Airbus A321 (Foto: Acroterion).
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Atlanta: FAA leitet Untersuchung nach Beinahe-Kollision zweier Delta-Maschinen ein

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Am internationalen Flughafen Hartsfield-Jackson in Atlanta ist es am späten Montagabend zu einem schwerwiegenden Zwischenfall im Luftverkehr gekommen.

Zwei Passagierflugzeuge der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines kamen sich während eines abgebrochenen Landemanövers gefährlich nahe. Betroffen waren der Flug DL1568, eine aus Pittsburgh kommende Boeing 737-900ER mit vorheriger wetterbedingter Ausweichlandung in Chattanooga, sowie der Flug DL2472, ein nach Rochester startender Airbus A321. In beiden Cockpits löste das bordeigene Anti-Kollisionssystem (TCAS) automatische Warnungen aus, die die Besatzungen zu Ausweichmanövern veranlassten.

Nach bisher vorliegenden Daten von Flugverfolgungsdiensten und Funksprüchen leitete die landende Boeing ein Durchstartmanöver ein, nachdem die Besatzung ein anderes Flugzeug auf oder nahe der Landebahn bemerkt hatte. Zeitgleich startete der Airbus auf einer parallelen Piste. Die Flugverkehrskontrolle wies beiden Maschinen daraufhin zeitgleich eine Rechtskurve und den Steigflug auf eine Höhe von 4.000 Fuß zu, wodurch gerieten die Flugzeuge auf konvergierende Kurse. Nach Auswertung von Flugdaten verringerte sich der Abstand zwischen den Flugzeugen kurzzeitig auf etwa 550 Meter in der Horizontalen und rund 183 Meter in der Vertikalen, bevor die Lotsen und die automatischen Cockpitsysteme den Mindestabstand wiederherstellen konnten.

Die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA hat eine formelle Untersuchung eingeleitet, um die genaue Abfolge der Ereignisse und die Anweisungen der Fluglotsen zu prüfen. Dabei steht insbesondere im Fokus, weshalb zwei Flugzeuge im komplexen Knotenpunktbetrieb auf identische Ausweichkurse geleitet wurden. Delta Air Lines teilte mit, dass die Piloten gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften gehandelt hätten und intensiv für derartige Szenarien geschult werden. Beide Maschinen setzten ihren Flug nach der Aufhebung der Ausweichanweisungen fort beziehungsweise landeten sicher am Zielflughafen.

Der Vorfall unterstreicht die betrieblichen Herausforderungen an stark frequentierten Drehkreuzen, wenn wetterbedingte Verzögerungen und dichter Parallelbetrieb aufeinandertreffen. Obwohl Durchstartmanöver zum routinemäßigen Sicherheitsstandard in der zivilen Luftfahrt gehören, gelten TCAS-Ausweichempfehlungen in unmittelbarer Bodennähe als selten und weisen auf eine Beeinträchtigung der gestaffelten Mindestabstände hin. Die Ergebnisse der Behörde werden Aufschluss darüber geben müssen, ob prozedurale Anpassungen bei der Staffelung von Durchstartern und Starts erforderlich sind.

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