Airbus A380 (Foto: Steffen Lorenz).
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Kapazitätsanpassung bei Emirates: Flottenwechsel und neue Frequenzen nach Asien und Afrika

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Die Fluggesellschaft Emirates erhöht in den kommenden Monaten ihre Transportkapazitäten auf mehreren Routen nach Asien und Afrika. Durch den vermehrten Einsatz neuer Flugzeugtypen und zusätzliche tägliche Umläufe reagiert die Fluggesellschaft aus Dubai auf veränderte Nachfragemuster im internationalen Luftverkehr.

Betroffen von den Anpassungen sind die Destinationen Colombo, Phuket, Kapstadt und Delhi, auf denen künftig vermehrt die Flugzeugmuster Airbus A350 und A380 zum Einsatz kommen. Gleichzeitig wird das Angebot der Zwischenklasse Premium Economy auf diesen Strecken weiter ausgebaut.

Im asiatischen Raum verdichtet das Unternehmen seine Verbindungen nach Sri Lanka und Thailand. Auf der Route nach Colombo wird ab August eine zweite tägliche Rotation mit dem Airbus A350 durchgeführt, womit sich die Gesamtzahl der täglichen Flüge auf vier erhöht. Nach Phuket wird eine dritte tägliche Verbindung eingerichtet, was das wöchentliche Angebot auf 21 Flüge steigert. Auch der indische Markt verzeichnet operative Änderungen. Ab Ende Oktober bedient Emirates die Route nach Delhi mit dem Großraumflugzeug Airbus A380, während auf der Verbindung nach Kolkata die bisher genutzte Boeing 777 durch den Airbus A350 ersetzt wird.

In Südafrika wurde das Flugangebot bereits um eine dritte tägliche Verbindung nach Kapstadt erweitert, bei der ebenfalls der Airbus A350 debütierte. Zusammen mit der Wiederaufnahme der vierten täglichen Verbindung nach Johannesburg bietet die Fluggesellschaft nun insgesamt 56 wöchentliche Flüge zu ihren drei südafrikanischen Zielflughäfen an. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass diese Kapazitätsaufstockungen auch im Zusammenhang mit den verzögerten Auslieferungen neuer Großraumflugzeuge anderer Hersteller stehen, weshalb Fluggesellschaften bestehende Flottenressourcen und neue A350-Lieferungen sehr präzise auf renditestarke Strecken verteilen müssen. Der Konkurrenzdruck durch andere Golf-Airlines zwingt die Fluglinie zudem dazu, das Kabinenprodukt im Segment zwischen Business und Economy Class kontinuierlich zu standardisieren.

Kritiker geben zu bedenken, dass die einseitige Konzentration auf das Drehkreuz in Dubai zwar betriebliche Synergien schafft, die Passagiere bei Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb jedoch anfällig für massive Verzögerungen im gesamten Streckennetz macht. Zudem stellt der Betrieb von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A380 auf Strecken mit volatiler Nachfrage ein wirtschaftliches Risiko dar, falls die Auslastung außerhalb der Hauptreisesaison sinkt. Ob sich die zusätzlichen Kapazitäten im Fracht- und Passagiergeschäft langfristig amortisieren, bleibt angesichts des intensiven Wettbewerbs auf den Routen nach Indien und Thailand abzuwarten.

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