
Unerwarteter Quartalsverlust trotz Einnahmerekord: Kerosinkosten belasten Finanzen der Singapore Airlines Group
Die Muttergesellschaft von Singapore Airlines hat für das am 30. Juni 2026 beendete erste Vierteljahr des Geschäftsjahres einen ungewöhnlichen Verlust ausgewiesen. Obwohl der Konzern im gleichen Zeitraum so hohe Einnahmen wie noch nie in seiner Geschichte verzeichnete, führte eine erhebliche Verteuerung beim Flugkraftstoff zu einem negativen Gesamtergebnis. Wie die Singapore Airlines Group mitteilte, belief sich der Nettofehlbetrag für das erste Quartal auf 76 Millionen Singapur-Dollar (etwa 59 Millionen US-Dollar). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Fluggesellschaft noch einen Nettogewinn von 186 Millionen Singapur-Dollar (rund 143 Millionen US-Dollar) erzielt. Die Ursache für den finanziellen Rückschlag liegt in den drastisch gestiegenen Treibstoffkosten, die als Spätfolge des im Februar 2026 ausgebrochenen Konflikts im Nahen Osten zeitversetzt auf die Bilanzen der Luftfahrtbranche durchschlagen. Rekordumsätze im Passagier- und Frachtgeschäft Auf der Einnahmenseite verzeichnete der Konzern in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ausgeprägte Zuwächse. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19,3 Prozent auf den neuen Höchstwert von 5,71 Milliarden Singapur-Dollar (ca. 4,40 Milliarden US-Dollar). Das Passagiergeschäft trug hierzu mit 4,58 Milliarden Singapur-Dollar (rund 3,53 Milliarden US-Dollar) bei, was einem Plus von 18,6 Prozent entspricht. Gemeinsam beförderten Singapore Airlines und die konzerneigene Billigfluggesellschaft Scoot im Berichtszeitraum 10,9 Millionen Passagiere. Dies bedeutete einen Anstieg der Fluggastzahlen um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig verbesserten sich die Durchschnittserlöse pro Passagierkilometer (Passenger Yields) um 12 Prozent. Auch die Frachtsparte erzielte ein Umsatzplus von 33,5 Prozent auf 708 Millionen Singapur-Dollar (ca. 545 Millionen US-Dollar). Gestützt wurde dieses Ergebnis durch höhere Frachtraten und eine verbesserte Auslastung der Laderäume, wobei




