Am Dienstag hat ein Reifenplatzer bei der Landung einer Passagiermaschine der Kenya Airways am internationalen Flughafen Kapstadt zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb geführt.
Nach Angaben des Betreibers Airports Company South Africa kam das Flugzeug auf der Hauptstart- und -landebahn zum Stehen und blockierte diese über mehrere Stunden. Sämtliche Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug unverletzt über die regulären Ausstiege verlassen.
Aufgrund des Vorfalls und der zeitweiligen Sperrung der primären Piste mussten zahlreiche ankommende Flüge zu Ausweichflughäfen wie Port Elizabeth oder Johannesburg umgeleitet werden. Zudem wurden internationale Abflüge vorübergehend gestoppt, um die Bergung des Flugzeugs und die Überprüfung der Piste auf Trümmerteile zu ermöglichen. Erst nach der Räumung des Rollfeldes konnte die Betreibergesellschaft die Start- und Landebahn wieder freigeben und den Flugbetrieb schrittweise anfahren. Techniker der Kenya Airways wurden eingesetzt, um den Reifenschaden vor Ort zu beheben und die Lufttüchtigkeit der Maschine wiederherzustellen.
Der Zwischenfall führte im gesamten Streckennetz der Region zu Folgteverspätungen und Flugstreichungen. Die Flughafengesellschaft wies darauf hin, dass der reguläre Flugplan erst nach und nach wieder stabilisiert werden konnte. Kenya Airways informierte die Öffentlichkeit über soziale Medien über den Fortgang der Arbeiten und die Betreuung der betroffenen Passagiere.
Flugunfalluntersucher und Branchenkenner verweisen darauf, dass Reifenplatzer bei Landungen zwar seltene, aber bekannte Risiken darstellen, die oft durch Fremdkörper auf der Bahn, hohen Verschleiß oder Bremsblockaden verursacht werden. Der Zwischenfall verdeutlicht zudem die Abhängigkeit großer Verkehrsflughäfen von einzelnen Landebahnen, da die Blockade einer Hauptpiste die operativen Abläufe eines gesamten Drehkreuzes rasch an organisatorische Grenzen bringt.