Airbus A320 (Foto: MarcelX42).
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Wiederaufnahme von Flugverbindungen nach Syrien: Leav Aviation fliegt nach Damaskus und Aleppo

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Die in Köln ansässige Fluggesellschaft Leav Aviation erweitert ihr Angebot an Direktflügen zwischen Deutschland und Syrien. Nach der Aufnahme einer Verbindung von Düsseldorf in die syrische Hauptstadt Damaskus am 29. Juli 2026 nimmt das Unternehmen ab dem 1. August 2026 auch Nonstop-Flüge nach Aleppo in seinen Flugplan auf.

Damit bedient erstmals seit knapp 15 Jahren wieder eine deutsche Fluggesellschaft direkte Strecken in die zwei Zielorte des Landes. Grundlagenschaffend für diese Entwicklung war ein Mitte Juli 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Syrien abgeschlossenes Luftverkehrsabkommen, das den rechtlichen Rahmen für den kommerziellen Flugbetrieb neu abgesteckt hat. Das Angebot richtet sich vornehmlich an die in Deutschland lebende syrische Bevölkerung sowie an Geschäftsreisende, steht jedoch vor dem Hintergrund fortbestehender Sicherheitsrisiken und behördlicher Reisewarnungen.

Ausbau des Flugangebots nach Aleppo und Damaskus

Das Streckennetz von Leav Aviation erhält mit der Stadt Aleppo seinen zweiten Zielort auf syrischem Territorium. Der Erstflug von Düsseldorf nach Aleppo ist für den 1. August 2026 terminiert, gefolgt von einer weiteren Verbindung am 3. August 2026. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind die Tickets für diese Flüge bereits über die bestehenden Vertriebskanäle buchbar.

Die Verbindung nach Aleppo schließt unmittelbar an die Eröffnung der Route von Düsseldorf nach Damaskus an, die am 29. Juli 2026 ihren Betrieb aufnahm. Auf der Verbindung nach Damaskus setzt Leav Aviation ein Flugzeug vom Typ Airbus A320-200 mit einer Kapazität von 180 Sitzplätzen ein. Vorgesehen sind zunächst zwei wöchentliche Umläufe, jeweils mittwochs und freitags. Die reine Flugzeit zwischen Nordrhein-Westfalen und der syrischen Hauptstadt beträgt rund vierieinhalb Stunden.

Durch die Aufnahme der Verbindungen verkürzen sich die Reisezeiten für Passagiere beträchtlich. In den zurückliegenden Jahren war die Erreichbarkeit syrischer Städte durch den Ausfall von Direktflügen stark eingeschränkt. Reisende mussten regelhaft auf zeitaufwendige Ausweichrouten über Drittstaaten zurückgreifen, um an ihr Ziel zu gelangen.

Rechtliche und administrative Grundlagen

Die Aufstiegsgenehmigungen für die Flüge basieren auf einem neuen bilateralen Luftverkehrsabkommen, das Mitte Juli 2026 von Vertretern Deutschlands und Syriens unterzeichnet wurde. Dieses Vertragswerk schafft die juristischen Voraussetzungen für die Vergabe von Verkehrsrechten im Liniendienst zwischen beiden Staaten. Direktflugverbindungen waren seit dem Ausbruch der bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien im Jahr 2011 aus politischen Gründen sowie aufgrund veränderter Sicherheitslagen ausgesetzt worden.

Für die Durchführung der Flüge holte Leav Aviation die erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Aufsichtsbehörden ein. Das deutsche Luftfahrt-Bundesamt sowie die syrische Zivilluftfahrtbehörde erteilten die entsprechenden Freigaben für den Betrieb des Fluggeräts auf den beantragten Strecken. Unternehmenschef Daniel Broda verwies in einer Stellungnahme darauf, dass die Umsetzung der Flüge in enger Abstimmung mit den behördlichen Stellen beider Länder vorbereitet wurde.

Zielgruppen und veränderte Reisewege

Das Flugangebot zielt in erster Linie auf die Beförderung von Passagieren ab, die Verwandte und Bekannte in Syrien besuchen möchten. In Deutschland lebt eine bedeutende syrische Diaspora, deren Angehörige für Reisen in die Herkunftsregion bislang komplexe Anreisen in Kauf nehmen mussten. Üblich waren Flugverbindungen mit Zwischenstopps an internationalen Drehkreuzen in der Türkei, in Jordanien oder im Libanon. Häufig schloss sich an den Flug eine mehrstündige Weiterreise auf dem Landweg an.

Neben dem privaten Besuchsverkehr eröffnet die direkte Luftverbindung Optionen für den geschäftlichen Austausch sowie für Angehörige internationaler Organisationen. Die Möglichkeit, sowohl den Süden des Landes über Damaskus als auch den Norden über Aleppo direkt anzufliegen, vereinfacht die Reiseplanung für unterschiedliche Zielregionen innerhalb Syriens.

Sicherheitslage und behördliche Hinweise

Trotz der rechtlichen Reaktivierung des Flugverkehrs bleibt die Sicherheitslage in der Region komplex. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hält seine Teil- und Vollreisewarnungen für Syrien unverändert aufrecht. Die Behörden weisen kontinuierlich auf bestehende Risiken durch unübersichtliche Lageentwicklungen hin.

Fluggesellschaften und Reiseexperten raten Passagieren daher, sich vor der Buchung und dem Antritt einer Reise eingehend über die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaerfordernisse und sicherheitsrelevanten Hinweise des Auswärtigen Amts sowie der syrischen Auslandsvertretungen zu informieren. Zudem wird Reisenden der Abschluss eines passenden Versicherungsschutzes, insbesondere einer Reisekrankenversicherung mit Abdeckung für die Zielregion, dringend empfohlen.

Marktdynamik im internationalen Flugverkehr

Die Initiativen von Leav Aviation stehen im Kontext einer breiteren Entwicklung im deutschen Luftfahrtmarkt. Neben dem Kölner Unternehmen haben auch andere Marktteilnehmer Interesse an Flügen in den Nahen Osten geäußert. So plant die Fluggesellschaft Sundair ab dem 1. August 2026 eine Verbindung von Berlin nach Damaskus sowie ab dem 1. Oktober 2026 Flüge von Berlin nach Aleppo.

Diese Vorhaben verdeutlichen, dass der Markt für Direktverbindungen zwischen Mitteleuropa und dem Nahen Osten nach langen Jahren der Stagnation wieder in Bewegung gerät. Wie nachhaltig sich das Flugangebot im regulären Flugplan etablieren kann, wird von der tatsächlichen Nachfrageentwicklung, den betrieblichen Abläufen an den Zielflughäfen und der weiteren Entwicklung der Rahmenbedingungen in der Region abhängen.

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