Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat den Start ihrer geplanten Direktverbindung zwischen Kopenhagen und der indischen Finanzmetropole Mumbai erneut nach hinten korrigiert. Laut aktuellen Flugplananpassungen soll die Strecke nun erst zum 1. September 2026 aufgenommen werden.
Ursprünglich sollte die Verbindung deutlich früher den Betrieb aufnehmen, jedoch zwangen operative Engpässe und langwierige Genehmigungsverfahren das Unternehmen bereits mehrfach zur Anpassung des Flugplans. Vorgesehen sind auf der Route fünf wöchentliche Umläufe, die mit Flugzeugen des Typs Airbus A330-300 durchgeführt werden sollen.
Zusätzlich zu dem verspäteten Betriebsstart sieht die aktuelle Planung für den Winterflugplan 2026/27 zeitweise Ausdünnungen des Angebots vor. In mehreren Blöcken – vom 1. bis 17. Dezember 2026, vom 8. Januar bis 21. Februar 2027 sowie vom 7. März bis 22. April 2027 – wird die Frequenz von fünf auf vier Flüge pro Woche reduziert. Die Airline begründet solche Anpassungen im Langstreckennetz üblicherweise mit saisonalen Nachfrageschwankungen und der Kapazitätensteuerung innerhalb der Flotte.
Die Verzögerung fällt in eine Phase der betrieblichen Umstrukturierung bei SAS. Nach dem Wechsel der Allianz von Star Alliance zu SkyTeam baut das Unternehmen sein Langstreckennetz rund um das Hauptdrehkreuz Kopenhagen um, um neue Passagierströme zu erschließen. Die Route nach Mumbai gilt als wichtiger Baustein, um Skandinavien besser an den indischen Subkontinent anzubinden. Allerdings steht die Fluggesellschaft auf Strecken nach Asien unter Druck, da die Schließung des russischen Luftraums für europäische Anbieter weiterhin zu längeren Flugzeiten, höherem Treibstoffverbrauch und damit steigenden Betriebskosten führt.
Luftfahrtexperten bewerten die erneute Verschiebung kritisch. Die mehrmalige Anpassung von Startterminen und die vorsorgliche Reduzierung von Frequenzen noch vor dem Erstflug deuten auf Herausforderungen bei der Flugzeugverfügbarkeit sowie auf eine zurückhaltende Buchungsnachfrage in den Wintermonaten hin. Für Fluggäste und Reiseveranstalter bedeutet die Unsicherheit bei den Flugzeiten eine erschwerte Planungssicherheit auf der Verbindung zwischen Nordeuropa und Indien.