Mai 20, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Mai 20, 2026

Gewinnrückgang am Flughafen Athen trotz steigender Passagierzahlen im ersten Quartal 2026

Der internationale Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen deutlichen Rückgang des Nettogewinns um 27,9 Prozent auf 18,9 Millionen Euro gemeldet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich das Ergebnis noch auf 26,2 Millionen Euro. Auch der Gesamtumsatz der Betreibergesellschaft sank um 5,7 Prozent auf 117,9 Millionen Euro. Diese Entwicklung steht in direktem Kontrast zum physischen Verkehrsaufkommen am größten griechischen Luftverkehrsknotenpunkt: Die Passagierzahlen kletterten im selben Zeitraum von 5,8 Millionen auf 6,3 Millionen Reisende, was insbesondere auf ein starkes Wachstum in den ersten beiden Monaten des Jahres zurückzuführen ist. Ausschlaggebend für die finanzielle Diskrepanz zwischen steigendem Verkehrsaufkommen und sinkenden Erträgen war ein umfassendes Rabattprogramm für Fluggesellschaften. Von Oktober 2025 bis April 2026 gewährte der Flughafen einen Nachlass von 30 Prozent auf die Passagier-Terminal-Gebühren, um die Attraktivität des Standorts in der Nebensaison zu steigern und das Streckennetz zu stabilisieren. Zusätzlich wirkten sich regulatorische Preisanpassungen sowie gestiegene Betriebskosten belastend auf die Bilanz aus. Experten weisen darauf hin, dass solche Anreizsysteme zwar die Auslastung fördern, kurzfristig jedoch die Margen der börsennotierten Betreibergesellschaft schmälern können. Trotz des gedämpften Quartalsergebnisses hält das Management an der Jahresprognose für 2026 fest. Man erwartet für das Gesamtjahr ein Passagierwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Diese Zuversicht gründet auf der anhaltend hohen Nachfrage im Tourismussektor und der strategischen Position Athens als Drehkreuz zwischen Europa und dem Nahen Osten. Dennoch bleibt die geopolitische Lage ein Unsicherheitsfaktor. Die anhaltenden Spannungen und Konflikte in der Nahost-Region könnten die Flugpläne einiger Partnerairlines beeinflussen, wobei der Flughafen bisher eine hohe

weiterlesen »

Ägäis: Neue Flugverbindungen ab Wien erschließen Chios und Lemnos

Die österreichische Reisebranche bereitet sich auf eine Sommersaison 2026 vor, in der die Nachfrage nach Nischenzielen und authentischen Reiseerlebnissen deutlich zunimmt. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die Expansion des Reiseveranstalters Springer Reisen, der sein Portfolio um die nordägäischen Inseln Chios und Lemnos erweitert. Ab Mai beziehungsweise Juni 2026 werden neue Flugverbindungen ab Wien etabliert, um Reisenden den Zugang zu Regionen zu ermöglichen, die bisher weitgehend vom internationalen Massentourismus unberührt geblieben sind. Während Chios durch seine weltweit einzigartige Mastix-Produktion und mittelalterliche Architektur besticht, positioniert sich Lemnos als Refugium für Urlauber, die vulkanische Landschaften und traditionelle griechische Lebensart schätzen. Diese strategische Entscheidung spiegelt einen breiteren Markttrend wider, bei dem etablierte Veranstalter verstärkt auf Destinationen setzen, die durch eine ruhige Atmosphäre und eine tiefe Verwurzelung in der regionalen Geschichte überzeugen. Die Flugpläne für 2026 sehen sowohl Kooperationen mit der griechischen Fluggesellschaft Sky Express als auch Charterkapazitäten von Austrian Airlines vor, um eine effiziente Anbindung an den Flughafen Wien-Schwechat zu gewährleisten. Kulturhistorische Einzigartigkeit und wirtschaftliche Tradition auf Chios Chios, die fünftgrößte Insel Griechenlands, nimmt innerhalb der Ägäis eine Sonderstellung ein, die weit über das klassische Bild einer Urlaubsinsel hinausgeht. Geografisch nahe der türkischen Küste gelegen, ist die Insel geprägt von einer landschaftlichen Diversität, die von dichten Nadelwäldern im Norden bis hin zu den fruchtbaren Ebenen des Kampos im Zentrum reicht. Ein zentrales Element der Identität von Chios ist jedoch der Süden, die Region der Mastix-Dörfer (Mastihochoris). Hier wird seit der Antike das Harz des Mastixstrauches gewonnen, ein Produkt, das aufgrund seiner Seltenheit und vielfältigen

weiterlesen »

Operatives Chaos am Flughafen Schiphol durch Umstellung der Sicherheitsdienste

Massive Verzögerungen und chaotische Szenen prägten am Montag den Betrieb am Amsterdamer Flughafen Schiphol. Von insgesamt 679 geplanten Abflügen verspäteten sich 279 Maschinen erheblich, da Passagiere aufgrund extrem langer Warteschlangen vor den Sicherheitskontrollen ihre Gates nicht rechtzeitig erreichten. Berichte von Reisenden schildern eine angespannte Atmosphäre bis hin zu Panikreaktionen unter den Fluggästen. Um eine Überfüllung der Terminals zu verhindern, mussten zeitweise sogar Zugangstore gesperrt werden. In den Abflughallen staute sich der Personenverkehr bis weit in die Check-in-Bereiche zurück, während die Flughafenverwaltung versuchte, die Situation durch den Einsatz von zusätzlichem Büropersonal und die Verteilung von Wasser zu stabilisieren. Hintergrund der Störungen ist eine tiefgreifende Umstrukturierung des Sicherheitswesens am niederländischen Drehkreuz. Mit Wochenbeginn wurde die Anzahl der Sicherheitsdienstleister von fünf auf drei reduziert. Rund 4.000 Mitarbeiter wechselten im Zuge dieser Neuordnung den Arbeitgeber. Die neuen Sicherheitsfirmen, an denen Schiphol teilweise selbst beteiligt ist, operieren im Rahmen eines auf zehn Jahre angelegten Vertrags mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro. Ziel dieses Wechsels war es eigentlich, dem Flughafen mehr operative Kontrolle zu geben und personelle Engpässe, wie sie im Sommer 2022 auftraten, künftig zu vermeiden. Am Tag der Umstellung waren jedoch in einigen Hallen weniger als die Hälfte der Kontrollspuren besetzt, was auf erhebliche Anlaufschwierigkeiten bei Dienstplänen und Arbeitsabläufen hindeutet. Zusätzlich verschärft wurde die Lage durch die Einführung des neuen europäischen Ein- und Ausreisesystems (EES) für Transitpassagiere aus Nicht-Schengen-Staaten. Das System erfordert eine biometrische Registrierung, was zu weiteren Zeitverzögerungen bei Umsteigevorgängen führt. Gewerkschaften wie die FNV hatten bereits im Vorfeld vor einer möglichen

weiterlesen »

Langwierige Abwicklung der FTI-Insolvenz: Reisebüros und Kunden kämpfen weiterhin um Erstattungen

Knapp zwei Jahre nach dem Zusammenbruch des Münchner Reisekonzerns FTI Touristik im Juni 2024 ist die juristische und finanzielle Aufarbeitung der Insolvenz noch immer nicht abgeschlossen. Während die Mehrheit der betroffenen Urlauber bereits entschädigt wurde, verbleibt eine signifikante Anzahl an Fällen im Prüfverfahren des Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF). Besonders die Einstufung von sogenannten Bausteinreisen sorgt für rechtliche Auseinandersetzungen zwischen dem Sicherungsfonds, Reisebüros und Rechtsanwälten. Für die stationären Reisebüros bedeutet die schleppende Bearbeitung nicht nur einen erheblichen administrativen Mehraufwand, sondern auch eine Belastung der Kundenbeziehung, da viele Reisende trotz bestehender Absicherung weiterhin auf die Rückzahlung ihrer angezahlten Gelder warten. Die Kritik richtet sich dabei vor allem gegen die strengen Ablehnungskriterien des DRSF bei kombinierten Reiseleistungen, die nach Ansicht von Experten nicht immer im Einklang mit der geltenden Rechtsprechung zur Pauschalreise stehen. Die Rolle des Deutschen Reisesicherungsfonds in der Kritik Der Deutsche Reisesicherungsfonds wurde nach der Pleite von Thomas Cook ins Leben gerufen, um künftige Großinsolvenzen der Reisebranche ohne staatliche Soforthilfe abzufedern. Im Falle von FTI steht der Fonds vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Laut offiziellen Angaben des DRSF bewegt sich die Ablehnungsquote der Erstattungsanträge im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Dennoch summieren sich diese Fälle bei einem Konzern der Größe von FTI auf hunderte, wenn nicht tausende Einzelschicksale. Reisebüroinhaber wie Aron Stiefvater aus Weil am Rhein berichten, dass etwa zehn Prozent ihrer betroffenen Buchungen auch nach fast zwei Jahren noch immer in Bearbeitung sind oder mit schwer nachvollziehbaren Begründungen abgelehnt wurden. Für die Reisevermittler ist dies eine prekäre Situation. Da sie oft als erster

weiterlesen »

Widerstand der niederländischen Reisebranche gegen geplante Erhöhung der Luftverkehrsteuer

In den Niederlanden wächst der Widerstand gegen die Regierungspläne, die Luftverkehrsteuer bis zum Jahr 2027 massiv anzuheben. Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 1.000 Einwohnern belegt eine tiefe Besorgnis in der Bevölkerung: Zwei Drittel der Befragten befürchten, dass Flugreisen durch die steuerliche Belastung für Durchschnittsverdiener unerschwinglich werden könnten. Rund 71 Prozent der Teilnehmer sprachen sich zudem dafür aus, dass das Fliegen auch für Haushalte mit geringerem Einkommen zugänglich bleiben müsse. Als Reaktion auf diese Entwicklung hat der niederländische Reiseverband ANVR gemeinsam mit den Fluggesellschaften KLM, Transavia, TUI und Corendon die Kampagne „gelijkevliegtaks.eu“ ins Leben gerufen, um gegen die drohende Spitzenposition der Niederlande im europäischen Steuervergleich zu protestieren. Die Branchentreter warnen davor, dass die Abgaben auf Langstreckentickets von derzeit etwa 30 Euro auf bis zu 72 Euro pro Passagier steigen könnten, was einer Erhöhung von rund 140 Prozent entspricht. Frank Radstake, Direktor des ANVR, kritisiert die Pläne als unverhältnismäßige Belastung für niederländische Reisende im Vergleich zu den Nachbarstaaten. Beispielrechnungen der Allianz verdeutlichen das Gefälle: Eine vierköpfige Familie, die von den Niederlanden in die Türkei fliegt, müsste ab 2027 allein für die Luftverkehrsteuer über 190 Euro aufwenden. Bei einem Abflug von einem belgischen Flughafen läge die vergleichbare Belastung lediglich bei etwa 40 Euro. Dieser massive Preisunterschied gefährdet aus Sicht der Industrie die Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Luftverkehrsstandorts. KLM-Chefin Marjan Rintel warnt zudem vor gravierenden strukturellen Folgen für den Sektor. Durch die einseitige nationale Steuererhöhung bestehe das Risiko eines massiven Abwanderns von Passagieren zu grenznahen Flughäfen in Deutschland oder Belgien, etwa nach Düsseldorf oder

weiterlesen »

Juristische Auseinandersetzung um Entschädigungszahlungen: Schwere Vorwürfe gegen Westjet

Die kanadische Luftfahrtindustrie steht im Fokus einer intensiven Debatte über Passagierrechte und die Auslegung nationaler Schutzvorschriften. Die Fluggesellschaft Westjet mit Sitz in Calgary sieht sich mit schwerwiegenden Anschuldigungen konfrontiert, wonach sie gezielt betriebliche Abläufe manipuliert haben soll, um Entschädigungszahlungen an Fluggäste zu vermeiden. Passagiere werfen dem Unternehmen vor, kurz vor Abflug Flugzeugtausche vorgenommen zu haben, bei denen Maschinen zugewiesen wurden, die sich bereits in der Wartung befanden oder aufgrund technischer Mängel bekanntermaßen nicht einsatzfähig waren. Da die kanadischen Passagierschutzvorschriften bei sicherheitsrelevanten Wartungsarbeiten keine Entschädigungspflicht vorsehen, steht der Verdacht im Raum, dass Westjet diese Regelung als Schlupfloch nutzt. Die nationale Regulierungsbehörde hat bereits eine Untersuchung eingeleitet, während Betroffene und Verbraucherschützer eine Verschärfung der Kontrollen fordern. Systematik der Vorwürfe und die Rolle der Wartungsausnahmen Im Kern der Vorwürfe steht die Anwendung der kanadischen Air Passenger Protection Regulations. Diese Vorschriften sehen vor, dass Fluggästen bei Verspätungen von mehr als neun Stunden, die im Kontrollbereich der Fluggesellschaft liegen, Entschädigungen von bis zu 1.000 kanadischen Dollar zustehen. Eine entscheidende Ausnahme bilden jedoch Verzögerungen, die aus Sicherheitsgründen erforderlich sind, wie etwa ungeplante Wartungsarbeiten. Berichten von CBC/Radio-Canada zufolge wurden mindestens 34 Fälle dokumentiert, in denen Passagiere eine Entschädigung mit dem Verweis auf ebendiese Sicherheitsaspekte verweigert wurde. Das Muster hinter diesen Fällen erscheint den Klägern verdächtig konsistent. Es wird behauptet, dass Westjet in Situationen, in denen ein Flug aus rein betrieblichen Gründen – wie etwa Personalmangel oder logistischen Fehlplanungen – hätte gestrichen werden müssen, kurzfristig die Flugzeugregistrierung im System änderte. Den Passagieren wurde dann eine Maschine zugewiesen, die

weiterlesen »

Luxair forciert Flottenmodernisierung trotz wirtschaftlicher Herausforderungen

Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair blickt auf ein operativ stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück und leitet mit einem umfangreichen Flottenprogramm eine strategische Neuausrichtung ein. Im Zentrum dieser Entwicklung steht die Einführung der ersten Embraer E195-E2, die den Beginn einer langfristigen Modernisierungsphase markiert. Trotz einer leichten Reduzierung der Flugbewegungen auf rund 30.000 Flüge konnte die Airline mit über 2,6 Millionen beförderten Passagieren das Vorjahresniveau halten. Die verbesserte Effizienz durch Flugzeuge mit höherer Sitzplatzkapazität glich dabei den Rückgang im Bereich der regionalen Turboprop-Verbindungen teilweise aus. Finanziell schloss das Unternehmen das Jahr mit einem operativen Gewinn von 9,2 Millionen Euro ab, wenngleich der Umsatz aufgrund struktureller Veränderungen im Frachtgeschäft leicht auf 786,2 Millionen Euro sank. Die Erneuerung der Flotte stellt die zentrale Säule der künftigen Wettbewerbsfähigkeit dar. Neben der Einflottung weiterer Embraer-Jets plant Luxair die Integration neuer Boeing 737-8 Maschinen. Ziel dieses Programms ist die Steigerung der betrieblichen Effizienz sowie die Verbesserung des Passagierkomforts auf europäischen Regionalstrecken. Das Jahr 2025 war jedoch auch von erheblichen Kostenbelastungen geprägt. Insbesondere die Ausbildung des Personals auf den neuen Flugzeugtypen, inflationäre Tendenzen bei den Betriebskosten sowie Aufwendungen für Wartung und Entschädigungszahlungen belasteten das Ergebnis. Geopolitische Instabilitäten, vor allem im Nahen Osten, führten zudem zu operativen Anpassungen, wie etwa der vorübergehenden Aussetzung der Flugverbindung nach Dubai. Für das laufende Jahr 2026 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch, rechnet jedoch lediglich mit einem knapp positiven operativen Ergebnis. Die ersten Monate des Jahres blieben hinter den budgetierten Erwartungen zurück, was primär auf anhaltende Verzögerungen in den globalen Lieferketten und steigende Treibstoffkosten zurückzuführen

weiterlesen »