Flughafen Köln/Bonn (Foto: Jan Gruber).
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Flughafen Köln/Bonn: Bäckereikette Kamps übernimmt umgebauten Store in Terminal 2

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Am Flughafen Köln/Bonn hat am 1. Juli 2026 eine neue Filiale der Großbäckerei Kamps GmbH eröffnet. Nach einer umfassenden Modernisierungsphase wurde der bisherige Convenience-Store „Kampus“ auf der Ankunftsebene in Terminal 2 in eine klassische Bäckereifiliale umgewandelt.

Das neue Konzept kombiniert einen gestalteten Aufenthaltsbereich mit einem vergrößerten Sortiment an Backwaren, Snacks und Brotspezialitäten. Für den Flughafenbetreiber stellt das Projekt einen Baustein dar, um das Gastronomie- und Dienstleistungsangebot in den öffentlich zugänglichen Flughafenbereichen für Reisende, Abholer und Flughafenbeschäftigte umzustrukturieren.

Um die spezifischen Anforderungen eines internationalen Verkehrsflughafens zu erfüllen, wurde die Verkaufsstelle für den durchgehenden Betrieb an allen Wochentagen rund um die Uhr konzipiert. Neben dem klassischen Backwarensortiment integriert der Standort weiterhin ein SB-Angebot, das den Verkauf von Tabakwaren, Blumen und Kaltgetränken umfasst. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, sowie Katharina Keil, Vorsitzende der Geschäftsführung der Kamps GmbH, begründen den Umbau mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität im Ankunftsbereich zu erhöhen und die Versorgungskette an die volatilen Passagierströme des Schichtbetriebs anzupassen.

Branchenexperten betrachten den Ausbau von standardisierten Systemgastronomie- und Bäckereikonzepten an Verkehrsflughäfen vor einem komplexen wirtschaftlichen Hintergrund. Für die Flughafenbetreiber sind die Mieteinnahmen aus den sogenannten Non-Aviation-Bereichen von existenzieller Bedeutung, um die hohen Fixkosten des Flughafenbetriebs zu decken. Da die Erlöse aus dem reinen Flugbetrieb aufgrund des harten Wettbewerbs unter den Fluggesellschaften limitiert sind, steigen die Anforderungen an die Profitabilität der Verkaufsflächen. Dies führt jedoch häufig zu einem spürbaren Preisaufschlag für Endverbraucher im Vergleich zu innerstädtischen Filialen, da Mieter die beträchtlichen Pachtgebühren und die Kosten für den durchgehenden Nachtbetrieb auf die Produktpreise umlegen müssen.

Zudem verweisen Marktbeobachter auf das Risiko einer zunehmenden Uniformität an deutschen Verkehrsflughäfen. Durch den Einzug etablierter Großketten schwindet die regionale Individualität im kulinarischen Angebot der Terminals. Für Unternehmen wie Kamps bietet die Präsenz an einem Großflughafen mit Millionen jährlichen Fluggästen zwar eine hohe Sichtbarkeit und konstante Kundenfrequenz, operative Herausforderungen wie der akute Fachkräftemangel im Verkauf erschweren jedoch zunehmend die Absicherung von Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten in personalintensiven Servicebereichen.

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