zentrale Verwaltungs- und Technologiebereiche operieren. Hintergruende der Transaktion und regulatorische Bestaetigung Die Information ueber den beabsichtigten Kauf gelangte erstmals Mitte Januar 2026 an die Öffentlichkeit, als auf der Webseite der ungarischen Wettbewerbsbehoerde Gazdasági Versenyhivatal eine offizielle Meldung ueber den Zusammenschluss der Wizz Air mit der Duna Irodaház Kft. erschien. Letztere ist die bisherige Eigentuemergesellschaft des betreffenden Buerokomplexes. Kurze Zeit spaeter bestaetigte das Unternehmen auf Anfrage der ungarischen Wirtschaftspresse den Vollzug der Verhandlungen. Der Millennium Tower I ist Teil eines repraesentativen Ensembles am Donauufer, das fuer seine moderne Architektur und erstklassige Infrastruktur bekannt ist. Wizz Air betont, dass die Entscheidung fuer den Kauf ein klares Bekenntnis zum Standort Ungarn darstellt. In einer Zeit, in der viele globale Unternehmen ihre physische Präsenz reduzieren oder dezentralisieren, setzt der Carrier auf eine Konzentration seiner Kernfunktionen in der ungarischen Hauptstadt. Seit mehr als 22 Jahren dient Budapest als Drehkreuz fuer die internationale Expansion des Unternehmens, das sich

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Flottenausbau bei Swiss: Zweiter Airbus A350-900 nimmt Linienbetrieb auf

Swiss International Air Lines erweitert ihre Langstreckenflotte um ein zweites Flugzeug des Typs Airbus A350-900. Die Maschine mit der Registrierung HB-IFB trägt den Namen der jurassischen Hauptstadt „Delémont“ und wird im Gegensatz zum ersten Flugzeug dieser Serie in der klassischen Markenlackierung betrieben. Der erste kommerzielle Flug ist für den 23. Februar 2026 auf der Verbindung zwischen Zürich und Montreal angesetzt. Mit der Indienststellung setzt das Unternehmen die Modernisierung seiner Flotte fort, nachdem sich das erste Exemplar des Typs in den ersten 100 Betriebstagen mit rund 900 Flugstunden und 300 Landungen als technisch stabil erwiesen hat. Der Ausbau der A350-Flotte ermöglicht es der Fluggesellschaft, ihr internationales Streckennetz im kommenden Sommerflugplan 2026 zu erweitern. Neben den bereits bedienten Zielen wie Boston wird die südkoreanische Metropole Seoul neu in das Portfolio der mit diesem Maschinentyp angeflogenen Destinationen aufgenommen. Insgesamt erwartet SWISS in den kommenden Jahren die Auslieferung von acht weiteren Flugzeugen dieses Modells. Die neuen Einheiten sind ein zentraler Bestandteil der Strategie, ältere und treibstoffintensive Vierstrahler vom Typ Airbus A340-300 schrittweise zu ersetzen und durch modernere Zweistrahler eine höhere betriebliche Effizienz auf der Langstrecke zu erzielen. Ein wesentliches Merkmal der neuen Flugzeuge ist das Kabinenkonzept «Swiss Senses», das neben einer neugestalteten First und Business Class auch Anpassungen in der Premium Economy und Economy Class umfasst. Das Interieur zeichnet sich durch ein überarbeitetes Beleuchtungskonzept und modernisierte Bordunterhaltungssysteme aus. Parallel zur Einflottung der A350-Serie plant das Unternehmen für das laufende Jahr den Beginn der Kabinenerneuerung bei der bestehenden Airbus-A330-Flotte. Ziel dieser Maßnahmen ist eine Vereinheitlichung

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SAS verhandelt über weitere Widebodies

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS steht vor einer weitreichenden Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung ihrer Langstreckenflotte. Wie Vorstandsvorsitzender Anko van der Werff bekannt gab, führt das Unternehmen derzeit intensive Gespräche mit den beiden weltweit führenden Flugzeugherstellern Airbus und Boeing über einen Großauftrag im Widebody-Segment. Diese Verhandlungen sind eingebettet in eine Phase der tiefgreifenden Umstrukturierung nach dem Einstieg von Air France-KLM als Anteilseigner und dem damit verbundenen Wechsel zur Luftfahrtallianz Skyteam. Ziel der Fluggesellschaft ist es, bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 eine finale Entscheidung zu treffen, um die Kapazitäten an den skandinavischen Drehkreuzen, allen voran Kopenhagen-Kastrup, signifikant zu erhöhen und die globale Konnektivität zu stärken. Die Suche nach dem optimalen Langstreckenmuster Im Zentrum der aktuellen Überlegungen steht die Frage, welcher Flugzeugtyp die spezifischen Anforderungen des skandinavischen Marktes am besten erfüllt. SAS evaluiert dabei ein breites Spektrum an Modellen. Auf der einen Seite stehen die effizienten, mittelgroßen Varianten wie der Airbus A330neo und die Boeing 787 Dreamliner-Familie. Diese Flugzeuge zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität auf Routen mit moderatem Passagieraufkommen aus und ermöglichen eine wirtschaftliche Bedienung von Sekundärmärkten, etwa in Nordamerika oder Asien. Auf der anderen Seite prüft das Management die Anschaffung größerer Kapazitäten in Form des Airbus A350 oder der Boeing 777X. Während SAS bereits den Airbus A350-900 in ihrer Flotte betreibt und dessen Leistungsmerkmale schätzt, würde eine Entscheidung für die Boeing 777X eine technologische Neuausrichtung bedeuten. Die Wahl des Flugzeugtyps wird maßgeblich davon abhängen, wie die Fluggesellschaft ihr zukünftiges Netzwerk innerhalb der Skyteam-Allianz gewichtet. Größere Maschinen eignen sich insbesondere für stark

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Latam rüstet Boeing-Flotte vollständig mit Haifischhaut-Technologie aus

Die südamerikanische Latam Airlines Group weitet den Einsatz der Aeroshark-Technologie massiv aus und wird bis zum Jahr 2027 ihre gesamte Boeing 777-300ER-Teilflotte mit dem innovativen Oberflächenfilm ausstatten. Ein kürzlich unterzeichneter Vertrag mit dem Wartungsspezialisten Lufthansa Technik umfasst die Lieferung von fünf weiteren Nachrüstsätzen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der modifizierten Maschinen des Typs Boeing 777 bei Latam auf zehn Flugzeuge. Die Fluggesellschaft gehört damit weltweit zu den Vorreitern bei der großflächigen Anwendung dieser Riblet-Filme, die den Luftwiderstand während des Fluges signifikant reduzieren. Die gemeinsam von Lufthansa Technik und BASF Coatings entwickelte Technologie imitiert die mikrostrukturelle Beschaffenheit von Haifischhaut. Die aufgebrachten Filme verfügen über winzige Rippen, sogenannte Riblets, mit einer Höhe von etwa 50 Mikrometern. Diese sind präzise am Luftstrom ausgerichtet und bedecken bei einer Boeing 777-300ER eine Fläche von rund 950 Quadratmetern, was nahezu den gesamten Rumpf sowie die Triebwerksgondeln einschließt. Umfangreiche Testreihen im täglichen Flugbetrieb bestätigten eine Treibstoffeinsparung von rund einem Prozent. Branchenberichten zufolge amortisieren sich die Investitionskosten für die Umrüstung durch die verringerten Betriebskosten bereits nach kurzer Zeit. Zusätzliche Quellen belegen, dass Lufthansa Technik das Portfolio der Aeroshark-Zulassungen kontinuierlich erweitert. Während die Technologie zunächst primär für Boeing-Modelle wie die 777F und die 747-400 zertifiziert wurde, steht für das Jahr 2026 die erste Modifikation eines Airbus-Musters, der A330ceo, bevor. Latam hatte die Technologie bereits seit Ende 2023 unter realen Bedingungen getestet, bevor die Entscheidung zur vollständigen Flottenumrüstung fiel. Die technische Umsetzung erfolgt schrittweise im Rahmen der regulären Wartungsintervalle (Maintenance, Repair and Overhaul), um die Verfügbarkeit der Flugzeuge im Liniennetz

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