
Gewerkschaft UFO warnt vor einer Ausweitung der Verkehrsrechte für VAE-Fluggesellschaften
Die verkehrspolitische Debatte über die Zukunft des Luftverkehrsstandorts Deutschland hat eine neue Dynamik erhalten. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation, die als Fachgewerkschaft das Kabinenpersonal in Deutschland vertritt, hat sich in einem detaillierten Positionspapier strikt gegen die Gewährung zusätzlicher Start- und Landerechte für Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgesprochen. Nach Auffassung der Arbeitnehmervertretung droht durch eine Genehmigung weiterer Flugverbindungen für staatlich subventionierte Fluggesellschaften vom Persischen Golf eine erhebliche Verschärfung der bestehenden Wettbewerbsverzerrungen. Die Gewerkschaft fordert die Bundesregierung auf, die Vergabe von sogenannten Verkehrsrechten im Rahmen bilateraler Abkommen restriktiv zu handhaben und strategische gesamtwirtschaftliche Interessen, soziale Standards sowie den Erhalt heimischer Arbeitsplätze in den Vordergrund zu stellen. Sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen zugunsten der außereuropäischen Konkurrenz gelockert werden, befürchtet die Luftfahrtbranche eine schleichende Verlagerung von Wertschöpfung, Passagierströmen und qualifizierten Arbeitsplätzen an die großen Drehkreuze im Nahen Osten. Dies würde nicht nur die deutschen Fluggesellschaften, sondern auch die heimische Flughafeninfrastruktur sowie die Anbindung der ländlichen Regionen an das internationale Verkehrsnetz massiv schwächen. Strukturelle Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen Im Zentrum der gewerkschaftlichen Argumentation stehen die fundamentalen Unterschiede in den wirtschaftlichen und rechtlichen Ökosystemen, in denen deutsche und emiratische Fluggesellschaften operieren. Während europäische Luftfahrtunternehmen strengen ordnungspolitischen Vorgaben, hohen Abgaben, staatlichen Gebühren und strengen arbeitsrechtlichen Auflagen unterliegen, profitieren die großen Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie Emirates und Etihad Airways, von erheblichen Standortvorteilen. Die Heimatflughäfen in Dubai und Abu Dhabi sind als staatlich geförderte Megaknotenpunkte konzipiert, die rund um die Uhr ohne Nachtflugbeschränkungen operieren können und durch minimale steuerliche Belastungen begünstigt werden. Der Vorsitzende der




