
Reisemedizinische Beratung vor Fernreisen angesichts steigender Infektionszahlen unerlässlich
Die Gesundheitsrisiken auf Fernreisen nehmen durch die globale Ausbreitung mückengebundener Infektionskrankheiten deutlich zu. Aktuelle Daten der Pan American Health Organization (PAHO) für das Frühjahr 2026 belegen eine besorgniserregende Entwicklung in Südamerika: Allein in den ersten Monaten des Jahres wurden bereits über 422.000 Verdachtsfälle von Dengue-Fieber registriert. Reisemediziner betonen, dass eine reine Internetrecherche oft nicht ausreicht, um das individuelle Risiko zu bewerten. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die persönliche Anamnese, da Vorerkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente, etwa gegen Rheuma, den Einsatz von Lebendimpfstoffen ausschließen können und alternative Schutzstrategien erfordern. Ein besonderer Fokus der Experten liegt derzeit auf der Ausbreitung von Chikungunya und Dengue, die längst nicht mehr auf tropische Regionen beschränkt sind. Die asiatische Tigermücke hat sich mittlerweile in Teilen Europas festgesetzt. Im Jahr 2025 wurden in Frankreich knapp 800 und in Italien knapp 400 Chikungunya-Fälle gemeldet. Eine aktuelle Studie im „Journal of the Royal Society Interface“ vom Februar 2026 belegt zudem, dass die Übertragbarkeit des Chikungunya-Erregers bei niedrigeren Temperaturen effizienter erfolgt als bisher angenommen. Dies erhöht das Risiko für Reisende innerhalb Europas sowie in beliebten Destinationen wie den Malediven oder Indien, wo das Bewusstsein für solche Infektionen oft geringer ausgeprägt ist. Neben dem Schutz vor exotischen Erregern weisen Mediziner wie Dr. Erich Pawelka von der Klinik Favoriten darauf hin, dass die Basis für jede Reise ein aktueller Impfstatus gemäß dem nationalen Impfplan ist. Viele Reisende vernachlässigen Auffrischungen für Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Polio, die mittlerweile alle fünf statt alle zehn Jahre empfohlen werden. Auch die Japanische Enzephalitis, die mittlerweile





