Boeing 737 Max (Foto: Jan Gruber).
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Tarom verschiebt Indienststellung der ersten Boeing 737 Max 8

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Die rumänische Staatsfluggesellschaft Tarom verschiebt den ersten kommerziellen Einsatz ihres neuen Flugzeugtyps Boeing 737 Max 8 um rund einen Monat. Wie aus aktuellen Anpassungen der Buchungssysteme und Flugplandaten hervorgeht, wird das erste Modell der Baureihe voraussichtlich erst ab dem 16. August 2026 im regulären Linienverkehr eingesetzt.

Ursprünglich hatte das Skyteam-Mitglied geplant, die Maschine bereits Mitte Juli zu übernehmen und in den Flugbetrieb zu integrieren. Gründe für die kurzfristige Verzögerung wurden von der Fluggesellschaft offiziell nicht detailliert kommuniziert, reihen sich jedoch in die anhaltenden weltweiten Auslieferungsverzögerungen beim US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing ein.

Gemäß dem überarbeiteten Einsatzplan sollen am 16. August die stark frequentierten Routen vom Heimatdrehkreuz Bukarest-Otopeni nach Frankfurt und Amsterdam den Auftakt bilden. Am darauffolgenden Tag ist die Einbindung der Verbindung nach Athen vorgesehen, bevor am 20. August die Routen nach Madrid sowie ein inländischer Umlauf nach Cluj folgen. Für den September plant Tarom, das Einsatzgebiet der Boeing 737 Max 8 auf weitere Destinationen wie Paris-Charles de Gaulle, Tel Aviv, Beirut und Timișoara auszuweiten. Die Fluggesellschaft erneuert mit diesen Leasingmaschinen schrittweise ihre in die Jahre gekommene Mittelstreckenflotte, die derzeit noch stark auf älteren Modellen der Boeing 737 Next Generation sowie Airbus A318 basiert.

Luftfahrtanalysten bewerten die Verschiebung inmitten der Hauptreisezeit als logistische Herausforderung für das kapazitätsmäßig ohnehin eng kalkulierte Unternehmen. Da der Sommerflugplan im Vorfeld auf die Effizienz und die Sitzplatzkapazitäten der neuen Flugzeuge ausgelegt wurde, muss Tarom nun kurzfristig auf bestehendes Fluggerät zurückgreifen oder teure Wet-Lease-Kapazitäten anmieten, um Flugausfälle zu vermeiden. Zudem befindet sich die staatliche Airline seit längerer Zeit in einem tiefgreifenden Restrukturierungsprozess, der von der Europäischen Kommission im Rahmen von Beihilfeverfahren streng überwacht wird. Jede Verzögerung bei der Modernisierung gefährdet die geplanten Kosteneinsparungen und die Rückkehr in die Gewinnzone.

Der Fall Tarom spiegelt die allgemeine Misere europäischer Regional- und Staatsairlines wider, die von den Qualitätsmängeln und Produktionsengpässen bei Boeing betroffen sind. Zahlreiche Fluggesellschaften mussten in den vergangenen Monaten ihre Wachstumsausblicke revidieren, da fest eingeplante Flugzeugauslieferungen teils um Monate verschoben wurden. Die Stabilität des Flugplans im Spätsommer wird für die rumänische Fluggesellschaft maßgeblich davon abhängen, ob die US-Luftfahrtbehörde FAA und die europäischen Prüfinstanzen die finale Abnahme des Flugzeugs bis Mitte August ohne weitere Beanstandungen abschließen.

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