Mit dem Beginn der Sommerferien in den deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg steuert der Urlaubsverkehr auf österreichischen Transitstrecken am kommenden Wochenende auf seinen Höhepunkt zu.
Wie der Automobilclub ARBÖ mitteilt, treffen rund 3,2 Millionen reisende Schülerinnen und Schüler aus Süddeutschland auf ein bereits hohes Verkehrsaufkommen im gesamten Alpenraum. Neben dem Transitverkehr in Richtung Italien und Westbalkan sorgen temporäre Straßensperren sowie regionale Großveranstaltungen für erhebliche Verzögerungen im untergeordneten Straßennetz. Hauptbetroffen sind die klassischen Achsen wie die Tauernautobahn (A10), die Pyhrnautobahn (A9) und die Brennerautobahn (A13).
Besondere Reibungspunkte entstehen im Bundesland Tirol durch eine mehrstündige Vollsperrung der Fernpassstraße (B179) am Samstag, dem 1. August. Aufgrund angemeldeter Bürgerversammlungen in den Bezirken Reutte und Imst bleibt die Verbindung zwischen 09:45 Uhr und 12:00 Uhr für den gesamten Durchgangsverkehr geschlossen. Da zeitgleich auch die Hahntennjochstraße (L246) nicht befahrbar ist und lokale Nebenstraßen ausschließlich für den Quell- und Zielverkehr freigegeben sind, entfallen unmittelbare Ausweichrouten. Der Fernverkehr aus Süddeutschland wird angehalten, großräumig über die Inntalautobahn (A12), die Rheintalautobahn (A14) oder die Seefelder Straße (B177) auszuweichen.
Zusätzlich zum Transitverkehr führen regionale Ereignisse zu punktuellen Kapazitätsgrenzen. In Kärnten sorgt der 81. Villacher Kirchtag mit umfangreichen Straßensperren in der Innenstadt für Behinderungen auf der Südautobahn (A2) sowie den Zufahrtsstraßen rund um den Raum Villach. Im Großraum Wien werden am Wochenende Verzögerungen auf der Donauuferautobahn (A22) und der Südosttangente (A23) erwartet, ausgelöst durch das Musikfestival „Isle of Summer“ auf der Donauinsel mit rund 18.000 Besuchern am Samstag sowie das darauffolgende Meisterschaftsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem SK Rapid und dem SCR Altach im Hütteldorfer Allianz Stadion am Sonntagabend.
Verkehrsexperten und Mobilitätsclubs raten Autofahrern, den Samstag als Hauptreisetag zu meiden und Fahrten nach Möglichkeit auf Randzeiten am Freitag oder Sonntag zu verlegen. Bei der Anreise zu den Veranstaltungsorten wird zur Entlastung des Straßennetzes und zur Vermeidung von Parkplatzengpässen die Nutzung von Park-and-Ride-Anlagen sowie des öffentlichen Schienen- und Busverkehrs empfohlen. Die Überlastung wichtiger Knotenpunkte unterstreicht erneut die Verwundbarkeit der alpinen Verkehrsinfrastruktur während der sommerlichen Reisewelle.