Airbus A400M (Foto. Jan Gruber).
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Sieben NATO-Staaten planen gemeinsame A400M-Flotte

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Sieben Mitgliedstaaten der NATO haben ein gemeinsames Projekt zur Schaffung einer multinationalen Flotte von Transportflugzeugen des Typs Airbus A400M initiiert. Die Absichtserklärung wurde im Rahmen des NATO-Gipfels in Ankara von Vertretern aus Belgien, Frankreich, Polen, Spanien, Kroatien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet.

Das Vorhaben orientiert sich am Modell der bereits bestehenden multinationalen Tank- und Transportflugzeugflotte und sieht vor, ein Konzept für das gemeinsame Eigentum und den kooperativen Betrieb der Militärmaschinen zu prüfen.

Neben der reinen Bereitstellung von Transportkapazitäten soll die Zusammenarbeit auch die Bereiche Wartung, Personalerausbildung, Infrastruktur sowie die gemeinsame Beschaffung umfassen.

Der Flugzeughersteller Airbus teilte mit, dass weltweit derzeit mehr als 135 Einheiten des Typs A400M im Einsatz sind, die zusammen über 270.000 Flugstunden absolviert haben. Die Maschine deckt im militärischen Spektrum Aufgaben wie strategischen Lufttransport, Luftbetankung, medizinische Evakuierungen sowie den Einsatz bei Katastrophenfällen ab. Kritische Militäranalysten weisen jedoch darauf hin, dass das A400M-Programm in der Vergangenheit von erheblichen technischen Mängeln, massiven Verzögerungen bei der Auslieferung und enormen Budgetüberschreitungen geprägt war. Ob ein multinationales Betreibermodell die logistischen und wartungstechnischen Herausforderungen des komplexen Flugzeugtyps effizienter lösen kann, bleibt in Fachkreisen umstritten.

Parallel zu dieser neuen Initiative verzeichnet das bestehende Programm der multinationalen A330-MMF-Flotte einen weiteren Zuwachs. Finnland ist dem Verbund offiziell als neunter Mitgliedstaat beigetreten, dem unter anderem auch Deutschland, die Niederlande und Schweden angehören. Diese Einheit operiert aktuell mit neun von insgesamt zwölf bestellten Airbus A330 MRTT und kam zuletzt bei Einsätzen an der osteuropäischen NATO-Flanke sowie bei Evakuierungsmissionen zum Einsatz. Die Integration unterschiedlicher nationaler Luftstreitkräfte in einheitliche Kommandostrukturen gilt rüstungsökonomisch als sinnvoller Schritt zur Kostenreduktion, birgt im Ernstfall jedoch erhebliche völkerrechtliche und parlamentarische Abstimmungsprobleme bei der Freigabe von Einsätzen.

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