August 3, 2026

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August 3, 2026

Anpassungen im russischen Zivilluftfahrtsektor: Moskau erhöht Mittel für die Flugzeugmuster MC-21 und Il-114-300

Die Regierung der Russischen Föderation hat am 30. Juli 2026 eine Aufstockung der staatlichen Finanzmittel für die Serienfertigung heimischer Verkehrsflugzeuge bekannt gegeben. Wie Ministerpräsident Michail Mischustin mitteilte, stellt der Staat zusätzliche Gelder bereit, um den Bau des Mittelstreckenflugzeugs MC-21-310 abzusichern sowie die Fertigstellung der ersten drei Serienmaschinen des Turboprop-Typs Il-114-300 zu finanzieren. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von westlichen Herstellern und Bauteilen im zivilen Luftverkehr schrittweise abzubauen und den heimischen Fluggesellschaften Ersatz für alternde Flottenbestände bereitzustellen. Im Werk des Herstellers Jakowlew in Irkutsk befinden sich derzeit 18 Maschinen des Typs MC-21 in unterschiedlichen Montagestadien. Hauptabnehmer der Neu- und Nachbauten ist die staatlich geprägte Fluggesellschaft Aeroflot. Allerdings verzögern technische Umstellungen bei Triebwerken und Systemkomponenten sowie behördliche Zertifizierungsprozesse den Zeitplan für die Serienauslieferungen. Erhöhung der Haushaltsmittel für das Programm MC-21-310 Die Zusage neuer Finanzmittel durch die russische Bundesregierung soll die Kontinuität der Fertigungsstraßen im Flugzeugwerk Irkutsk sichern. Ministerpräsident Michail Mischustin betonte, dass die finanzielle Ausstattung darauf ausgelegt sei, den Produktionsbetrieb ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten und den bis zum Jahr 2035 geplanten Auftragsbestand abzuarbeiten. Kurz zuvor, im Verlauf des Monats Juli 2026, hatte sich auch der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Besuch des Werks in Irkutsk über den Montagefortschritt der Passagierflugzeuge informiert. Das Modell MC-21-310 stellt die importsubstituierte Variante der ursprünglich mit westlicher Avionik und Pratt-Whitney-Triebwerken konzipierten MC-21 dar. Nach dem Erlass umfassender Wirtschaftssanktionen durch westliche Staaten als Reaktion auf den Konflikt in der Ukraine wurden die Lieferketten für ausländische Komponenten unterbrochen. Die aktuelle Ausführung setzt auf russische Baugruppen sowie das

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Gewerkschaft Vida fordert Antworten zu Arbeitsbedingungen im österreichischen Tourismus

In der österreichischen Tourismuspolitik verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen der Bundesregierung und der Arbeitnehmervertretung Vida. Anlass ist ein Treffen der Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner mit der griechischen Tourismusministerin Olga Kefalogianni in Salzburg, bei dem Möglichkeiten zur Anwerbung von Arbeitskräften aus Griechenland und Zypern erörtert wurden. Die Gewerkschaft Vida kritisierte diesen Schritt deutlich und verwies darauf, dass ein vor Wochen übermittelter Fragenkatalog zur Situation der rund 250.000 Beschäftigten in der heimischen Hotellerie und Gastronomie von Seiten des Staatssekretariats weiterhin unbeantwortet geblieben sei. Der 43 Punkte umfassende Fragenkatalog der Gewerkschaft betrifft zentrale Problemfelder der Branche. Neben Maßnahmen gegen Lohndumping und Ausbeutung stehen die hohe Fluktuation im Gewerbe, der Umgang mit öffentlichen Fördermitteln sowie die Praxis der saisonalen Zwischenparkung von Angestellten beim Arbeitsmarktservice (AMS) im Mittelpunkt. Die Arbeitnehmervertretung fordert Klarheit darüber, wie ausländische Arbeitskräfte vor Ausbeutung geschützt werden sollen, während der Anteil ausländischer Beschäftigter im Sektor bereits bei knapp 60 Prozent liegt. Nach dem Abbruch der Kollektivvertragsverhandlungen durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hatte sich das Staatssekretariat als Vermittler zwischen den Sozialpartnern ins Spiel gebracht. Aus Sicht der Gewerkschaft reicht eine reine Anwerbung im Ausland nicht aus, um die personellen Engpässe in den Betrieben nachhaltig zu lösen. Gefordert werden stattdessen höhere Entgelte, planbarere Arbeitszeiten und eine Anhebung der Attraktivität der Arbeitsplätze, damit ausgebildete Kräfte länger im Gastgewerbe verbleiben. Arbeitsmarktexperten verweisen darauf, dass die Gastronomie und Hotellerie in Österreich vor strukturellen Herausforderungen steht. Während Arbeitgeberverbände auf den akuten Mitarbeitermangel verweisen und beschleunigte Verfahren bei der Anwerbung aus dem Ausland verlangen, bemängeln Interessenvertretungen die im Branchenvergleich oft

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Bilanzielle Anpassungen bei Air France-KLM: Konzern verlängert die kalkulatorische Nutzungsdauer moderner Passagierflugzeuge

Der europäische Luftfahrtkonzern Air France-KLM hat im ersten Halbjahr 2026 eine maßgebliche Änderung seiner Buchhaltungspraxis bei der Bewertung des eigenen Fluggeräts vorgenommen. Für mehrere moderne Teilflotten – darunter die Langstreckenmuster Airbus A350 und Boeing 787 sowie die Schmalrumpfflugzeuge der Airbus-A320neo-Familie – wird die betriebliche Abschreibungsdauer von bislang 20 auf nunmehr 25 Jahre angehoben. Nach Angaben der Unternehmensführung spiegelt diese Maßnahme die realistisch erwartbare Nutzungsdauer der technologisch fortschrittlichen Flugzeugtypen wider. Die bilanzielle Umstellung entlastet das operative Ergebnis der Holding bereits im ersten Halbjahr 2026 um 24 Millionen Euro durch geringere jährliche Abschreibungssätze. Gleichzeitig verdeutlicht der Schritt die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr, in dem die langfristige Ausnutzung kapitalintensiver Flugzeuganschaffungen vor dem Hintergrund weltweiter Lieferkettenengpässe an Bedeutung gewinnt. Bilanzielle Effekte und betriebswirtschaftliche Hintergründe der Entscheidung Die Entscheidung, die Abschreibungszyklen ausgewählter Flottenteile von zwei Jahrzehnten auf ein Vierteljahrhundert zu verlängern, hat unmittelbare Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns. Durch die Verteilung der Anschaffungskosten über einen Zeitraum von 25 Jahren sinken die jährlichen Abschreibungsbeträge pro Flugzeug nominell ab. Für den Sechsmonatszeitraum bis zum 30. Juni 2026 führte diese bilanzielle Anpassung zu einer Verringerung des Abschreibungsaufwands um insgesamt 24 Millionen Euro, was sich entsprechend positiv auf das operative Ausweisdokument der Gruppe auswirkt. Finanzanalysten bewerten solche bilanziellen Maßnahmen als gängiges, aber aufmerksam zu beobachtendes Instrument im Luftfahrtsektor. Fluggesellschaften passen die kalkulatorische Nutzungsdauer in regelmäßigen Abständen an, um die buchhalterische Entwertung des Anlagevermögens mit der tatsächlichen physischen und wirtschaftlichen Einsatzdauer der Maschinen in Übereinstimmung zu bringen. Durch verbesserte Verbundwerkstoffe, korrosionsbeständigere Materialien und optimierte Wartungsintervalle

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Streit um digitale Mitgliederwerbung: Vereinigung Cockpit verklagt Lufthansa vor dem Arbeitsgericht Köln

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat beim Arbeitsgericht Köln Klage gegen die Deutsche Lufthansa AG eingereicht. Gegenstand des Rechtsstreits ist der Zugang zu den dienstlichen E-Mail-Adressen der Piloten des Luftfahrtkonzerns zum Zwecke der Mitgliederwerbung. Die Vereinigung Cockpit hatte den Arbeitgeber zuvor außergerichtlich aufgefordert, die Versendung eigener Informationsschreiben an das betriebliche Mail-System zu gestatten oder alternativ Gewerkschaftsmitteilungen an die Belegschaft weiterzuleiten. Lufthansa verweigerte diese Nutzung der internen Kommunikationsinfrastruktur, woraufhin die Gewerkschaft den gerichtlich zugelassenen Rechtsweg einschlug. Die Klägerseite stützt ihr Anliegen auf die verfassungsrechtlich verankerte Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Absatz 3 des Grundgesetzes. Nach Ansicht der Berufsvertretung muss der Schutzbereich des Grundgesetzes an die Gegebenheiten einer digitalisierten Arbeitswelt angepasst werden. Gerade im mobilen Flugbetrieb seien die Beschäftigten auf klassischen Wegen wie Aushängen oder Präsenzveranstaltungen in den Betrieben kaum mehr zu erreichen. Die dienstliche E-Mail-Adresse gelte in der Praxis als zentrales Kommunikationsmittel. Es geht der Gewerkschaft nach eigener Darstellung nicht um einen dauerhaften Zugriff auf die betrieblichen IT-Systeme, sondern um die rechtlich zugesicherte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwecks Mitgliederwerbung. Der Konflikt verdeutlicht die juristische Unschärfe beim digitalen Zugangsrecht für Gewerkschaften in Deutschland. Während Gewerkschaftsvertreter auf frühere Initiativen aus der Bundespolitik verweisen, die den Handlungsbedarf für eine Anpassung der Rahmenbedingungen sahen, verweisen Arbeitgeberverbände auf Eigentumsrechte an der IT-Infrastruktur sowie das Verbot der Störung von Betriebsabläufen. In der Rechtsprechung ist der Umfang gewerkschaftlicher Nutzung betrieblicher E-Mail-Systeme bislang im Detail umstritten. Lufthansa lehnt eine pauschale Öffnung der internen Systeme für verbandsfremde Zwecke mit Verweis auf den Schutz der IT-Ressourcen ab. Das Verfahren vor dem Arbeitsgericht Köln wird

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Wiederaufnahme von Flugverbindungen nach Syrien: Leav Aviation fliegt nach Damaskus und Aleppo

Die in Köln ansässige Fluggesellschaft Leav Aviation erweitert ihr Angebot an Direktflügen zwischen Deutschland und Syrien. Nach der Aufnahme einer Verbindung von Düsseldorf in die syrische Hauptstadt Damaskus am 29. Juli 2026 nimmt das Unternehmen ab dem 1. August 2026 auch Nonstop-Flüge nach Aleppo in seinen Flugplan auf. Damit bedient erstmals seit knapp 15 Jahren wieder eine deutsche Fluggesellschaft direkte Strecken in die zwei Zielorte des Landes. Grundlagenschaffend für diese Entwicklung war ein Mitte Juli 2026 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Syrien abgeschlossenes Luftverkehrsabkommen, das den rechtlichen Rahmen für den kommerziellen Flugbetrieb neu abgesteckt hat. Das Angebot richtet sich vornehmlich an die in Deutschland lebende syrische Bevölkerung sowie an Geschäftsreisende, steht jedoch vor dem Hintergrund fortbestehender Sicherheitsrisiken und behördlicher Reisewarnungen. Ausbau des Flugangebots nach Aleppo und Damaskus Das Streckennetz von Leav Aviation erhält mit der Stadt Aleppo seinen zweiten Zielort auf syrischem Territorium. Der Erstflug von Düsseldorf nach Aleppo ist für den 1. August 2026 terminiert, gefolgt von einer weiteren Verbindung am 3. August 2026. Nach Angaben der Fluggesellschaft sind die Tickets für diese Flüge bereits über die bestehenden Vertriebskanäle buchbar. Die Verbindung nach Aleppo schließt unmittelbar an die Eröffnung der Route von Düsseldorf nach Damaskus an, die am 29. Juli 2026 ihren Betrieb aufnahm. Auf der Verbindung nach Damaskus setzt Leav Aviation ein Flugzeug vom Typ Airbus A320-200 mit einer Kapazität von 180 Sitzplätzen ein. Vorgesehen sind zunächst zwei wöchentliche Umläufe, jeweils mittwochs und freitags. Die reine Flugzeit zwischen Nordrhein-Westfalen und der syrischen Hauptstadt beträgt rund vierieinhalb Stunden. Durch

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Lufthansa Group gibt mehrere Personalwechsel in Tochtergesellschaften bekannt

Der Luftfahrtkonzern Lufthansa ordnet das Management verschiedener Tochtergesellschaften zum Herbst 2026 neu. Im Zuge dieses Stuhlwechsels übernimmt Edi Wolfensberger zum 1. Oktober 2026 den Chefposten bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss. Der bisherige Chief Operating Officer (COO) von Eurowings tritt damit die Nachfolge von Bernd Bauer an, der das Unternehmen und den Konzern nach mehr als zwölf Jahren an der Spitze verlässt. Bauer hatte in der Vergangenheit zeitweise auch die Leitung von Discover Airlines inne und schied im Rahmen des Erreichens der betriebsinternen Altersgrenzen aus dem aktiven Dienst aus. Die frei werdende Position des Betriebsleiter-Vorstands bei Eurowings besetzt der Konzern ebenfalls intern: Matthias Spohr, seit 2021 Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training, übernimmt ab Oktober die COO-Verantwortung beim Kölner Ableger. Spohr bringt langjährige Erfahrung aus früheren Führungspositionen bei Germanwings sowie als Flugbetriebsleiter bei Eurowings mit. Wer künftig die Lufthansa Aviation Training leiten wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geregelt und soll in Kürze entschieden werden. Auch bei der im Zubringerverkehr aktiven Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines kommt es zu einer Neubesetzung an der Spitze. Michael Kircher, aktuell bei Austrian Airlines als Trainingschef und Kapitän im Einsatz, wird zum 1. November 2026 neuer Hauptgeschäftsführer und Accountable Manager der Gesellschaft sowie Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Er folgt auf Peter Albers, der sich nach dem geglückten Betriebsstart des neuen Flugbetriebs vereinbarungsgemäß wieder ganz auf seine Arbeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines konzentriert. Die Personalentscheidungen spiegeln die Bestrebungen des Mutterkonzerns wider, die betriebliche Steuerung der verschiedenen Flugbetriebe durch erfahrene Piloten und Führungskräfte aus den

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Sanktionen der USA gegen ein internationales Netzwerk zur Unterstützung der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air

Das US-Finanzministerium hat am 31. Juli 2026 neue Sanktionen gegen ein internationales Netzwerk verhängt, das nach Erkenntnissen der Behörden in Washington die iranische Fluggesellschaft Mahan Air unterstützt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen insgesamt sechs Unternehmen und Einzelpersonen in China, Indien, Russland und dem Iran. Nach US-amerikanischen Angaben nutzt das iranische Regime die Fluggesellschaft für den Transport von Personal der Iranischen Revolutionsgarden sowie für die Beförderung von Waffen und unbemannten Flugkörpern. Unter den sankionierten Einheiten befinden sich Vertretungen und Vertriebsagenten der Fluggesellschaft sowie eine den Revolutionsgarden nahestehende Tarnfirma, die an Zielerfassungssystemen beteiligt gewesen sein soll. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund gewachsener militärischer Spannungen im Nahen Osten, die sich zuletzt auch auf die Schifffahrtswege im östlichen Mittelmeer ausgeweitet haben. Struktur und Akteure des sankionierten Logistiknetzwerks Die aktuellen Beschlüsse der US-Finanzbehörde Office of Foreign Assets Control zielen auf die Unterbrechung von Dienstleistungen und Finanzströmen ab, die den Weiterbetrieb von Mahan Air trotz bestehender internationaler Restriktionen ermöglichen. Bei den sankionierten Stellen handelt es sich um Unternehmen und Personen, die in China, Indien, Russland und dem Iran ansässig sind und als General Sales Agents oder Logistikdienstleister für die Fluggesellschaft fungieren. Diese Firmen wickeln unter anderem den Ticketvertrieb, die Frachtbuchung und die örtliche Abwicklung an ausländischen Flughäfen ab. Mahan Air steht bereits seit mehreren Jahren auf den Sanktionslisten der USA sowie der Europäischen Union. Dennoch gelang es der Fluggesellschaft bisher über ein Geflecht von Zwischenhändlern und Auslandsvertretungen, betriebliche Abläufe im internationalen Luftverkehr aufrechtzuerhalten. Neben den zivilen Vertriebsstrukturen erfasste das US-Finanzministerium eine Scheinfirma aus dem Umfeld

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Sun Express startet digitales Endkundenportal für kombinierte Urlaubs- und Familienreisen

Der deutsch-türkische Ferienflieger Sun Express hat eine eigene Buchungsplattform für Pauschalreisen unter dem Namen Sun Express Holidays für den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Betrieb genommen. Über das digitale Portal werden Flüge der Gesellschaft sowie Partnerangebote mit Unterkünften und Zusatzleistungen zu Komplettpaketen gebündelt. Ein wesentlicher Bestandteil des Modells ist die Möglichkeit, Aufenthalte bei Verwandten und Bekannten mit klassischen Hotelübernachtungen zeitlich zu kombinieren. Während das Unternehmen mit dieser Struktur neue Vertriebswege im direkten Verbrauchergeschäft sucht, stößt das Konzept im stationären Reisevertrieb auf Kritik. Da die Angebote ausschließlich über die eigene Internetseite buchbar sind, bleiben traditionelle Reisebüros von der Vermittlung ausgeschlossen. Für die rechtliche Absicherung und Paketierung zeichnet der Reiseveranstalter Bentour Reisen verantwortlich, während die technische Abwicklung über eine Tochtergesellschaft der Schmetterling-Gruppe erfolgt. Zielsetzung und Funktionsweise von Sun Express Holidays Mit dem Start des Portals führt der Fluganbieter eine Struktur ein, die sich gezielt an Reisende im Marktsegment zwischen Mitteleuropa, der Türkei und Ägypten richtet. Neben klassischen Pauschalarrangements für Seebäder an der türkischen Riviera und der Ägäis wie Antalya, Bodrum, Dalaman und Izmir umfasst das Portfolio auch ägyptische Zielgebiete wie Hurghada und Marsa Alam. Die Flüge nach Ägypten werden dabei in Kooperation mit der Partnerfluggesellschaft Air Cairo durchgeführt. Ein zentraler Aspekt der Plattform liegt in der zeitlichen Flexibilität der Bausteine. Bei herkömmlichen Pauschalreisen deckt die Hotelbuchung in der Regel den gesamten Zeitraum zwischen Hin- und Rückflug ab. Das neue Angebot gestattet es Passagieren hingegen, nur für einen Teil der Reisezeit eine Hotelunterkunft zu buchen. Die verbleibenden Tage können

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Edelweiss: Edi Wolfensberger übernimmt Geschäftsleitung von Bernd Bauer

Bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss steht ein Wechsel an der Unternehmensspitze bevor. Edi Wolfensberger übernimmt zum 1. Oktober 2026 den Posten des Hauptgeschäftsführers von Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölfjähriger Tätigkeit verlässt. Der Vorstandsentscheid der Muttergesellschaft Lufthansa Group sieht mit dem 45-jährigen Schweizer eine konzerninterne Nachfolgebesetzung vor. Wolfensberger war zuletzt seit April 2022 als Chief Operating Officer in der Geschäftsleitung von Eurowings tätig und verantwortete davor operative Leitungsfunktionen bei Brussels Airlines sowie der Lufthansa Aviation Training Switzerland. Seine berufliche Laufbahn in der Luftfahrtbranche hatte er 2008 bei Swiss International Air Lines im Finanz- und kaufmännischen Bereich begonnen. Der scheidende Geschäftsführer Bernd Bauer prägte die Entwicklung von Edelweiss seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014 maßgeblich. In diesem Zeitraum wuchs der Personalstand der Airline von unter 500 auf nahezu 1.700 Beschäftigte an, während das Streckennetz auf mehr als 100 Destinationen ausgeweitet wurde. Neben der Erneuerung der Flotte durch die Integration von Flugzeugen des Typs Airbus A340 und der Vorbereitung auf den Einsatz moderner Airbus A350 steuerte Bauer das Unternehmen durch die Phase der Pandemie. Zwischenzeitlich zeichnete er von 2022 bis 2025 in Personalunion auch für die Führung der deutschen Konzernschwester Discover Airlines verantwortlich. Das Ausscheiden des 60-Jährigen erfolgt im Rahmen der üblichen Altersgrenzen für leitende Führungskräfte innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Der Wechsel in der Führungsebene fällt in eine Phase organisatorischer und betrieblicher Anpassungen im Konzernverbund. Die Einbindung von Edelweiss in das internationale Netzwerk der Muttergesellschaft erfordert eine enge Abstimmung der Kapazitäten und Flugpläne mit dem Drehkreuz Zürich. Mit der Besetzung durch einen

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Treibstoffkosten: IAG korrigiert Kapazitätsplanung und verzeichnet Gewinnrückgang

Der anhaltende militärische Konflikt unter Beteiligung des Iran hat erhebliche Auswirkungen auf die globale Luftfahrtbranche und schlägt sich zunehmend in den Bilanzen europäischer Luftfahrtkonzerne nieder. Die International Airlines Group, Muttergesellschaft von Fluggesellschaften wie British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level, muss ihre Finanz- und Kapazitätsplanung für das laufende Geschäftsjahr anpassen. Grund hierfür ist der deutliche Anstieg der Kerosinpreise an den Rohstoffmärkten. Die Gesamtrechnung für Treibstoff schätzt der Konzern nun auf 8,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr, was einer Erhöhung um 300 Millionen Euro gegenüber den Prognosen von Ende Juni entspricht. Infolgedessen gibt die Unternehmensführung das ursprüngliche Ziel auf, die angebotene Sitzplatzkapazität im Jahr 2026 um drei Prozent auszuweiten, und geht nun von einer Stagnation des Kapazitätsniveaus aus. An der Börse in London reagierten die Anleger verhalten, wodurch der Aktienkurs des Konzerns spürbar nachgab. Entwicklung der Kennzahlen im zweiten Quartal 2026 Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse von IAG für das zweite Quartal 2026 verdeutlichen die gestiegene Kostenbelastung im Flugbetrieb. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz verharrte mit 8,89 Milliarden Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Unter dem Strich verzeichnete IAG beim Periodenergebnis einen Rückgang um gut ein Drittel auf 732 Millionen Euro. Das Management versucht, den finanziellen Druck durch operative Gegenmaßnahmen abzufedern. Der Konzern geht derzeit davon aus, etwa 60 Prozent der treibstoffbedingten Mehrkosten durch eine Anpassung der Ticketpreise sowie durch gezielte Effizienzprogramme im Betrieb auszugleichen. Dennoch begrenzt das Marktumfeld den Spielraum für Preissteigerungen, da

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