Airbus A220-300 (Foto: Steffen Lorenz).
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Vielfliegerprogramm Flying Blue erzielt Erfolge bei Branchenabstimmung

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Das Vielfliegerprogramm Flying Blue, das von der französisch-niederländischen Luftfahrtgruppe Air France-KLM betrieben wird, hat bei den jährlichen Freddie Awards 2026 mehrere Auszeichnungen erhalten.

Im Rahmen der Verleihung, die als Gradmesser für Kundenbindungsprogramme in der Reisebranche gilt, errang das System in der Region Europa/Afrika Spitzenplatzierungen in Kategorien wie Programm des Jahres, Elite-Programm, Einlösemöglichkeiten und Kundenservice. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich im laufenden Jahr mehr als 4,2 Millionen Teilnehmer an der weltweiten Abstimmung, was die Relevanz dieses Branchenvotums unterstreicht.

Das Management von Air France-KLM nutzt das Ergebnis, um die Durchdringung des Programms im Alltag der Konsumenten voranzutreiben. Flying Blue zählt nach Unternehmensangaben mittlerweile über 35 Millionen Mitglieder. Um das Sammeln von Bonuspunkten unabhängig vom eigentlichen Flugbetrieb zu intensivieren, setzt die Gesellschaft auf Kooperationen mit externen Dienstleistern und Handelsunternehmen. Neben Partnerschaften mit dem Technologiekonzern Apple, dem Fahrdienstvermittler Uber und dem Buchungsportal Booking.com ist das Programm auch mit der französischen Staatsbahn SNCF vernetzt, wodurch insgesamt über 100 markenübergreifende Kooperationen bestehen.

Wirtschaftsanalysten betrachten die aggressive Ausweitung von Vielfliegerprogrammen im aktuellen Marktumfeld mit einer gewissen Skepsis. Das Geschäftsmodell hinter solchen Systemen hat sich gewandelt: Meilen fungieren zunehmend als komplementäre Währung, die von Partnerunternehmen eingekauft wird, um Kunden zu binden. Dies führt bei den Fluggesellschaften zu erheblichen bilanzierten Rückstellungen für zukünftige Leistungsansprüche. Zudem bemängeln Verbraucherschützer im Zuge von Programmanpassungen häufig die Entwertung angesammelter Punkte durch kurzfristige Erhöhungen der erforderlichen Meilenwerte für Freiflüge oder versteckte Zusatzgebühren bei der Einlösung.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Komplexität der modernen Statussysteme, die auf Punktemodellen basieren und für Gelegenheitsflieger kaum noch durchschaubar sind. Während Geschäftsreisende von den Vorzügen der Elite-Stufen profitieren, gerät der klassische Privatreisende angesichts begrenzter Kontingente für Prämienflüge in den Hauptreisezeiten oft ins Hintertreffen. Die Herausforderung für Air France-KLM besteht somit darin, die Attraktivität des Programms für die breite Masse aufrechterzuerhalten, ohne die Exklusivität und die operativen Margen der Premium-Dienstleistungen im regulären Flugbetrieb zu gefährden.

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