
Veränderte Wahrnehmung und Marktdynamik bei Wohnmobilreisen in Österreich
Die Urlaubsgestaltung im Wohnmobil gewinnt in Österreich zunehmend an struktureller Bedeutung, wobei sich die Beweggründe der Reisenden und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Fahrzeugmarktes in einer Phase der Konsolidierung befinden. Eine im April 2026 durchgeführte repräsentative Erhebung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag der Online-Plattform AutoScout24 beleuchtet die differenzierten Einstellungen der österreichischen Bevölkerung zu dieser Reiseform. Während immaterielle Werte wie Selbstbestimmung und Naturerlebnisse im Vordergrund stehen, verzeichnen die Beschaffungskosten für die entsprechenden Fahrzeuge nach einer mehrjährigen Phase des extremen Wachstums eine erste leichte Entspannung, verbleiben jedoch auf einem historisch hohen Niveau. Die Daten zeigen zudem deutliche Unterschiede in den Präferenzen zwischen den Geschlechtern sowie zwischen verschiedenen Altersgruppen und Haushaltsstrukturen. Motive und geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Urlaubsplanung Für die Mehrheit der österreichischen Kraftfahrzeugbesitzer steht das Reisen mit dem Wohnmobil für eine bewusste Abkehr von der klassischen Pauschalreise. Laut den Ergebnissen der Erhebung verbinden 65 Prozent der Befragten diese Urlaubsform mit den Faktoren Flexibilität und Unabhängigkeit. Das mobile Fahrzeug wird dabei nicht primär als temporäre Unterkunft verstanden, sondern als Werkzeug zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung. Die räumliche Nähe zur Natur wird von 58 Prozent der Teilnehmer als positiver Aspekt angeführt, während etwa die Hälfte der Befragten das Gefühl von Abenteuer und Entdeckung mit dem Wohnmobilurlaub assoziiert. Lediglich zehn Prozent der Österreicher äußerten generell keine positiven Assoziationen zu dieser Form des Reisens. Bei der detaillierten Analyse der Daten wird ein Gefälle zwischen den Geschlechtern sichtbar. Männer zeigen durchgehend stärkere Tendenzen zu den genannten emotionalen Aspekten als Frauen. So gaben 70 Prozent der befragten Männer an, Flexibilität und




