März 18, 2026

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März 18, 2026

Wizz Air verbindet Dortmund ab Oktober 2026 täglich mit Mailand

Die Fluggesellschaft Wizz Air erweitert ihr Angebot am Flughafen Dortmund um eine tägliche Direktverbindung nach Italien. Ab dem 25. Oktober 2026 bedient der ungarische Billigflieger die Strecke zum Flughafen Mailand-Malpensa (MXP). Damit kehrt Italien nach einer Unterbrechung als Ziel auf den Dortmunder Flugplan zurück. Die Flugzeit für die Strecke in die lombardische Metropole wird mit unter zwei Stunden angegeben. Die Entscheidung für die Aufnahme der Verbindung unterstreicht die Strategie der Airline, das bisher stark osteuropäisch geprägte Streckennetz in Dortmund zunehmend um südeuropäische Destinationen zu ergänzen. Die neue Flugverbindung zielt sowohl auf den Städte- und Geschäftstourismus als auch auf Reisende mit Zielen in der umliegenden Region ab. Mailand fungiert als zentrales Finanz- und Modezentrum Italiens und bietet mit Sehenswürdigkeiten wie dem Mailänder Dom, dem Opernhaus Teatro alla Scala und dem Giuseppe-Meazza-Stadion Anziehungspunkte für unterschiedliche Zielgruppen. Durch die Lage des Flughafens Malpensa im Nordwesten der Region sind zudem touristische Schwerpunkte wie der Comer See, der Lago Maggiore und die Alpenregionen für Winter- und Sommersportler schnell erreichbar. Auch die Grenznähe zur Schweiz erhöht die logistische Bedeutung der Verbindung für das Einzugsgebiet des Ruhrgebiets. Branchenanalysen zeigen, dass Wizz Air mit diesem Schritt den Wettbewerb im Low-Cost-Segment ab Nordrhein-Westfalen weiter intensiviert. Während der Flughafen Dortmund in der Vergangenheit primär als Drehkreuz für Arbeitsmigration und Familienbesuche Richtung Osteuropa fungierte, setzt das Management nun verstärkt auf klassische Urlaubs- und Kurzreisenmärkte. Guido Miletic, Leiter Marketing & Sales am Dortmund Airport, sieht in der täglichen Frequenz eine notwendige Aufwertung für das lokale Angebot. Die Airline setzt auf dieser Route

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Konfrontation im Cockpit: Eurowings-Piloten machen den Weg für Arbeitsniederlegungen frei

Die ohnehin angespannte Situation im deutschen Luftverkehr erfährt eine weitere Zuspitzung. Nachdem bereits die Kernmarke Lufthansa und die Regionaltochter Cityline von massiven Arbeitsniederlegungen betroffen waren, rückt nun der Ferienflieger Eurowings in das Zentrum des Tarifkonflikts. In einer richtungsweisenden Urabstimmung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich die Pilotinnen und Piloten mit überwältigender Mehrheit für einen Streik ausgesprochen. Ganze 94 Prozent der Teilnehmer stimmten für einen Arbeitskampf, wobei die Beteiligungsquote bei beachtlichen 82 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder lag. Damit verfügt die Gewerkschaft über ein massives Mandat, um ihre Forderungen in Bezug auf die betriebliche Altersversorgung durchzusetzen. Obwohl noch kein konkreter Zeitpunkt für den Beginn der Maßnahmen feststeht, sorgt die Ankündigung bereits für Unruhe unter Reisenden und innerhalb der Branche. Die Fronten zwischen der Unternehmensleitung in Köln und der Arbeitnehmervertretung scheinen verhärtet, auch wenn beide Seiten offiziell ihre Bereitschaft zu weiteren Gesprächen bekunden. Der Konflikt verdeutlicht die strukturellen Spannungen innerhalb des Lufthansa-Konzerns, der nach der Bewältigung der Pandemiefolgen nun mit einer Welle von Forderungen konfrontiert wird. Ursachen und Hintergründe des Tarifstreits Im Kern der Auseinandersetzung bei Eurowings steht, wie zuvor bei der Muttergesellschaft, das komplexe System der betrieblichen Altersvorsorge. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert eine signifikante Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge, um die Absicherung der Cockpit-Besatzungen nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst zu verbessern. Die Verhandlungen über dieses Thema waren Anfang des Monats offiziell für gescheitert erklärt worden. Nach Darstellung der Gewerkschaft habe die Arbeitgeberseite jede tatsächliche Volumenerhöhung der Beiträge kategorisch abgelehnt. Stattdessen sei lediglich eine Umverteilung innerhalb des bestehenden Systems angeboten worden, was

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Lufthansa erhält Zertifizierung für Allegris-Kabine in der Boeing 787-9

Die Deutsche Lufthansa hat einen entscheidenden Meilenstein bei der Einführung ihres neuen Kabinenkonzepts „Allegris“ erreicht. Seit dem 15. März 2026 verfügt die Fluggesellschaft über die behördliche Zertifizierung für 25 Business-Class-Sitze an Bord der Boeing 787-9. Den Auftakt machte die Maschine mit der Kennung D-ABPM auf der Strecke von Frankfurt nach Toronto. Die weiteren acht Flugzeuge dieses Typs, die bereits mit der neuen Ausstattung versehen sind, werden laut Unternehmensangaben bis spätestens Mitte der Woche in den regulären Flugbetrieb integriert. Damit reagiert der Konzern auf die hohe Nachfrage nach dem modernisierten Bordprodukt, das nach umfangreichen Testphasen nun für den regulären Verkauf freigegeben wurde. Mit dem bevorstehenden Wechsel auf den Sommerflugplan am 29. März 2026 weitet Lufthansa den Einsatz des Dreamliners mit Allegris-Konfiguration massiv aus. Zu den Zielorten ab Frankfurt gehören dann Metropolen wie Shanghai, Kapstadt und Hongkong sowie bestehende Verbindungen nach Bogota und Austin. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen ab Juni auch die US-Drehkreuze New York JFK und Los Angeles sowie ab Juli die indische Hauptstadt Delhi bedient werden. Bis Ende 2027 plant die Fluggesellschaft, insgesamt 29 Maschinen des Typs Boeing 787-9 in Dienst zu stellen, um die Langstreckenflotte technologisch zu modernisieren und die Produktkonsistenz auf globalen Routen zu erhöhen. Reisende haben ab sofort die Möglichkeit, bei der Buchung gezielt zwischen verschiedenen Sitzkategorien innerhalb der Business Class zu wählen. Während der „Classic Seat“ ohne zusätzliche Gebühren reserviert werden kann, führt Lufthansa für Sitze mit besonderem Komfortmerkmalen ein Aufpreismodell ein. Dazu zählen unter anderem Suiten mit höherer Privatsphäre, Plätze mit erweitertem Stauraum

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Flynas vermeldet Rekordzahlen und Expansionserfolge für das Geschäftsjahr 2025

Die saudi-arabische Billigfluggesellschaft Flynas hat ihre operativen und finanziellen Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das gesamte Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und dabei eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Trotz erheblicher externer Herausforderungen, darunter Engpässe bei der Verfügbarkeit von Flugzeugen und regionale Instabilitäten, konnte das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen. Mit einem Anstieg der Passagierzahlen auf 15,8 Millionen im Gesamtjahr und einer deutlichen Verbesserung der Gewinnmargen festigt die Airline ihre Position als einer der führenden Low-Cost-Carrier im Nahen Osten und Nordafrika. Besonders hervorzuheben ist der strategische Umbau der Finanzierungsstruktur, der zu einer signifikanten Reduzierung der Nettoverschuldung und einer gestärkten Liquiditätsposition geführt hat. Während das Marktumfeld durch den seit Februar 2026 schwelenden Regionalkonflikt angespannt bleibt, setzt die Führung von Flynas auf operative Flexibilität und eine effiziente Skalierung der Kapazitäten, um die steigende Nachfrage nach erschwinglichen Flugreisen im Königreich und darüber hinaus zu bedienen. Operative Kennzahlen und Flottenwachstum im Detail Das Jahr 2025 markierte für Flynas einen Zeitraum intensiver Expansion. Die Fluggesellschaft weitete ihr Netzwerk auf insgesamt 156 Routen und 80 Destinationen in 38 Ländern aus. Dies entsprach dem Eintritt in neun neue Ländermärkte und der Einführung von 25 neuen Flugverbindungen. Um dieses Wachstum logistisch abzubilden, wurde die Flotte auf 71 Flugzeuge vergrößert. Die Passagierkapazität stieg im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent, wobei insbesondere das vierte Quartal mit einem Zuwachs von 13 Prozent auf 4,3 Millionen Fluggäste herausstach. Trotz der massiven Ausweitung des Angebots gelang es der Airline, den durchschnittlichen Auslastungsgrad ihrer Maschinen stabil über der Marke von 85 Prozent zu halten. Ein

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Dänemark forciert Austern-Tourismus als kulinarisches Standbein

Obwohl dänische Spezialitäten wie Smørrebrød oder Hotdogs bei deutschen Urlaubern fest etabliert sind, fristet die Auster als dänisches Exportgut in der Wahrnehmung der Touristen bisher ein Nischendasein. Eine aktuelle Umfrage vom Dezember 2025 belegt, dass lediglich 4 Prozent der Deutschen die salzige Delikatesse mit dem skandinavischen Nachbarland verbinden. Um dieses Marktsegment zu erschließen, setzt die dänische Tourismusbranche verstärkt auf sogenannte Austern-Safaris in der Nordsee und am Limfjord. Diese geführten Touren kombinieren Fachwissen mit aktivem Sammeln im Watt und zielen darauf ab, das exklusive Image der Auster für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Die Verfügbarkeit sowohl der einheimischen europäischen Auster als auch der weit verbreiteten pazifischen Variante ermöglicht dabei eine ganzjährige Bewirtschaftung der Bestände. Die historische Bedeutung der Auster in Dänemark reicht weit über die moderne Gastronomie hinaus. Archäologische Funde belegen, dass Schalentiere bereits um 4000 v. Chr. ein fester Bestandteil der Nahrung lokaler Siedler waren. Heute wird diese Tradition durch spezialisierte Akteure wie Jesper Voss, bekannt als „Oyster King“, professionalisiert. Voss, der seine Karriere in der Personalberatung für das Leben als Austernexperte aufgab, leitet Workshops und Safaris auf den Inseln Fanø, Rømø und Mandø. Das Zentrum dieser Entwicklung bildet die Stadt Nykøbing Mors am Limfjord, die sich mittlerweile als dänische Schalentierhauptstadt positioniert hat. Dort werden durch Veranstaltungen wie die Austern- und Muschelpremiere gezielt Anreize für Kulinarik-Reisende geschaffen, die Qualität der lokalen Bestände vor Ort zu prüfen. Ein operativer Höhepunkt der Saison 2026 ist das Austernfestival in Ribe, der ältesten Stadt Dänemarks, das am 21. März stattfindet. Das Programm umfasst

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Luftverkehr in der Krise: US-Fluggesellschaften fordern sofortiges Ende des Regierungsstillstands

Die US-amerikanische Luftfahrtbranche sieht sich mit einer eskalierenden Krise konfrontiert, da der seit dem 14. Februar 2026 andauernde teilweise Regierungsstillstand den Betrieb an über 400 Flughäfen landesweit massiv beeinträchtigt. In einem beispiellosen gemeinsamen Vorstoß haben die Vorstandsvorsitzenden der führenden Fluggesellschaften, darunter Delta Air Lines, United Airlines, Southwest Airlines, JetBlue und Alaska Airlines, einen offenen Brief an den Kongress gerichtet. Darin fordern sie ein sofortiges Ende der Haushaltsblockade, um die nationale Sicherheit und die Stabilität des Luftverkehrs zu gewährleisten. Im Zentrum der Besorgnis stehen die rund 50.000 Beamten der Transportsicherheitsbehörde TSA, die seit fast einem Monat ohne reguläre Gehaltszahlungen ihren Dienst verrichten. Die personellen Engpässe an den Sicherheitskontrollen führen bereits jetzt zu massiven Verzögerungen, die teilweise bis auf die Gehwege vor den Terminals zurückreichen. Während das Passagieraufkommen im Vorfeld der Frühjahrsferien auf rekordverdächtige 171 Millionen Reisende zusteuert, warnen Branchenexperten vor einem drohenden Kollaps des Systems, sollte die politische Einigung im Streit um Einwanderungsfragen und Grenzsicherung weiter ausbleiben. Personalnotstand an den Sicherheitskontrollen Die Auswirkungen des sogenannten Shutdowns sind für Reisende an den großen Drehkreuzen unmittelbar spürbar. Da viele TSA-Mitarbeiter aufgrund der ausbleibenden Gehälter mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten kämpfen, verzeichnen die Flughäfen eine sprunghafte Zunahme von krankheitsbedingten Fehlzeiten. Viele Beamte sind schlichtweg nicht mehr in der Lage, die Fahrtkosten zum Dienst aufzubringen, oder sehen sich gezwungen, kurzfristig Nebentätigkeiten aufzunehmen, um ihre täglichen Lebenshaltungskosten zu decken. Berichten zufolge haben bereits mehr als 300 Sicherheitskräfte ihre Stellen gekündigt, um in stabilere Beschäftigungsverhältnisse zu wechseln. An Flughäfen wie Houston Hobby, Austin-Bergstrom und Philadelphia International kam es

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DDSG Blue Danube startet Linienbetrieb zur Marillenblüte in der Wachau

Die DDSG Blue Danube nimmt am 28. März 2026 ihren regulären Linienbetrieb in der UNESCO-Welterberegion Wachau wieder auf. Pünktlich zum Einsetzen der Marillenblüte, bei der rund 100.000 Bäume die Donaulandschaft prägen, setzt die Reederei ihre Flottenmitglieder MS Dürnstein, MS Wachau und MS Austria ein. Geschäftsführer Wolfgang Fischer und Flottenkommandant Johannes Kammerer bestätigten den Abschluss intensiver Wartungs- und Modernisierungsarbeiten während der Wintermonate. Die Schiffe verkehren mehrmals täglich zwischen den Hauptstationen Krems und Melk, wobei Zwischenstopps in Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz eine flexible Reiseplanung ermöglichen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Schifffahrt für den niederösterreichischen Tourismus zeigt sich insbesondere in der Kopplung mit regionalen Großereignissen. Parallel zum Saisonauftakt auf der Donau findet Ende März und Anfang April der Marillenblütemarkt in Krems statt. Zudem wird die Region durch das „wachau GOURMETfestival“ belebt, bei dem internationale Gastköche und lokale Winzer kooperieren. Die DDSG Blue Danube, die sich im gemeinsamen Eigentum der Wien Holding und des Verkehrsbüros befindet, nutzt diese Synergien, um jährlich über 300.000 Passagiere auf ihren insgesamt neun Schiffen zu befördern. Ab dem 25. April 2026 wechselt die Reederei in den vollständigen Sommerbetrieb. Dann werden drei Schiffe im täglichen Rotationsprinzip eingesetzt, um die hohe Nachfrage in der Hochsaison abzudecken. Die Preisgestaltung für die Linienfahrten bleibt stabil: Eine einfache Fahrt zwischen Krems und Melk wird für 40 Euro angeboten, während die kombinierte Hin- und Rückfahrt für 49 Euro erhältlich ist. Ergänzt wird das Angebot durch Bordgastronomie, die sich auf regionale Spezialitäten und Weine aus den umliegenden Anbaugebieten konzentriert. Hintergrund der stabilen Marktposition der DDSG ist ihre

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Finanzielle Belastungen und Passagierschwund: Die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bahn im Fernverkehr

Die Deutsche Bahn sieht sich im Bereich des Fernverkehrs weiterhin mit massiven wirtschaftlichen und operativen Herausforderungen konfrontiert. Trotz eines Rückgangs der ausgezahlten Entschädigungssummen für Verspätungen im Vergleich zum Vorjahr verbleiben die Kosten für Fahrgastrechte auf einem historisch hohen Niveau. Im vergangenen Geschäftsjahr schüttete der Konzern insgesamt 156,1 Millionen Euro an entschädigungsberechtigte Kunden aus – eine Summe, die zwar unter dem Rekordwert des Vorjahres liegt, aber noch immer das Dreifache des Niveaus aus dem Jahr 2019 erreicht. Fernverkehrsvorstand Michael Peterson führt diese Entwicklung unter anderem auf die hohe Zahl an Baustellen und technischen Störungen im Schienennetz zurück. Gleichzeitig kämpft die Sparte mit einer sinkenden Auslastung ihrer Züge, die maßgeblich durch die Einführung des Deutschlandtickets und veränderte Reisegewohnheiten beeinflusst wird. Während die Auslastung vor der globalen Pandemie bei 56 Prozent lag, stagniert sie aktuell bei durchschnittlich 48 Prozent. Zusätzliche Belastungen durch gestiegene Trassenpreise und eine gekürzte staatliche Förderung zwingen das Unternehmen zu weitreichenden Optimierungsmaßnahmen, um die Bilanz des Gesamtkonzerns nicht weiter zu gefährden. Hohe Entschädigungszahlungen als dauerhafter Kostenfaktor Der Rückgang der Entschädigungszahlungen um rund 41 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr wird innerhalb der Konzernführung primär auf das Ausbleiben großer Streikereignisse zurückgeführt. Dennoch stellen 156,1 Millionen Euro eine erhebliche finanzielle Last dar, die direkt vom operativen Ergebnis abgezogen werden muss. Die Tatsache, dass sich diese Zahlungen seit 2019 verdreifacht haben, verdeutlicht die strukturellen Probleme bei der Pünktlichkeit im deutschen Schienennetz. Jeder Fahrgast, der sein Ziel mit einer Verspätung von mehr als 60 Minuten erreicht, hat Anspruch auf eine teilweise Erstattung des Fahrpreises.

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FACC investiert 120 Millionen Euro in neues Hightech-Werk in Oberösterreich

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat weitreichende Ausbaupläne für seinen Standort in St. Martin im Innkreis bekannt gegeben. Mit einer Investitionssumme von rund 120 Millionen Euro wird ein neues Werk für großflächige Strukturbauteile errichtet, welches die bisherigen Fertigungskapazitäten in diesem Bereich verdoppeln soll. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern entstehen hochmoderne Produktionsanlagen, die speziell auf die Herstellung von Höhen- und Seitenrudern für internationale Passagierflugzeuge ausgerichtet sind. Der Baubeginn ist für Ende 2026 angesetzt, wobei die Inbetriebnahme bereits für Mitte 2028 geplant ist. Bis zum Erreichen der Vollausbaustufe Ende 2029 sollen durch dieses Projekt bis zu 300 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Das Vorhaben ist Teil einer umfassenden Konzernstrategie, die bis zum Jahr 2030 Gesamtinvestitionen in Höhe von 350 Millionen Euro in neue Technologien und weltweite Standorterweiterungen vorsieht. Ein wesentlicher Bestandteil des neuen Werks in St. Martin ist ein dedizierter Forschungsbereich. Hier sollen Fertigungsprozesse für die nächste Generation von Verkehrsflugzeugen entwickelt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber globalen Konkurrenten langfristig zu sichern. CEO Robert Machtlinger betont, dass die Entscheidung für Oberösterreich maßgeblich durch die vorhandene Infrastruktur im Bereich Forschung und Entwicklung sowie die hohe Qualifikation der lokalen Fachkräfte beeinflusst wurde. Um im internationalen Wettbewerb und angesichts des hohen Lohnniveaus in Österreich bestehen zu können, setzt FACC auf eine End-to-End-Fertigung mit einem extrem hohen Automatisierungsgrad. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und robotergestützten Systemen soll die Effizienz der Abläufe massiv steigern. Diese technologische Aufrüstung gilt als entscheidender Faktor, um die steigenden Fertigungsraten der großen Flugzeughersteller bedienen zu können. Durch die direkte Anbindung an

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