Die japanische Luftfahrtgesellschaft ANA Holdings hat die Finanzergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Der Konzern verzeichnete im Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 Betriebserlöse von umgerechnet rund 3,61 Milliarden Euro.
Diesem Betrag standen Betriebsaufwendungen von knapp 3,5 Milliarden Euro gegenüber, was zu einem Betriebsergebnis von rund 111,1 Millionen Euro und einem Nettogewinn von etwa 104,1 Millionen Euro führte. Verantwortlich für die Erlösentwicklung waren vor allem der internationale Passagierverkehr sowie das Frachtgeschäft.
Im internationalen Passagiersegment stiegen die Erlöse der Kernmarke ANA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf etwa 1,329 Milliarden Euro. Die Zahl der beförderten Passagiere wuchs auf über 2,36 Millionen bei einer durchschnittlichen Sitzplatzauslastung von 85,1 Prozent. Gestützt wurde das Wachstum durch die anhaltende Nachfrage im Inbound-Tourismus nach Japan. Demgegenüber entwickelte sich der Inlandsverkehr moderater: Bei 10,64 Millionen Passagieren stiegen die Erlöse um 1,1 Prozent auf rund 878 Millionen Euro, während die Airline die Gesamtkapazität im Inland gezielt anpasste und neue Tarifstrukturen einführte.
Das internationale Frachtgeschäft, das gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Nippon Cargo Airlines (NCA) betrieben wird, profitierte von einer erhöhten Nachfrage nach Halbleiter- und Elektroniktransporten sowie einer Erholung der Routen nach Nordamerika. Der Frachtumsatz stieg auf 590,4 Millionen Euro bei einem beförderten Volumen von 290.000 Tonnen. Um Synergien zu nutzen, plant der Konzern die rechtliche Verschmelzung von ANA Cargo und NCA zum 1. April 2027. Auch die Billigflugtochter Peach Aviation trug mit einem Umsatzplus von 22 Prozent auf 191,6 Millionen Euro und 2,4 Millionen Passagieren positiv zum Quartalsergebnis bei.
Trotz der Einnahmensteigerungen verweisen Finanzanalysten auf die verbleibenden Belastungen durch hohe Treibstoffpreise und Währungsschwankungen des Yen. Der Konzern versuchte, die Aufwendungen durch Preisanpassungen abzufedern, hält jedoch vorerst an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Diese sieht bei einem geplanten Jahresumsatz von knapp 14,9 Milliarden Euro einen Nettogewinn von etwa 515,2 Millionen Euro vor. Das Erreichen der Jahresziele bleibt eng an die weitere Entwicklung der Kerosinkosten und die Stabilität des asiatischen Auslandsreiseverkehrs gebunden.