Die serbische Nationalfluggesellschaft Air Serbia plant im kommenden Winterflugplan 2026/2027 eine Aufstockung ihrer Flugfrequenz auf der Verbindung zwischen den Hauptstädten Belgrad und Wien. Wie aus Branchenberichten hervorgeht, soll die Strecke künftig mit bis zu 18 wöchentlichen Umläufen bedient werden.
Das bedeutet eine Ausweitung um einen wöchentlichen Flug gegenüber den ursprünglichen Planungen sowie eine Steigerung im Vergleich zur vorausgegangenen Winterperiode, in der wöchentlich zwischen 14 und 16 Rotationen durchgeführt wurden berichtet Ex-Yu-Aviation.com.
Auf der Kurzstrecke zwischen dem Flughafen Belgrad-Nikola Tesla und dem Flughafen Wien-Schwechat setzt Air Serbia überwiegend Turboprop-Maschinen des Typs ATR 72-600 ein. Die Aufstockung spiegelt die anhaltende Nachfrage nach Verbindungen zwischen Österreich und Serbien wider, die sowohl durch den Geschäfts- und Eintragsverkehr als auch durch den Städtetourismus und den Besuch von Verwandten geprägt ist. Neben Air Serbia bedienen auch andere Fluggesellschaften wie Austrian Airlines die Strecke im Linienverkehr.
Die Kapazitätserweiterung erfolgt vor dem Hintergrund einer kontinuierlichen Modernisierung der Regionalflotte von Air Serbia. Die serbische Fluggesellschaft hat in den vergangenen Jahren mehrere gebrauchte und neue Turboprop-Maschinen beschafft, um die Frequenzen auf kürzeren Strecken im Balkanraum und nach Mitteleuropa flexibler zu gestalten. Der Einsatz von Turboprop-Flugzeugen ermöglicht der Airline eine höhere Flugdichte bei überschaubarem Sitzplatzangebot pro Einzelflug.
Branchenbeobachter merken jedoch an, dass die Wahl von Turboprop-Maschinen wie der ATR 72-600 auf Strecken dieser Distanz mit längeren Flugzeiten im Vergleich zu Strahlflugzeugen verbunden ist. Zudem hängt die Rentabilität des dichteren Flugplans maßgeblich davon ab, ob die Auslastung auch in den gewöhnlich schwächeren Reisemonaten des Winters auf einem stabilen Niveau gehalten werden kann. Das Marktumfeld auf den Routen zwischen den Nachbarstaaten Südosteuropas bleibt durch den Wettbewerb mit dem Straßen- und Schienenverkehr sowie Billigfluggesellschaften dynamisch.