
Infektionen am Frankfurter Flughafen: Vier Fälle von sogenannter Airport-Malaria bestätigt
Am Flughafen Frankfurt am Main haben sich vier Personen mit der Tropenkrankheit Malaria infiziert. Der Flughafenbetreiber Fraport und das zuständige Frankfurter Gesundheitsamt bestätigten am Dienstag entsprechende Berichte. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gehen die Behörden und medizinische Experten davon aus, dass die Betroffenen durch eine infizierte Mücke gestochen wurden, die im Innenraum eines Flugzeugs nach Deutschland eingeschleppt wurde. Welcher konkrete Flug oder welche Fluggesellschaft für den Transport des Insekts verantwortlich ist, konnte bislang nicht ermittelt werden. Diese Form der Krankheitsübertragung in der Umgebung von Flughäfen ist in der Medizin als „Airport-Malaria“ bekannt. Laut internen Informationen des Flughafenbetreibers ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch im aktuellen Fall nicht erfolgt, was bei dieser vektorübertragenen Infektionskrankheit im normalen Alltag ohnehin als nahezu ausgeschlossen gilt. Dennoch lässt sich nicht völlig ausschließen, dass weitere Übertragungen im Vorfeld, in den Wartungshallen oder bei der Frachtabfertigung stattgefunden haben könnten. Der Medizinische Dienst des Flughafens schätzt das allgemeine Risiko für die Beschäftigten und Passagiere vor Ort als gering ein. Mitarbeiter mit Fiebersymptomen wurden angewiesen, bei Arztbesuchen explizit auf den Aufenthalt am Flughafen hinzuweisen, um im Verdachtsfall eine schnelle Behandlung in spezialisierten Einrichtungen wie dem Frankfurter Universitätsklinikum einzuleiten. Fachmediziner weisen darauf hin, dass die verantwortlichen Mücken der Gattung Anopheles meist in tropischen Regionen, insbesondere im afrikanischen Raum südlich der Sahara, an Bord der Flugzeuge gelangen. Trotz internationaler Vorschriften zur Desinfektion und dem Einsatz von Insektiziden in den Kabinen und Frachträumen vor dem Abflug gelingt es einzelnen Insekten immer wieder, die Flüge zu überleben. Begünstigt wird dies vor








