Februar 11, 2026

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Februar 11, 2026

Führungswechsel am Bodensee-Airport Friedrichshafen durch Kündigung des Geschäftsführers

Der Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen, Detlef Schäfer-Carroll, hat überraschend seine Kündigung eingereicht und wird das Unternehmen zum Juni verlassen. Dieser Schritt erfolgt aus persönlichen Gründen und trifft den regionalen Verkehrsflughafen in einer sensiblen Phase der Umstrukturierung. Schäfer-Carroll war erst im Mai 2025 in die Geschäftsführung aufgerückt und war eigentlich als alleiniger Nachfolger für Claus-Dieter Wehr vorgesehen, der im Mai in den Ruhestand tritt. Durch das Ausscheiden beider Führungskräfte steht der Airport nun vor der Herausforderung, kurzfristig eine neue Spitze für das operative Geschäft und die strategische Neuausrichtung zu finden. Die Gesellschafter, zu denen maßgeblich die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis gehören, haben bereits mit der Suche nach einer geeigneten Nachfolge begonnen. Trotz des personellen Vakuums betonen Vertreter der Politik, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs fortgesetzt werden soll. Finanziell steht der Flughafen unter erheblichem Druck, da die öffentlichen Anteilseigner beschlossen haben, künftige Betriebszuschüsse einzustellen. Investitionen sollen nur noch getätigt werden, wenn eine klare wirtschaftliche Aufwärtsbewegung erkennbar ist. Das Ziel ist eine vollständige finanzielle Eigenständigkeit, um die Belastung der kommunalen Haushalte zu beenden. In operativer Hinsicht zeigt die Kurve der Passagierzahlen nach oben, wenngleich die selbstgesteckten Ziele noch nicht erreicht wurden. Mit über 250.000 Fluggästen im vergangenen Jahr konnte ein Zuwachs generiert werden, die von den politischen Gremien geforderte Marke von 295.000 Passagieren wurde jedoch verfehlt. Hoffnung setzt die Flughafenleitung auf die Rückkehr des Billigfliegers Ryanair, der ab April Verbindungen nach Mallorca und Alicante anbietet. Zudem sollen die zu Jahresbeginn aufgenommenen innerdeutschen Linienverbindungen nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf die Auslastung stabilisieren und das

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Strategische Neuausrichtung im syrischen Luftraum durch saudi-arabische Investitionen

Die Wiederbelebung des syrischen Zivilluftfahrtsektors hat im Februar 2026 eine entscheidende Wendung genommen. Durch eine weitreichende Vereinbarung zwischen dem saudi-arabischen Billigflieger flynas und den syrischen Luftfahrtbehörden soll eine neue nationale Fluggesellschaft unter dem Namen flynas Syria entstehen. Dieses Gemeinschaftsunternehmen markiert nicht nur eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Riad und Damaskus, sondern ist auch ein zentraler Baustein beim Wiederaufbau der nach Jahren des Konflikts und der Sanktionen stark beeinträchtigten Infrastruktur des Landes. Das Projekt, das unter direkter Einbindung des saudi-arabischen Investitionsministeriums koordiniert wird, sieht vor, Syrien wieder an wichtige Knotenpunkte in der Region sowie in Europa und Afrika anzubinden. Für flynas bedeutet dieser Schritt den Übergang von einem reinen ausländischen Anbieter zu einem integralen Partner am lokalen Markt, was die strategische Bedeutung der Region für die saudi-arabische Expansionspolitik unterstreicht. Struktur und rechtliche Grundlagen des Gemeinschaftsunternehmens Die Unterzeichnung des Abkommens erfolgte am 7. Februar 2026 in der syrischen Hauptstadt Damaskus. In Anwesenheit hochrangiger Regierungsvertreter, darunter der syrische Präsident Ahmad Al-Sharaa, wurden die vertraglichen Details der neuen Airline fixiert. Demnach wird flynas Syria als Joint Venture konzipiert, bei dem die syrische Generalbehörde für Zivilluftfahrt und Lufttransport mit einer Mehrheit von 51 Prozent beteiligt ist. Die saudi-arabische flynas hält die verbleibenden 49 Prozent der Anteile. Diese Mehrheitsverhältnisse entsprechen den gängigen regulatorischen Anforderungen für nationale Fluggesellschaften, sichern jedoch gleichzeitig das operative Know-how und die technologische Expertise des saudi-arabischen Partners. Sämtliche Lizenzierungs- und Regulierungsverfahren werden derzeit in enger Abstimmung zwischen den Luftfahrtbehörden beider Länder durchgeführt. Ziel ist es, eine Fluggesellschaft zu etablieren, die internationalen Sicherheits-

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Strategische „Flottenerneuerung“ der S7 Group mit russischen Tu-214-Flugzeugen

Die russische Fluggesellschaft S7 Airlines, die größte private Airline des Landes, hat eine Absichtserklärung über den Erwerb von 100 Mittelstreckenflugzeugen des Typs Tupolew Tu-214 unterzeichnet. Dieser Schritt markiert eine grundlegende strategische Neuausrichtung des Unternehmens, das bisher fast ausschließlich auf westliche Flugzeugmuster der Hersteller Airbus und Boeing setzte. Bis Ende 2026 sollen die Rahmenbedingungen in verbindliche Lieferverträge überführt werden, wobei die ersten Auslieferungen für das Jahr 2029 avisiert sind. Die Entscheidung steht im Kontext der weitreichenden Sanktionen, die den Zugang zu westlicher Luftfahrttechnologie und Ersatzteilen massiv einschränken. Das Projekt sieht eine spezifische technische Konfiguration vor, die in gemeinsamen Arbeitsgruppen mit dem Hersteller United Aircraft Corporation (UAC) erarbeitet wurde. Die Kabinen der neuen Maschinen werden auf eine Kapazität von bis zu 213 Passagieren ausgelegt. Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist die Einbindung konzerneigener Tochtergesellschaften in den Betriebszyklus: S7 Technics soll als autorisierter Partner die technische Wartung und Instandhaltung übernehmen, während S7 Training für die Qualifizierung des Flugpersonals und der Bodencrews verantwortlich zeichnet. Damit sichert sich die S7 Group eine weitgehende Unabhängigkeit bei der Betreuung der neuen Flotte. Hintergrund dieser massiven Order ist der staatliche Auftrag zur Wiederbelebung der russischen Zivilluftfahrtindustrie. Da die Wartung der bestehenden Airbus- und Boeing-Flotten aufgrund mangelnder Zertifizierungen und fehlender Originalbauteile zunehmend schwieriger wird, forciert die Regierung die Produktion heimischer Typen wie der Tu-214 und der MS-21. Die Tu-214, eine Weiterentwicklung der Tu-204, wird im Kasaner Flugzeugwerk produziert. Bisher wurde das Modell vorrangig für Regierungszwecke und spezialisierte Aufgaben genutzt, soll nun aber im Zuge der Serienfertigung verstärkt den kommerziellen

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Luftfahrtkrise in der Karibik: Kuba stellt Treibstoffverkauf an internationale Fluggesellschaften ein

Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage Kubas hat im Februar 2026 eine neue Eskalationsstufe erreicht. Aufgrund eines massiven Mangels an Kerosin sah sich die kubanische Regierung gezwungen, den Verkauf von Flugtreibstoff an ausländische Fluggesellschaften mit sofortiger Wirkung einzustellen. Diese Entscheidung, die alle internationalen Flughäfen des Inselstaates betrifft, folgt auf einen verschärften wirtschaftlichen Druck durch die Vereinigten Staaten von Amerika, die ihre Sanktionspolitik gegenüber Havanna drastisch ausgeweitet haben. Der Mangel droht nicht nur den für die Devisenbeschaffung lebensnotwendigen Tourismussektor weiter zu schwächen, sondern stellt internationale Carrier vor massive logistische und finanzielle Herausforderungen. Experten befürchten weitreichende Flugstreichungen und eine zunehmende Isolation der Insel, da viele Flugzeugtypen für die Rückflüge auf lokale Betankungen angewiesen sind. Erschöpfte Reserven und der Druck aus Washington Am 9. Februar 2026 erklärten die kubanischen Behörden offiziell, dass die nationalen Vorräte an Flugkraftstoff aufgebraucht seien. Ein konkreter Zeitplan für die Wiederaufnahme der Versorgung konnte nicht genannt werden. Auslöser für diesen Engpass ist eine verschärfte Strategie der Trump-Administration, die den Druck auf Kubas Energieversorgung gezielt erhöht hat. Das Weiße Haus deklarierte die kubanische Regierung jüngst erneut als eine ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten. Diese Einstufung ermöglicht es Washington, weitreichende wirtschaftliche Restriktionen durchzusetzen und insbesondere Drittstaaten davor zu warnen, Öl oder raffinierte Erdölprodukte an die Insel zu liefern. Besonders wirkungsvoll erwies sich die Drohung mit Strafzöllen gegen Länder, die weiterhin als Energielieferanten für Kuba auftreten. Dies führte unter anderem dazu, dass Mexiko, ein bisher verlässlicher Partner, seine Lieferungen von Rohöl und Raffinerieprodukten vorerst ausgesetzt hat. Die

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