Embraer 195-E2 in Werkslackierung (Foto: Jan Gruber).
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Ausbau des Auftragsbestands: Embraer schließt Lieferverträge mit drei Fluggesellschaften

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Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat im Rahmen der Farnborough International Airshow drei neue Liefervereinbarungen über insgesamt 28 Passagierflugzeuge der E-Jets-E2-Familie bekannt gegeben.

Der lateinamerikanische Luftfahrtkonzern Abra Group zeichnete eine Absichtserklärung über 20 Maschinen des Typs E195-E2, wobei dieser Vertrag noch unter dem Vorbehalt bestimmter Vollzugsbedingungen steht. Zudem erwarb die spanische Regionalfluggesellschaft Binter fünf weitere E195-E2, während die luxemburgische Luxair drei Flugzeuge des kleineren Typs E190-E2 fest bestellte. Alle Festaufträge werden im Auftragsbestand des Unternehmens für das dritte Quartal 2026 verbucht.

Zusätzlich zu den Festbestellungen beinhalten die drei Verträge zusammen 30 Kaufoptionen und Erwerbsrechte. Sollten diese vollständig ausgeübt werden, erhöht sich das Gesamtvolumen der Transaktionen auf bis zu 58 Flugzeuge. Für Embraer bedeutet dieser Fahndungserfolg auf der Luftfahrtmesse in Großbritannien eine Festigung der Marktposition im Segment der Regional- und Mittelstreckenflugzeuge bis 150 Sitzplätze. Die E2-Familie konkurriert in diesem Segment direkt mit dem A220 des europäischen Rivalen Airbus.

Die Besteller nutzen die Maschinen für unterschiedliche betriebliche Anforderungen. Die Abra Group, zu der unter anderem die Airlines Avianca und GOL gehören, plant den Einsatz der E195-E2 zur Bedienung regionaler Märkte in Südamerika, um Feeder-Dienste für ihre Hauptstrecken aufzubauen. Binter baut mit den neuen Einheiten ihre bestehende E-Jet-Flotte auf den Kanarischen Inseln weiter aus, während Luxair das Muster zur Erneuerung ihrer Kurzstreckenflotte im europäischen Streckennetz einsetzt.

Trotz der gemeldeten Aufträge steht die zivile Luftfahrtsparte von Embraer vor Herausforderungen bei der Abwicklung. Die weltweiten Lieferketten der Luftfahrtindustrie sind weiterhin durch Engpässe bei Zulieferern und Verzögerungen bei der Triebwerksbeschaffung belastet. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Einhaltung der vereinbarten Liefertermine für die Kundenzufriedenheit und die wirtschaftliche Rentabilität der Fluggesellschaften von zentraler Bedeutung ist.

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