Airbus A350 (Foto: SAS).
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Kopenhagen: Triebwerksproblem erzwingt Umkehr eines Airbus A350 der SAS

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Ein Langstreckenflug der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) von Kopenhagen nach Tokio-Haneda musste am Montag vorzeitig abgebrochen werden.

Die Besatzung eines Airbus A350-900 mit der Kennung SE-RSF entschied sich zur Umkehr zum Ausgangsflughafen, nachdem im Cockpit ein Abfall des Öldrucks an einem der Triebwerke angezeigt wurde. Flug SK983 war um 13:04 Uhr Ortszeit in Kopenhagen gestartet und befand sich bereits auf der Reiseflughöhe von 37.000 Fuß über Polen, als die Unregelmäßigkeit auftrat.

Nach den Standardverfahren für den Flugbetrieb schalteten die Piloten das betroffene Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerk ab und leiteten den Rückflug ein. Der zweistrahlige Airbus A350 ist gemäß den internationalen ETOPS-Regularien (Extended-range Twin-engine Operational Performance Standards) dafür zertifiziert, auch mit nur einem funktionsfähigen Triebwerk über einen längeren Zeitraum sicher zu fliegen. Das Flugzeug landete rund zwei Stunden und zehn Minuten nach dem Start ohne weitere Zwischenfälle auf der Landebahn 22L des Flughafens Kopenhagen, wo die Einsatzkräfte der Flughafenfeuerwehr die Maschine vorsorglich auf der Piste in Empfang nahmen.

Scandinavian Airlines stufte die Maßnahme als reine Vorsichtsentscheidung ein und stellte ein Ersatzflugzeug bereit, um die Passagiere nach Tokio zu befördern. Für die Betroffenen bedeutete die Umkehr jedoch spürbare Verzögerungen im Reiseplan, da Anschlüsse in Japan umgebucht und die Vorbereitungen für das Ersatzflugzeug mehrere Stunden in Anspruch nahmen. Nach der Landung prüften Mechaniker das betroffene Aggregat auf Ursachen für den Öldruckabfall, um eventuelle Folgeschäden oder Systemfehler auszuschließen.

Der Vorfall verdeutlicht die strikten Sicherheitsvorgaben im internationalen Luftverkehr, wirft jedoch gleichzeitig Fragen bezüglich der Zuverlässigkeit einzelner Komponenten bei Langstreckenflugzeugen auf. Obwohl Triebwerksabschaltungen im Flug selten sind, bedeuten ungeplante Umlenkungen für die Betreiber beträchtliche Zusatzkosten durch Kerosinverbrauch, Bodenabfertigung und Umbuchungen. Wie schnell die betroffene Maschine nach der technischen Überprüfung wieder in den regulären Flugbetrieb zurückkehren kann, hängt vom Ausmaß des Schadens am Ölsystem ab.

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