
Untersuchungsergebnisse zum Fahrwerkskollaps einer Lufthansa-B787
Der ungeplante Kollaps des Bugfahrwerks eines Passagierflugzeugs der Fluggesellschaft Lufthansa am Frankfurter Flughafen hat zu weitaus mehr Verletzten geführt als unmittelbar nach dem Ereignis kommuniziert wurde. Wie aus dem am 10. Juli 2026 vorliegenden Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hervorgeht, erlitten bei dem Vorfall Anfang Juni zwei Personen schwere und 21 Personen leichte Verletzungen. Das Luftfahrtunternehmen hatte in einer ersten Stellungnahme zunächst lediglich von fünf verletzten Personen gesprochen. Die Ermittler stellten fest, dass zum Zeitpunkt des Unfalls ein zwingend vorgeschriebener mechanischer Sicherungsstift am vorderen Fahrwerk nicht eingesetzt war. Das Flugzeug des Typs Boeing 787-9 sackte während eines technischen Tests auf der Parkposition in sich zusammen und schlug mit dem vorderen Rumpfbereich auf dem Betonboden des Rollfelds auf. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung führt die detaillierten Ermittlungen zur genauen Fehlerkette und den Verantwortlichkeiten auf dem Vorfeld fort, während die Instandsetzung des stark beschädigten Flugzeugs logistische Fragen aufwirft. Ablauf der technischen Arbeiten und Auslösung des Mechanismus Am Morgen des Vorfalls befand sich die Maschine mit der Registrierung D-ABPQ auf der Einstiegsposition A15 vor dem Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Das Flugzeug war für den Linienflug LH450 nach Los Angeles vorgesehen. Passagiere befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls noch nicht an Bord, da das Boarding noch nicht freigegeben war. Allerdings hielten sich bereits 13 Besatzungsmitglieder sowie 13 Angestellte der Bodenabfertigungsdienste in der Kabine auf, um die Vorbereitungen für den Transatlantikflug abzuschließen. Im Cockpit der Maschine saßen zwei Techniker, die einen Fehlerbericht vom Vorabend abarbeiteten. Es handelte sich um eine technische Beanstandung an der Steuerung




