Der Flughafen Kopenhagen hat im Juli 2026 insgesamt 3,453 Millionen Passagiere abgefertigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Wie die Betreibergesellschaft mitteilte, machten internationale Fluggäste rund zwei Drittel des Gesamtaufkommens aus, während der verbleibende Teil auf Dänen entfiel, die ins Ausland reisten oder aus dem Urlaub zurückkehrten. Das Wachstum im Sommerreiseverkehr ist vor allem auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Mittelmeerzielen sowie ein steigendes Interesse an Nordeuropa zurückzuführen.
Spanien behauptete sich erneut als das meistgefragte Reiseziel ab Kopenhagen. Rund 294.000 Passagiere flogen auf Direktverbindungen zu einer der zwölf angeflogenen spanischen Destinationen, wobei Strecken nach Málaga, Mallorca und Barcelona besonders stark frequentiert waren. Das stärkste relative Wachstum verzeichnete Italien mit einem Plus von elf Prozent auf 263.000 Passagiere. Zusammen mit Griechenland, der Türkei und Frankreich machten diese fünf Mittelmeerländer mit 1,1 Millionen Passagieren rund ein Drittel des gesamten Passagieraufkommens im Juli aus.
Ergänzend zum Auslandsreiseverkehr der dänischen Bevölkerung verzeichnete der Flughafen einen leichten Anstieg bei den Einreisen aus Südeuropa. Die Flughafenleitung führt dies unter anderem auf das Phänomen der sogenannten „Coolcations“ zurück, bei denen Reisende aus südeuropäischen Ländern gemäßigten Sommer-Temperaturen in Nordeuropa den Vorzug geben. Dänische Tourismusdaten belegen, dass die Übernachtungszahlen von Besuchern aus Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um drei Prozent gestiegen sind.
Trotz der stabilen Verkehrszahlen stehen europäische Drehkreuze wie Kopenhagen vor operativen Herausforderungen. Das hohe Fluggastaufkommen in den Sommermonaten belastet die Kapazitäten bei der Passagierabfertigung und der Gepäcklogistik. Zudem hängt das weitere Wachstum des Standorts stark von der pünktlichen Bereitstellung von Fluggerät durch die operierenden Airlines sowie von der Vermeidung von Engpässen im europäischen Luftraum ab.