Am kommenden Wochenende steht den europäischen Transitrouten eine spürbare Verkehrsüberlastung bevor. Nach aktuellen Prognosen des österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) sorgt insbesondere der Ferienbeginn im bevölkerungsreichen deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie in Teilen der Niederlande für ein erhöhtes Aufkommen in Richtung Süden.
Zusätzlich wird der Reiseverkehr durch eine zweite Abrowelle aus den westlichen österreichischen Bundesländern verstärkt, was die Kapazitäten der Hauptverkehrsadern an ihre Grenzen bringen dürfte.
Als primäre Engpässe identifizieren die Verkehrsexperten Mautstellen, Grenzübergänge und längerfristige Baustellenbereiche. Besondere Verzögerungen werden auf der Brenner Autobahn (A13) im Bereich der Luegbrücke sowie auf der Tauern Autobahn (A10) vor den Tunnelabschnitten erwartet. Auch die Fernpass Straße (B179) und die Pyhrn Autobahn (A9) vor dem Grenzübergang Spielfeld gelten als kritische Punkte. Neben dem Hauptstrom Richtung Süden setzt laut Verkehrsdaten bereits der erste spürbare Rückreiseverkehr in Richtung Norden ein, der vor allem ab Samstagnachmittag zu Staus vor den deutschen Grenzübergängen wie Walserberg und Kufstein führen wird.
Die Behörden in den Bundesländern Tirol und Salzburg weisen in diesem Zusammenhang nachdrücklich darauf hin, dass die bestehenden Abfahrts- und Durchfahrtssperren auf dem niederrangigen Straßennetz trotz anderslautender Vorschläge von Navigationssystemen strikt kontrolliert werden. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass der Ausweichverkehr die Infrastruktur der anliegenden Gemeinden blockiert. Abseits des klassischen Transitverkehrs führt zudem eine regionale Großveranstaltung in der Steiermark zu lokalen Behinderungen: Die Austragung der Rallye Weiz erfordert am Freitag und Samstag temporäre Sperrungen im untergeordneten Straßennetz sowie Geduld auf der Weizer Straße (B72).
Verkehrsexperten raten Reisenden, die Hauptverkehrszeiten am Freitagnachmittag und Samstagvormittag großräumig zu meiden oder auf die Nachtstunden auszuweichen. Da die Temperaturen im Sommer die Belastung im Stau zusätzlich erhöhen, wird Fahrern dringend empfohlen, ausreichend Getränke mitzuführen und die Fahrzeuge vor Antritt der Reise technisch zu überprüfen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass unvorhergesehene Pannen in Baustellenbereichen die Staulängen oft kurzfristig vervielfachen.