Boeing 737-Max-8 (Foto: Acefitt).
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WestJet least 13 weitere Boeing 737-Max-10

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Die kanadische Fluggesellschaft WestJet hat eine Absichtserklärung über das Dry-Leasing von dreizehn Flugzeugen des Typs Boeing 737-Max-10 mit dem Leasinggeber Aviation Capital Group (ACG) unterzeichnet.

Die Maschinen stammen aus dem bestehenden Auftragsbuch des US-amerikanischen Flugzeugfinanzierers. Ein konkreter Zeitplan für die Auslieferungen wurde von den Vertragspartnern nicht genannt. Dies liegt vor allem daran, dass diese Variante der 737-Max-Reihe mit hoher Passagierkapazität noch auf ihre behördliche Zulassung wartet.

Die Entscheidung, zusätzliche Kapazitäten über Leasinggesellschaften zu binden, erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Verzögerungen bei der Zertifizierung der Boeing 737-10 durch die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA. WestJet hat bereits eine Direktbestellung über 96 Flugzeuge dieses Typs bei Boeing platziert. Durch die Verzögerungen gerät die langfristige Flottenplanung der in Calgary ansässigen Fluggesellschaft unter Druck. Der geplante Zuwachs durch das Leasinggeschäft soll sicherstellen, dass dem Unternehmen nach der Zulassung des Typs rasch eine ausreichende Anzahl an Flugzeugen zur Verfügung steht, um ältere Modelle zu ersetzen und Kapazitätsengpässe abzufedern.

Branchenanalysten betrachten die hohe Abhängigkeit von WestJet von der Boeing 737 Max-Reihe mit Skepsis. Während eine reine Boeing-Flotte im Schmalrumpfsegment betriebliche Vorteile bei der Wartung und der Pilotenschulung bietet, erhöhen die anhaltenden Produktions- und Qualitätsprobleme bei Boeing das betriebliche Risiko für die Fluggesellschaft. Sollte sich die Zertifizierung der Boeing 737-10 weiter verzögern, muss WestJet auf teurere Zwischenlösungen wie die Laufzeitverlängerung bestehender Leasingverträge für ältere Flugzeuge zurückgreifen, was die Betriebskosten in einem wettbewerbsintensiven kanadischen Markt nach oben treiben könnte.

Für die Aviation Capital Group stellt das Geschäft eine Absicherung des eigenen Auftragsportfolios dar. Die Platzierung von dreizehn Einheiten bei einem etablierten Betreiber wie WestJet verringert das Risiko des Lessors, auf bestellten Maschinen ohne Abnehmer sitzen zu bleiben. Ob die Flugzeuge jedoch im geplanten wirtschaftlichen Rahmen betrieben werden können, hängt schlussendlich von der Lieferfähigkeit des Herstellers Boeing und dem Fortschritt der behördlichen Prüfverfahren ab.

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