Der englische Fußball-Erstligist FC Arsenal und die Fluggesellschaft Emirates haben ihre kommerzielle Vereinbarung bis zum Jahr 2033 verlängert. Damit setzt die Airline ihr Engagement beim Londoner Traditionsverein fort, das neben dem Trikotsponsoring und der Aufschrift auf der Trainingsbekleidung auch die Namensrechte am Stadion umfasst.
Die seit dem Jahr 2006 bestehende Zusammenarbeit gehört zu den langjährigsten Sponsoring-Vereinbarungen in der englischen Premier League. Zur Feier des zwanzigjährigen Bestehens der Kooperation sind in den kommenden Wochen Marketingaktionen sowie Fan-Veranstaltungen geplant, die durch Werbematerialien mit ehemaligen Spielern wie Per Mertesacker begleitet werden.
Das Sponsoring von Fußballvereinen bildet seit Jahrzehnten ein zentrales Element im weltweiten Marketing von Golf-Airlines. Emirates nutzt Engagements bei europäischen Spitzenclubs wie Real Madrid, AC Mailand, Benfica Lissabon oder Olympique Lyon, um die Bekanntheit der eigenen Marke auf internationalen Zielmärkten zu sichern. Das finanzielle Volumen der Verlängerung mit Arsenal wird in Branchenkreisen auf mehrere Hundert Millionen Pfund geschätzt. Es sichert dem Verein erhebliche Einnahmen im Wettbewerb der europäischen Elitevereine, während die Fluggesellschaft ihre Sichtbarkeit im weltweiten Fernsehpublikum der Premier League behält.
Die Verlängerung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wettbewerbs zwischen den großen Staatsgesellschaften des Nahen Ostens im Sportbereich. Neben Emirates investieren auch andere Fluggesellschaften wie Qatar Airways oder Etihad Airways umfangreiche Mittel in globale Sport-Patronate, um Passagierströme an ihre jeweiligen Drehkreuze in Dubai, Doha und Abu Dhabi zu binden. Sport-Sponsoring dient diesen Unternehmen als etablierter Kanal, um Markenpräsenz in Schlüsselmärkten wie Europa, Asien und Nordamerika aufzubauen.
Kritische Stimmen aus der Sportökonomie verweisen jedoch darauf, dass extrem langfristige Sponsoringverträge Risiken für beide Seiten bergen. Für den Verein besteht die Gefahr, bei rapide steigenden Marktpreisen im Sportmarketing an alte Konditionen gebunden zu sein, während der Sponsor von sportlichen Leistungsschwankungen oder veränderten Rahmenbedingungen im internationalen Luftverkehr betroffen sein kann. Zwar garantieren solche Vereinbarungen finanzielle Planungssicherheit, sie schränken jedoch gleichzeitig die Flexibilität bei der Erschließung neuer, diversifizierter Einnahmequellen ein.