Boeing 737 (Foto: Flydubai).
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Flydubai baut Verbindungen nach Syrien aus

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Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Flydubai nimmt nach einer Unterbrechung von fast 14 Jahren den Linienflugverkehr in die nordsyrische Metropole Aleppo wieder auf. Ab dem 20. Juli 2026 soll der internationale Flughafen Aleppo täglich von dem emiratischen Luftfahrtunternehmen angeflogen werden.

Nach der bereits im Sommer 2025 erfolgten Reaktivierung der Flugroute in die syrische Hauptstadt Damaskus, die mittlerweile dreimal am Tag bedient wird, handelt es sich um das zweite syrische Ziel im Streckennetz der Fluggesellschaft. Die neuen Flüge werden im Rahmen eines Codeshare-Abkommens mit der Partnerfluggesellschaft Emirates durchgeführt, was Passagieren den Transfer über das Drehkreuz Dubai erleichtert.

In der Luftfahrtbranche wird die Ausweitung des Flugprogramms nach Syrien als Reaktion auf eine veränderte geopolitische und wirtschaftliche Dynamik in der Nahost-Region gewertet. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Regierung in Damaskus in den vergangenen Jahren schrittweise normalisiert. Für Flydubai steht bei diesem Angebot das Segment der ethnischen Verkehre im Vordergrund, insbesondere syrische Staatsbürger, die in der Golfregion leben und arbeiten, sowie der regionale Frachtverkehr. Neben den syrischen Zielen hat das Unternehmen jüngst auch Verbindungen nach Bengasi in Libyen aufgenommen und plant für September 2026 den Erstflug nach Pokhara in Nepal.

Wirtschafts- und Sicherheitsexperten betrachten den Ausbau des Flugbetriebs in syrische Ballungsräume jedoch mit Vorbehalten. Syrien leidet weiterhin unter den Spätfolgen des langjährigen Bürgerkriegs, schweren Infrastrukturmängeln und weitreichenden internationalen Wirtschaftssanktionen. Zwar bewerten die emiratischen Behörden die Sicherheitslage an den Großflughäfen Damaskus und Aleppo als stabil genug für den regulären Linienbetrieb, doch verbleiben operative Risiken im syrischen Luftraum. Zudem schränken die internationalen Finanz- und Handelsrestriktionen die Abwicklung von Zahlungsströmen und die Bereitstellung von Ersatzteilen vor Ort erheblich ein, was den logistischen Aufwand für ausländische Fluggesellschaften erhöht.

Die Rentabilität der täglichen Flüge nach Aleppo hängt maßgeblich davon ab, ob die Nachfrage außerhalb der sommerlichen Hauptreisezeit stabil bleibt. Während das Management unter der Leitung von Ghaith Al Ghaith von einem hohen Bedarf durch Geschäfts- und Familienreisen ausgeht, weisen Analysten auf die begrenzte Kaufkraft innerhalb Syriens hin. Die Ticketpreise, die für einen Hin- und Rückflug in der Economy Class bei knapp 470 US-Dollar ansetzen, sind für die lokale Bevölkerung kaum erschwinglich, weshalb der wirtschaftliche Erfolg der Verbindung fast ausschließlich von der Finanzkraft der syrischen Diaspora in den Golfstaaten getragen werden muss.

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