Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat den Buchungsstart für ihren Schweizer Sommerflugplan 2027 bekannt gegeben. Für den Reisezeitraum vom 14. Juni bis zum 26. September 2027 stellt die Airline auf mehr als 27.000 Flügen von und in die Schweiz ein Gesamtkontingent von über fünf Millionen Sitzplätzen bereit.
Das Flugprogramm stützt sich im Wesentlichen auf die drei Schweizer Standorte Genf, Basel-Mülhausen und Zürich, wobei der Schwerpunkt der Verbindungen auf den Flughäfen Genf und EuroAirport Basel liegt.
Das angebotene Streckennetz deckt ein breites Spektrum an europäischen Städte- und Ferienzielen ab. Neben klassischen Urlaubsregionen am Mittelmeer und in Nordafrika, darunter Mallorca, die Kanarischen Inseln, Kreta, Madeira sowie ägyptische und marokkanische Destinationen, umfasst der Flugplan europäische Hauptstädte und Metropolen wie Berlin, Rom, Prag und Lissabon. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Flugverkehr in das Vereinigte Königreich mit Direktverbindungen nach London, Manchester, Edinburgh, Liverpool und Bristol.
Mit dem frühzeitigen Verkaufstaktik versucht die Fluggesellschaft, sich frühzeitig Liquidität zu sichern und die Auslastung ihrer Flotte für das übernächste Jahr planbar zu gestalten. Der Markt für Kurz- und Mittelstreckenflüge ab der Schweiz ist von einem intensiven Wettbewerb geprägt, bei dem Easyjet insbesondere auf den Basen Genf und Basel mit Anbietern wie Swiss und weiteren europäischen Günstigfliegern konkurriert. Die Staffelung der Ticketpreise folgt dem Ertragsmanagement, bei dem früh gebuchte Tickets zu niedrigeren Einstiegspreisen angeboten werden, während die Tarife mit steigender Nachfrage anziehen.
Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass derart lange Vorlaufzeiten im Flugplanverkauf Risiken für die Konsumenten sowie für die betriebliche Flexibilität der Fluggesellschaft bergen. Operational bedingte Flugplananpassungen, Verschiebungen von Slots oder wirtschaftliche Schwankungen können in einem Zeitraum von knapp zwei Jahren bis zum Flugtermin noch zu Änderungen bei Flugzeiten oder Streckenführungen führen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die allgemeine Nachfrage nach Flugreisen in der Schweiz angesichts künftiger Kaufkraftentwicklungen und Flughafengebühren entwickeln wird.