
Erste Bilanz nach 100 Tagen: Der neue Pier im Terminal 1 am Flughafen München im Regelbetrieb
Am Flughafen München ziehen Betreiber und Dienstleister nach den ersten 100 Betriebstagen des am 21. April 2026 eröffneten Piers im Terminal 1 eine erste Bilanz. Das nach mehrjähriger Bauzeit fertiggestellte Gebäude ist speziell für den Non-Schengen-Passagierverkehr konzipiert und bündelt die Abfertigung von derzeit 37 Fluggesellschaften mit Reisezielen in Europa, Nordamerika, Afrika sowie dem Nahen und Fernen Osten. Laut Angaben der Flughafen München GmbH (FMG) nutzten im ersten dreimonatigen Betriebszeitraum rund 1,5 Millionen Passagiere den neuen Flugsteig, wobei täglich bis zu 20.000 Fluggäste und durchschnittlich 60 Starts über den Pier abgewickelt wurden. Insgesamt verzeichnete der Bereich in diesem Zeitraum rund 9.100 Flugbewegungen. Der Ausbau des Terminals 1 war nötig geworden, um den gestiegenen Passagierzahlen im internationalen Fern- und Außereuropaverkehr gerecht zu werden und die Abfertigungskapazitäten im bestehenden Terminalgebäude zu entlasten. Kernstück der neuen Infrastruktur ist ein zentraler Marktplatz mit rund 20 Einzelhandels- und Gastronomieflächen, darunter ein sogenannter Walkthrough-Duty-Free-Bereich. Für die Verkaufs- und Gastronomiebetriebe der FMG-Tochtergesellschaften eurotrade und Allresto brachte die Inbetriebnahme einen spürbaren Anstieg der Umsätze. Ergänzende Angebote wie eine sprachspezifische Passagierbetreuung für chinesische Reisende sollen die Orientierung und den Einkauf im Terminal erleichtern. Trotz der positiven Passagierbefragungen, bei denen 96 Prozent der Befragten Zufriedenheit mit der Aufenthaltsqualität und der visuellen Gestaltung äußerten, verweisen Branchenbeobachter auf die erheblichen finanziellen Aufwendungen und Verzögerungen während der Realisierungsphase des Projekts. Der Bau des T1-Piers erforderte erhebliche Investitionsmittel des Flughafenbetreibers, dessen Eigentümer die Freistaat Bayern, die Bundesrepublik Deutschland und die Landeshauptstadt München sind. Kritiker hinterfragen regelmäßig, inwieweit sich die hohen Kapitalkosten durch das geplante Wachstum



