
Rekrutierungsoffensive bei der österreichischen Flugsicherung Austro Control
Die österreichische Flugsicherungsgesellschaft Austro Control verstärkt ihre Bemühungen zur Gewinnung neuer Nachwuchskräfte für den Fluglotsendienst. Angesichts des prognostizierten Anstiegs der Flugbewegungen im europäischen Luftraum und des anstehenden Generationswechsels in den Kontrollzentralen hat das Unternehmen einen virtuellen Informationstag für den 18. Mai 2026 angekündigt. Fluglotsen tragen die Verantwortung für die Sicherheit an den internationalen Verkehrsflughäfen sowie in der Überflugskontrolle über dem gesamten Staatsgebiet. Die Tätigkeit umfasst die Freigabe von Starts und Landungen sowie die präzise Koordination von Flugrouten und Höhenstaffelungen, um eine reibungslose Abwicklung des Verkehrsflusses zu gewährleisten. Der Schwerpunkt der aktuellen Kampagne liegt auf der gezielten Ansprache von Absolventen mit Reifeprüfung, die über spezifische kognitive Fähigkeiten verfügen. Zu den Kernanforderungen gehören ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen, Teamfähigkeit und eine überdurchschnittliche psychische Belastbarkeit in Stresssituationen. Die Ausbildung findet über einen Zeitraum von etwa drei Jahren im Wiener Ausbildungszentrum statt und wird bereits ab dem ersten Tag vergütet. Nach erfolgreichem Abschluss werden die Fachkräfte an Standorten wie Wien-Schwechat sowie an den Bundesländerflughäfen in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg eingesetzt. Besonders hervorgehoben wird dabei die Initiative „Women Rule the Sky“, mit der Austro Control den Frauenanteil in der bisher männlich dominierten Flugsicherung deutlich erhöhen möchte. Der Weg in den Kontrollturm führt über ein anspruchsvolles, mehrstufiges Selektionsverfahren. Bewerber müssen sich nach der Erstauswahl einem intensiven Assessment-Center unterziehen, das die fachliche und persönliche Eignung prüft. Zudem ist ein positiver fliegerärztlicher Tauglichkeitsnachweis, der sogenannte Medical-Check, eine zwingende Voraussetzung für den Ausbildungsbeginn. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Anforderungen an das Personal durch die fortschreitende Digitalisierung der

