Wetterradar „Valluga“ (Foto: Stefan Steiner).
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Echtzeit-Datenströme und künstliche Intelligenz verändern die Flugwetterprognose

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Die Digitalisierung des Luftverkehrs erreicht zunehmend das Wettermanagement während des Fluges. Wie das Schweizer Meteorologieunternehmen Meteomatics vermeldet, ermöglicht das Zusammenwirken von Hochdurchsatz-Satellitenkonnektivität und künstlicher Intelligenz den Übergang von statischen Vorab-Briefings zu dynamischen Echtzeit-Datenströmen im Cockpit.

Bislang stützten sich Piloten vor dem Start vor allem auf feste Wetterberichte, während Aktualisierungen in der Luft nur lückenhaft über Funk oder lokale Wettermeldungen erfolgten. Durch moderne Satellitennetzwerke, unter anderem unter Nutzung erdnaher Konstellationen wie Starlink, können hochauflösende Wetterdaten nun kontinuierlich in die operativen Systeme der Fluggesellschaften gestreamt werden.

Das System von Meteomatics basiert auf einer API-Schnittstelle, die meteorologische Parameter direkt in die Flugbetriebs- und Cockpitsysteme einspeist. Für Europa nutzt das Unternehmen ein hauseigenes Berechnungsmodell mit einer geografischen Auflösung von einem Kilometer, das zudem durch Daten von tieffliegenden Wetterdrohnen ergänzt wird. Diese kontinuierliche Datenbasis soll es Algorithmen ermöglichen, komplexe Wettersituationen entlang der Route fortlaufend zu analysieren und Entscheidungshilfen für die Besatzung zu generieren. Dadurch arbeiten die Flugverkehrskontrolle, die Einsatzzentrale der Fluggesellschaft und die Piloten im Cockpit auf Basis desselben aktuellen Informationsstandes.

Luftfahrtexperten und IT-Analysten bewerten die dauerhafte Vernetzung der Cockpitsysteme mit externen Datenströmen durchaus mit Vorbehalten. Die Implementierung von Hochdurchsatz-Antennen auf Verkehrsflugzeugen erfordert erhebliche Investitionen der Fluggesellschaften, die sich in einem volatilen Marktumfeld bewegen. Zudem birgt die Verknüpfung von sicherheitskritischen Flugführungssystemen mit kommerziellen Satellitennetzwerken erhebliche Herausforderungen für die Cybersicherheit. Kritiker geben zudem zu bedenken, dass eine permanente Flut an visuell aufbereiteten Daten im Cockpit zu einer Informationsüberlastung der Piloten führen kann, wenn die künstliche Intelligenz relevante Warnungen nicht zuverlässig filtert oder fehlerhafte Prognosen erstellt.

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