Austrian Airlines führt im Rahmen des Bordservice auf ihren Langstreckenflügen ein neues alkoholisches Mischgetränk ein. Unter dem Namen „Austrian Dirndl“ wird Passagieren ab sofort ein Aperitif auf Basis von Kornelkirschenlikör angeboten.
Der Likör, der aus Früchten der Region rund um Wien hergestellt wird, wird an Bord im Verhältnis eins zu zwei mit Mineralwasser und Eis serviert. Das Angebot richtet sich an Fluggäste auf den Verbindungen, die mit den Flugzeugtypen Boeing 787, Boeing 777 und Boeing 767 betrieben werden.
Das Getränk entstand in Zusammenarbeit zwischen der Fluggesellschaft, der Wiener Dirndl genuss GmbH und dem Dienstleister THE Taste Symphony. Die Kornelkirsche, in Österreich als „Dirndl“ bekannt, dient als Grundlage für den verwendeten Likör. Durch die Kooperation mit Herstellern aus der Region versucht die Fluggesellschaft, das kulinarische Profil auf den interkontinentalen Routen regionaler zu gestalten. Der Service sieht vor, dass das Kabinenpersonal das Getränk direkt in der Flugzeugkabine für die Passagiere frisch zubereitet.
Branchenbeobachter bewerten die Einführung von sogenannten Signature-Drinks als gängiges Marketinginstrument im Luftverkehr, um das Serviceangebot mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand aufzuwerten. Während Fluggesellschaften solche lokalen Produktkooperationen nutzen, um sich im Markenauftritt von der internationalen Konkurrenz abzuheben, stehen dem oft Einsparungen in anderen Bereichen des Caterings gegenüber. Zudem bedeutet die frische Zubereitung von Mischgetränken in engen Flugzeugküchen eine zusätzliche Belastung für das Kabinenpersonal, insbesondere bei voll besetzten Großraumflugzeugen während der Hauptreisezeiten.
Die Integration regionaler Spezialitäten in das Bordmenü ist Teil einer Branchenentwicklung, bei der europäische Fluggesellschaften vermehrt auf länderspezifische Akzente setzen. Kritiker merken an, dass solche punktuellen Neuerungen im Service nicht über grundlegendere Probleme wie die allgemeine Reduzierung des Serviceangebots in der Economy-Class oder operationelle Verspätungen im Flugbetrieb hinwegtäuschen können. Ob das neue Getränk bei den internationalen Fluggästen auf dauerhafte Akzeptanz stößt und einen echten Mehrwert darstellt, muss sich im operativen Alltag der kommenden Monate zeigen.