
Gewinnrückgang am Flughafen Athen trotz steigender Passagierzahlen im ersten Quartal 2026
Der internationale Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen deutlichen Rückgang des Nettogewinns um 27,9 Prozent auf 18,9 Millionen Euro gemeldet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich das Ergebnis noch auf 26,2 Millionen Euro. Auch der Gesamtumsatz der Betreibergesellschaft sank um 5,7 Prozent auf 117,9 Millionen Euro. Diese Entwicklung steht in direktem Kontrast zum physischen Verkehrsaufkommen am größten griechischen Luftverkehrsknotenpunkt: Die Passagierzahlen kletterten im selben Zeitraum von 5,8 Millionen auf 6,3 Millionen Reisende, was insbesondere auf ein starkes Wachstum in den ersten beiden Monaten des Jahres zurückzuführen ist. Ausschlaggebend für die finanzielle Diskrepanz zwischen steigendem Verkehrsaufkommen und sinkenden Erträgen war ein umfassendes Rabattprogramm für Fluggesellschaften. Von Oktober 2025 bis April 2026 gewährte der Flughafen einen Nachlass von 30 Prozent auf die Passagier-Terminal-Gebühren, um die Attraktivität des Standorts in der Nebensaison zu steigern und das Streckennetz zu stabilisieren. Zusätzlich wirkten sich regulatorische Preisanpassungen sowie gestiegene Betriebskosten belastend auf die Bilanz aus. Experten weisen darauf hin, dass solche Anreizsysteme zwar die Auslastung fördern, kurzfristig jedoch die Margen der börsennotierten Betreibergesellschaft schmälern können. Trotz des gedämpften Quartalsergebnisses hält das Management an der Jahresprognose für 2026 fest. Man erwartet für das Gesamtjahr ein Passagierwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Diese Zuversicht gründet auf der anhaltend hohen Nachfrage im Tourismussektor und der strategischen Position Athens als Drehkreuz zwischen Europa und dem Nahen Osten. Dennoch bleibt die geopolitische Lage ein Unsicherheitsfaktor. Die anhaltenden Spannungen und Konflikte in der Nahost-Region könnten die Flugpläne einiger Partnerairlines beeinflussen, wobei der Flughafen bisher eine hohe





