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Air Nostrum tilgt Corona-Schulden nach Rückkehr in die Gewinnzone

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Die spanische Regionalfluggesellschaft Air Nostrum hat im Geschäftsjahr 2025 Verbindlichkeiten aus der Zeit der Corona-Pandemie in Höhe von insgesamt 53,4 Millionen Euro zurückgezahlt.

Dies geht aus Daten des Brachendienstes „CH-Aviation“ hervor. Die Tilgung umfasst eine vorzeitige Rückzahlung von 20 Millionen Euro an die staatliche Industrieholding SEPI (Sociedad Estatal de Participaciones Industriales) sowie 20,4 Millionen Euro für Kredite des staatlichen Kreditinstituts ICO (Instituto de Crédito Oficial). Zusätzlich leistete die Airline Zinszahlungen in Höhe von 13 Millionen Euro auf ihre ausstehenden Pandemieschulden.

Die Tilgung der staatlich abgesicherten Kredite wurde durch eine Verbesserung der operativen Geschäftszahlen im Jahr 2025 ermöglicht. Nach einem Verlust von 3,3 Millionen Euro im Jahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen im darauffolgenden Geschäftsjahr einen Gewinn vor Steuern von 10,5 Millionen Euro. Der Jahresumsatz der Fluggesellschaft, die unter der Marke Iberia Regional operiert und vorwiegend Zubringer- und Regionalstrecken bedient, kletterte im gleichen Zeitraum um elf Prozent auf 690,1 Millionen Euro.

Der Abbau der Verbindlichkeiten erfolgt vor dem Hintergrund behördlicher Auflagen und der angestrebten Reduzierung staatlicher Beihilfen im europäischen Luftverkehrsmarkt. Während der Pandemie hatte Air Nostrum wie zahlreiche andere europäische Fluggesellschaften umfangreiche staatliche Stützungsmaßnahmen in Anspruch genommen, um Liquiditätsengpässe und den Einbruch des Passagieraufkommens auszugleichen. Die vorzeitige Rückführung von Teilen des SEPI-Darlehens verringert die Zinsbelastung der Fluggesellschaft für die kommenden Geschäftsjahre.

Trotz der erreichten Rückkehr in die Profitabilität verweisen Marktbeobachter auf die verbleibende Verschuldung und die moderaten Gewinnmargen im europäischen Regionalflugsegment. Steigende Personal- und Betriebskosten sowie die Abhängigkeit von Muttergesellschaften im Kapazitäts- und Wet-Lease-Geschäft erfordern eine kontinuierliche Auslastung der Flotte. Die vollständige Abwicklung der verbliebenen Staatshilfen bleibt eine Voraussetzung für die langfristige finanzielle Eigenständigkeit der Fluggesellschaft.

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