Am Dienstag, dem 4. August 2026, hat am Flughafen Brüssel der neunte jährliche Spotter-Tag stattgefunden. Im Rahmen der Veranstaltung erhielten zwanzig ausgewählte Flugzeugbeobachter Zugang zu abgesperrten Bereichen des Rollfelds, um Starts und Landungen aus nächster Nähe zu fotografieren.
Die Teilnehmerauswahl erfolgte über einen vorab ausgerichteten Wettbewerb, an dem sich nach Angaben der Betreibergesellschaft mehr als 220 Personen beteiligten. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als 165 Bewerbungen registriert wurden.
Neben dem Fotografieren von Passagier- und Frachtflugzeugen umfasste das Programm des Aktionstages auch Führungen durch operative Einrichtungen des Verkehrsknotenpunkts. Die Teilnehmer besuchten das Schulungszentrum AHLEX, um Einblicke in die luftfahrtspezifischen Ausbildungsberufe zu erhalten. Zudem demonstrierten die flughafeneigenen Rettungsdienste die technische Ausstattung der neu in Dienst gestellten Löschfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr.
Der Flughafen Brüssel bemüht sich seit mehreren Jahren um ein strukturiertes Verhältnis zur Szene der Flugzeugfotografen. Aufgrund der Abwicklung von über 70 Fluggesellschaften und diversen Sonderlackierungen bildet der Standort einen Anziehungspunkt für Luftfahrtbegeisterte aus dem In- und Ausland. Zur Kanalisierung des Besucheraufkommens und zur Gewährleistung der Flugsicherheit wurden bereits im Jahr 2018 zwei fest installierte Aussichtsplattformen im Perimeter des Flughafengeländes errichtet.
Trotz der positiven Resonanz unter den Teilnehmern verweisen Sicherheitsexperten regelmäßig auf die feine Trennlinie zwischen der Einbindung von Enthusiasten und den notwendigen Sicherheitsauflagen an internationalen Verkehrsflughäfen. Die Organisation von Sonderveranstaltungen auf dem Vorfeld erfordert einen erhöhten personellen Kontroll- und Begleitaufwand durch das Sicherheitspersonal, um Unbefugten den Zutritt zum beschränkten Sicherheitsbereich konsequent zu verwehren.