Die malaysische Langstrecken-Billigfluggesellschaft Air Asia X schiebt ihre geplante Rückkehr auf den europäischen Markt erneut auf. Die Wiederaufnahme einer Flugverbindung von Kuala Lumpur über Bahrain nach London ist nun erst für März 2027 vorgesehen.
Ursprünglich hatte die Fluggesellschaft einen Start der Route für Juni 2026 angepeilt, diesen Termin jedoch in einem ersten Schritt auf Ende August 2026 korrigiert. Mit der neuen Verbindung beabsichtigt das Unternehmen, nach einer Unterbrechung von mehr als zehn Jahren wieder Linienflüge nach Europa anzubieten.
Gegenüber malaysischen Medien begründete das Management die erneute Terminverschiebung mit betrieblichen und sicherheitsrelevanten Einschränkungen im Zuge der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Der geplante Zwischenstopp im Königreich Bahrain sowie die Routenführung durch den Luftraum der Region erfordern eine Anpassung der Flugpfade, was die wirtschaftliche und operative Planung erschwert. Bereits gebuchten Passagieren bietet die Fluggesellschaft den vollständigen Erstattungspreis des Tickets oder eine Gutschrift für künftige Buchungen an.
Die erneute Verzögerung unterstreicht die Herausforderungen für Low-Cost-Anbieter im Langstreckenverkehr zwischen Südostasien und Europa. Wegen der anhaltenden Sperrungen und Einschränkungen in Teilen des nahöstlichen Luftraums müssen zahlreiche Fluggesellschaften längere Flugstrecken in Kauf nehmen. Dies führt zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch sowie längeren Umlaufzeiten der Maschinen, was das Preiskonzept von Billigfliegern auf extremen Langstrecken erheblich belastet.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Air Asia X bereits in der Vergangenheit Versuche unternommen hatte, sich auf der Europa-Route zu etablieren, diese jedoch aufgrund hoher Betriebskosten und intensiven Wettbewerbs durch etablierte Netzanbieter aus der Golfregion wieder einstellen musste. Ob die geplante Zwischenlandung in Bahrain bei einer Stabilisierung der Lage im Frühjahr 2027 die erwünschte Rentabilität bringt, hängt stark von der Preisentwicklung auf den internationalen Treibstoffmärkten sowie der Auslastung abseits der Sommersaison ab.