Die Langstrecken-Billigfluggesellschaft Air Asia X stellt ihre Direktverbindung zwischen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur und Taschkent in Usbekistan mit Wirkung zum 2. September 2026 ein. Wie das Unternehmen mitteilte, erfolgt die Aussetzung der Strecke im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung und Anpassung des eigenen Flugplans.
Betroffene Passagiere werden von der Fluggesellschaft benachrichtigt und erhalten die Option, den vollen Ticketpreis zurückzufordern oder eine Gutschrift über den Betrag mit zweijähriger Gültigkeit zu akzeptieren. Über eine etwaige Wiederaufnahme der Flugroute zu einem späteren Zeitpunkt machte der Carrier keine Angaben.
Die Einstellung der Strecke kommt nach einer Betriebsphase, in der Air Asia X versucht hatte, Zentralasien als Markt für kostengünstige Fernflüge ab Südostasien zu erschließen. Die Verbindung sollte den Personen- und Warenverkehr zwischen Malaysia und Usbekistan fördern sowie Umsteigeverbindungen innerhalb des Streckennetzes der Air-Asia-Gruppe ermöglichen. In der Region steht die Airline jedoch im Wettbewerb mit etablierten Netzwerk-Carriern wie Uzbekistan Airways, die den Markt auf der Route seit Längerem bedienen und über gefestigte Vertriebsstrukturen vor Ort verfügen.
Branchenbeobachter führen die Entscheidung auf eine unzureichende Sitzplatzauslastung sowie auf schwankende Erträge pro Passagier zurück, die den Weiterbetrieb auf der Langstrecke wirtschaftlich unrentabel machten. Die Bereitstellung von Großraumflugzeugen auf Sekundärrouten erfordert eine konstant hohe Nachfrage sowohl im Einreise- als auch im Ausreiseverkehr. Zudem veranlassen steigende Treibstoff- und Abfertigungskosten viele Fluggesellschaften derzeit dazu, verbleibende Flottenkapazitäten verstärkt auf nachfragestärkere Kernmärkte in Ostasien und Australien zu verlagern.
Für den Flughafen Taschkent bedeutet der Rückzug der malaysischen Fluggesellschaft einen vorübergehenden Rückgang der Anbindungen nach Südostasien. Die Entwicklungen verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen für Billigfluggesellschaften auf Langstreckenverbindungen abseits der stark frequentierten Hauptreiserouten. Es bleibt abzuwarten, ob andere Anbieter die durch den Rückzug von Air Asia X entstehende Lücke im Flugangebot mittelfristig füllen werden.