März 9, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

März 9, 2026

Gewinnrückgang bei Brussels Airlines trotz steigender Passagierzahlen

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem bereinigten Betriebsergebnis (EBIT) von 28 Millionen Euro abgeschlossen. Dies entspricht einem massiven Rückgang von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz einer Umsatzsteigerung um 7 Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro und einer Zunahme der Passagierzahlen auf 9,1 Millionen Reisende sank die Gewinnmarge auf lediglich 1,7 Prozent. Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf eine Reihe externer Belastungsfaktoren zurück, die den operativen Betrieb erheblich störten und die Kosten pro Fluggast in die Höhe trieben. Besonders schwerwiegend wirkten sich landesweite Streiks und Kundgebungen in Belgien aus. Obwohl die Belegschaft der Airline selbst nicht die Arbeit niederlegte, zwangen gewerkschaftliche Proteste gegen Regierungsreformen das Unternehmen an sieben Tagen im Jahr zur Streichung eines Großteils seines Flugplans. Diese Ausfälle summierten sich auf einen Verlust von 15 Millionen Euro. Weitere Unregelmäßigkeiten entstanden durch Drohnensichtungen im belgischen Luftraum, Cyberangriffe auf die Infrastruktur des Flughafens Brüssel sowie allgemeine geopolitische Instabilitäten. Diese Faktoren verursachten zusätzliche Kosten von durchschnittlich mehr als vier Euro pro Passagier. Interne technische Herausforderungen belasteten die Bilanz zusätzlich. Insbesondere bei der Langstreckenflotte kam es zu ungeplanten Bodenzeiten mehrerer Flugzeuge. Um die Stabilität des Netzwerks zu gewährleisten, musste Brussels Airlines kurzfristig auf teure Wet-Lease-Abkommen zurückgreifen, bei denen Maschinen inklusive Besatzung von anderen Anbietern gemietet werden. Die Gesamtkosten für diese Flottenprobleme beliefen sich auf rund 19 Millionen Euro. Finanzchefin Nina Öwerdieck bezeichnete das Jahr als Rückschritt auf dem Weg zum angestrebten Ziel einer Gewinnmarge von 8 Prozent, hält jedoch an dieser mittelfristigen Zielsetzung fest. Für das Jahr

weiterlesen »

Delta Air Lines: Umfassender Umbau der Führungsebene eingeleitet

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat am 5. März 2026 eine weitreichende Umstrukturierung ihrer obersten Führungsebene bekannt gegeben. In einer internen Mitteilung an die Belegschaft präsentierte Vorstandsvorsitzender Ed Bastian eine Reihe von personellen Veränderungen, die sowohl Beförderungen als auch Neubesetzungen in zentralen Schlüsselpositionen umfassen. Der Umbau betrifft unter anderem die Ämter des Präsidenten, des operativen Leiters sowie des Finanzchefs und erfolgt vor dem Hintergrund des geplanten Ausscheidens eines langjährigen Veteranen des operativen Geschäfts. Ziel dieser Maßnahmen ist es laut Unternehmensangaben, die Führungsstruktur des Konzerns für künftige Wachstumsphasen zu stärken und die operative Koordination zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen zu optimieren. Durch die Bündelung von Kompetenzen und die Ernennung erfahrener Führungskräfte aus den eigenen Reihen setzt die Fluggesellschaft auf Kontinuität bei gleichzeitiger strategischer Weiterentwicklung. Die Neubesetzungen treten sukzessive in Kraft und markieren einen bedeutenden Wendepunkt in der personellen Aufstellung des in Atlanta ansässigen Luftfahrtunternehmens. Peter Carter übernimmt erweiterte Verantwortung als Präsident Ein zentraler Bestandteil der Reorganisation ist die Beförderung von Peter Carter zum Präsidenten von Delta Air Lines. Carter, der bereits seit einem Jahrzehnt in verschiedenen Führungspositionen für das Unternehmen tätig ist, behält seine bisherige Aufsicht über die Bereiche Recht und globale Politik bei, übernimmt jedoch ein deutlich erweitertes Aufgabenfeld. In seiner neuen Rolle ist er künftig für das gesamte internationale Portfolio der Fluggesellschaft, die Immobilienverwaltung sowie die Teams für Unternehmensstrategie und Diversität verantwortlich. Bastian hob in seiner Begründung hervor, dass Carter in den vergangenen Jahren maßgeblich an strategischen Initiativen beteiligt war und als wichtiger Ratgeber für die langfristige Vision des

weiterlesen »

Lufthansa Technik erzielt Rekordumsatz trotz geopolitischer Hürden

Die Lufthansa Technik AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem neuen Umsatzrekord abgeschlossen und erstmals die Marke von acht Milliarden Euro überschritten. Mit einem Gesamterlös von 8,049 Milliarden Euro verzeichnete der Weltmarktführer für flugzeugtechnische Dienstleistungen ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieses deutlichen Wachstums blieb das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) mit 603 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres stabil. Belastet wurde die Bilanz durch gestiegene Materialkosten, ungünstige Währungseffekte infolge der Dollar-Abwertung sowie durch US-Handelszölle, die die globalen Lieferketten des Konzerns beeinträchtigten. Dennoch stammt mittlerweile rund drei Viertel des Geschäfts von Kunden außerhalb des Lufthansa-Konzerns, was die starke Positionierung im freien Markt unterstreicht. Vorstandsvorsitzender Sören Stark bekräftigte angesichts der Zahlen die Wachstumsstrategie „Ambition 2030“. Das Unternehmen plant, bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts das Ergebnis jährlich um mehr als zehn Prozent zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen in den kommenden fünf Jahren über zwei Milliarden Euro investiert werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau der weltweiten Standorte in den Regionen Amerika, Asien-Pazifik und Europa. In Hamburg entstehen derzeit neue Werkstätten für Triebwerks- und Komponenten-Services, während in Portugal ein neues Werk für bis zu 700 Mitarbeiter errichtet wird. Auch in Nordamerika expandiert das Unternehmen mit einem neuen Triebwerkszentrum im kanadischen Calgary sowie dem Ausbau der Kapazitäten im US-amerikanischen Tulsa. Parallel zum zivilen Wartungsgeschäft konnte Lufthansa Technik bedeutende Erfolge im Verteidigungssektor verbuchen. Unter der Sparte „Lufthansa Technik Defense“ wurden wichtige Verträge für die Systemintegration des Aufklärungsflugzeugs PEGASUS sowie die Betreuung der P-8A Poseidon-Seefernaufklärer der Deutschen Marine

weiterlesen »